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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zu wenig Anreize für das Fahrradfahren
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Dafür will Osnabrück richtig viel Geld ausgeben Ein Blick in den Haushaltsplan 2020: Investitionen vor Schuldenabbau″ (Ausgabe vom 10. Oktober).

Wie dem Bericht zu entnehmen ist, will die Stadt Osnabrück , richtig viel Geld ausgeben′ in den Bereichen Straßen- und Schulbau. Dabei entfallen auf den Straßenbau 17, 8 Millionen Euro, auf den Schul- und Kita-Bau 52, 5 Millionen Euro.

Die Notwendigkeit dieser Ausgaben soll hier nicht im Mindesten angezweifelt werden. Vor dem Hintergrund der seit Längerem stark geführten Diskussionen um Luftreinhaltung in der Stadt und in diesem Zusammenhang um die Verlagerung des motorisierten Individualverkehrs auf die öffentliche Personenbeförderung beziehungsweise um die Förderung des Fahrradverkehrs wundere ich mich einmal mehr über die Prioritäten [...]: , Für den Radwegebau steht pauschal eine Million Euro zur Verfügung.′

Mit großem Aufwand und über einen großen Zeitraum ist im Norden Osnabrücks die Bramscher Straße angeblich für den Busverkehr fit gemacht worden: Jeweils an der nördlichen und südlichen Einmündung in die Hansastraße wurden diese Einmündungen ausgebaut, um den Busverkehr zu befördern.

Zur Hansastraße parallel verlaufend, eignet sich die Bramscher Straße in diesem Bereich hervorragend für den Bus- und Fahrradverkehr, da der Ein- und Ausfallsverkehr über die Hansastraße fließt. Die Bramscher Straße wäre der ideale Weg aus Haste in die Stadt und zurück. Doch offensichtlich hat die Stadt wenig Interesse, die Attraktivität dieses Weges zu erhöhen und gleichzeitig die Umverteilung des Straßenraumes voranzutreiben: Die Bramscher Straße ist auch nach den kürzlich durchgeführten Umbauten eine der schlimmsten Asphalt-Äcker der Stadt, die Straßendecke einst schlicht über Kopfsteinpflaster asphaltiert eine Zumutung, die Parksituation besonders im nördlichen Bereich für jeden Fahrradfahrer eine Gefahr! [...]

Im nördlichen Bereich der Stadt wird nun nicht die Bramscher Straße, sondern die Vehrter Landstraße saniert. Wieder einmal wird dem motorisierten Verkehr der Vorrang eingeräumt. Eine Chance, Anreize zu schaffen, auf das umweltfreundliche Fahrrad umzusteigen, weil der Weg in die Stadt bequem und angenehm ist, ist vertan! Aber nicht nur das. Die Stadtwerke haben 13 nagelneue elektrische Omnibusse angeschafft, die lokal emissionsfrei und leise fahren. Die Stadtwerke machen in puncto Luftreinhaltung ihre Hausaufgaben. Und die Stadt? Die Einmündungen sind zwar umgebaut, aber fahren Sie einmal in den neuen Elektrobussen über die Bramscher Straße: In den Bussen rappelt es in einer Lautstärke, dass von einer angenehmen Fahrt [...] keine Rede sein kann [...].″

Joachim Bolz
Osnabrück
Autor:
Joachim Bolz


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