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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Statt Brunnen soll der Schlossgarten ein Fontänenfeld bekommen
Zwischenüberschrift:
Stadt ändert nach Zuschuss-Dämpfer aus Hannover die Planung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Kein repräsentativer Springbrunnen, aber ein Wasserspiel mit Düsen für Nebel, Schaum und kleine Fontänen so sehen die neuen Pläne für das zentrale Element im neuen Schlossgarten aus. Die Stadt ändert ihr Konzept, weil ihr sonst Zuschüsse aus dem Programm Zukunft Stadtgrün″ entgehen würden. So hat es der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt am Donnerstag einstimmig beschlossen.

Für insgesamt 7, 8 Millionen Euro will die Stadt den Schlossgarten und den Ledenhof umgestalten. Die Entscheidung für die umfangreichen Investitionen wurde dem Rat dadurch versüßt, dass zwei Drittel der Kosten aus dem Förderprogramm Zukunft Stadtgrün″ finanziert werden sollen. Nachdem ein Architektenwettbewerb stattgefunden hat und konkrete Entwürfe eingereicht wurden, kam jetzt ein Dämpfer aus Hannover: Der zentrale Brunnen vor dem Schloss wird nicht gefördert.

Nach den Richtlinien gilt der Springbrunnen als Kunst am Bau″, und dafür sieht das Programm nur einen minimalen Zuschuss vor. Würde die Stadt an ihrer ursprünglichen Planung festhalten, müsste sie mehr als 600 000 Euro aus eigenen Mitteln dazulegen. Anders sieht die Sache bei im Boden eingelassenen Fontänen aus, die als straßenbegleitende Wasseranlagen″ gelten und nach den Kriterien förderfähig sind. Für die hat sich der Ausschuss für Stadtentwicklung und Umwelt jetzt einstimmig entschieden.

Die Fraktion vom Bund Osnabrücker Bürger (BOB) hatte die Planung für den Schlossgarten von Anfang an als Betonwüste″ kritisiert und auch den Brunnen abgelehnt. In der Ausschusssitzung legte der BOB-Vorsitzende Steffen Grüner nach und warnte vor hohen Wartungs- und Reparaturkosten solcher Anlagen. Solche Wasserspiele hätten nun einmal den Nachteil, dass sie öfter kaputtgehen″, meinte Grüner.

Sprecher anderer Fraktionen räumten ein, dass mit solchen Folgekosten gerechnet werden müsse, wollten aber auf das Fontänenfeld nicht verzichten. Als Kompromiss, der gut aussieht″, bezeichnete CDU-Ratsherr Christoph Bertels die neue Planung, und Jens Meier von den Grünen meinte, für die Bevölkerung sei die neue Variante deutlich besser als der Brunnen. Stadtbaurat Frank Otte vertrat die Auffassung, dass Wasserspiele im historischen Umfeld des Schlosses ihre Berechtigung hätten, auch wenn sie gelegentlich repariert werden müssten.

Zur Kritik von BOB, dass die Stadt Fehler beim Förderantrag gemacht habe, entgegnete Otte: Wir würden uns wünschen, dass alle Förderrichtlinien so formuliert wären, dass sie für alle verständlich sind.″
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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