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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Die Stadt ehrt zwei besondere Menschen
Zwischenüberschrift:
Bürgermedaillen verliehen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Zwei sehr unterschiedliche Menschen, eine gemeinsame Sache: Schwester Eva-Maria Siemer und Klaus Lang sind für ihr ehrenamtliches Engagement mit der Bürgermedaille der Stadt Osnabrück ausgezeichnet worden.

Unsere Gesellschaft braucht Menschen wie Sie. Wir brauchen Ihre Ermutigung″, sagte Oberbürgermeister Wolfgang Griesert, bevor er den beiden Medaillen und Urkunden überreichte. Der Rat der Stadt Osnabrück würdigt mit der Bürgermedaille Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich für das Gemeinwesen einsetzen.

Eva-Maria Siemer, Schwester des Thuiner Franziskanerordens und Leiterin der Berufsbildenden Schulen im Marienheim Sutthausen, erhielt die Auszeichnung für das Projekt Heute Flüchtling morgen Fachkraft″. Die Schule nimmt Flüchtlinge in die Berufseinstiegsklasse mit Schwerpunkt Hauswirtschaft und Pflege auf und stellt ihnen Paten zur Seite. Die Paten, andere Schülerinnen und Schüler, helfen bei den Hausaufgaben, bei sprachlichen Hindernissen, beim Ankommen in der fremden Welt. Und aus manchen Patenschaften sind Freundschaften geworden. So haben Sie die Bedingungen geschaffen, damit Menschen, die zu uns gekommen sind, auch bei uns bleiben können. Das ist vorbildlich, und dafür danken wir Ihnen sehr″, sagte Griesert.

Klaus Lang war neun Jahre Vorsitzender der Bürgerstiftung und habe ihr starke Impulse gegeben, sagte Griesert. Beispielhaft für die Tatkraft der Stiftung nannte Griesert den Kid-Courage-Preis für engagierte Kinder und Jugendliche, das Junge Theater Oskar″, die Unterstützung der Vordemberge-Gildewart-Initiative, die Kinderbewegungsstadt und das Bürgerdinner auf dem Marktplatz.

Schwester Eva-Maria sagte, sie sei immer noch überrascht″, aber auch sehr angerührt″ von der Ehrung. Es ist nicht mein, sondern unser Wirken im Marienheim, das damit gewürdigt wird″, betonte die Ordensschwester. Die Schule habe die Aufgabe, Talente zu entdecken und zu fördern. Dabei spielten Nationalität, Herkunft oder Glauben keine Rolle. Im Mittelpunkt stehe einzig und allein: der Mensch.

Den Beweis, dass das Flüchtlingsprojekt des Marienheims erfolgreich ist, erlebten die Teilnehmer des Festaktes unmittelbar: Shermav Hamo, der aus Aleppo stammt und eine Ausbildung im Marienheim zum Sozialpädagogischen Assistenten macht, begleitete die Veranstaltung musikalisch auf der Saz. Am Ende sangen vier Flüchtlinge aus dem Sudan Adam Elnor, Salman Digl, Amar Adam und Bakri (die ersten drei machen ebenfalls eine Ausbildung im Marienheim) ein Lied zum Mutmachen.

Auch Klaus Lang will die Bürgermedaille als Auszeichnung für die ganze Bürgerstiftung verstanden wissen. Er freue sich über die Wertschätzung der ehrenamtlichen Arbeit, die darin zum Ausruck komme. Drei Wünsche äußerte Lang in seiner Dankesrede. Erstens, die Bürgerstiftung möge weiter wachsen und segensreich wirken. Zweitens, das Projekt K 3 (Kunst, Musik, Theater), das sich der kulturellen Bildung von Kindern widmet, solle über die geplanten drei Jahre hinaus erhalten bleiben. Und, drittens, zum 375. Jahrestag des Westfälischen Friedens im Jahr 2023 wünsche er sich ein Friedensfest mit europaweiter Ausstrahlung. Osnabrück könnte sich damit als Friedensstadt weiter profilieren und einen Beitrag zur Friedensarbeit leisten.″

Bildtext:
Verleihung der Bürgermedaille im Friedenssaal des Rathauses (von links): Klaus Lang, Schwester Eva-Maria Siemer, Wolfgang Griesert.
Foto:
Thomas Osterfeld
Autor:
hin


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