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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Fische werden umgesiedelt
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke entschlammen Rückhaltebecken im Widukindland und in der Dodesheide
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der Herbst ist Entschlammungszeit. Aktuell ist ein Bagger am Regenrückhaltebecken am Hunterburger Weg im Einsatz, teilten die Stadtwerke mit. Die Arbeiten sind aufwendig.

Die Stadtwerke-Tochter SWO Netz befreit das Becken im Stadtteil Widukindland von Ablagerungen. Das Prozedere bei der Entschlammung ist im Wesentlichen immer gleich″, wird Sven Kreutzmann (SWO) in der Mitteilung zitiert.

Zunächst werde ein Großteil des Wassers abgepumpt, anschließend das Becken befischt und die Fische in andere Gewässer umgesiedelt. Nach der Befischung wird das restliche Wasser abgepumpt, parallel starten die Entschlammungsarbeiten. Die Bagger häufen den Schlamm dabei zu kleineren Schlammbergen an, damit er entwässern kann und stichfest wird″, so Kreutzmann, der die Arbeiten koordiniert. Der entwässerte Schlamm wird anschließend abtransportiert und in einer Sonderdeponie entsorgt.

Als zweites Regenrückhaltebecken wird das Becken an der Brandenburger Straße im Stadtteil Dodesheide entschlammt. Auch dieses Becken besteht, wie das in Widukindland, aus zwei zusammenhängenden Wasserflächen. An beiden Becken werden jeweils rund 1200 Tonnen Schlamm anfallen und entsorgt″, rechnet Kreutzmann vor. Je nach Wetterlage sollen die Arbeiten an beiden Becken bis Weihnachten abgeschlossen sein. Solche Maßnahmen werden aus Rücksicht auf die Brut- und Nistzeiten grundsätzlich immer ab Herbst und in den Wintermonaten durchgeführt″, berichtet Kreutzmann.

Mehr als 90 Regenrückhaltebecken verschiedener Größen gibt es insgesamt in Osnabrück. Sie leisten den Stadtwerken zufolge einen wichtigen Beitrag zur Entlastung der Hase oder Düte und dienen dem Hochwasserschutz, indem das gestaute Regenwasser gleichmäßig weitergeleitet wird und sich viele Stoffe bereits in den Becken absetzen können. Insgesamt 500 000 Kubikmeter Wasser können sämtliche Regenrückhaltbecken aufnehmen. Um dies auch künftig gewährleisten zu können, ist eine regelmäßige Entschlammung der SWO zufolge erforderlich.

Die 90 Regenrückhaltebecken erfüllen neben dem Hochwasserschutz eine weitere Funktion. Die Becken werden bewusst naturnah gestaltet und sind dadurch auch gern genutztes Naherholungsgebiet″, wird Kreutzmann wiedergegeben. Das führt dazu, dass vielen Osnabrückern der eigentliche Zweck der Becken gar nicht bewusst ist.″ Für den SWO Netz-Fachmann hat dieser Doppelnutzen einen hohen Wert: Die Regenrückhaltebecken sind ein wichtiges Stück Lebensqualität in Osnabrück.″

Bildtext:
Der Schlamm muss weg: Die Stadtwerke-Tochter SWO Netz GmbH arbeitet derzeit am Regenrückhaltebecken am Hunteburger Weg.
Foto:
Stadtwerke Osnabrück/ Marco Hörmeyer
Autor:
yjs


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