User Online: 1 | Timeout: 20:40Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Fontänen im Schlossgarten?
Zwischenüberschrift:
Weil es für einen Brunnen kein Geld gibt, will die Stadt umplanen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Ein zentrales Element des neuen Schlossgartens steht auf der Kippe: Der Bau eines zentralen Brunnens wird vom Land nicht gefördert. Jetzt muss die Stadt entscheiden: über 600 000 Euro aus eigener Tasche dazulegen oder etwas anderes bauen.

Seit über zwei Jahren arbeitet die Stadt an einem Konzept für den Schlossgarten. Den Anlass lieferte die Universität, die schon begonnen hat, auf der Fläche vor der Mensa ein Studienzentrum zu bauen. Die Verlegung des Kinderspielplatzes, der dem Studienzentrum weichen musste, hat eine Kettenreaktion in Gang gesetzt, die in die Neuplanung des gesamten Schlossgartens und Ledenhofes mündete. Insgesamt 7, 8 Millionen Euro kostet die Umgestaltung der beiden Bereiche, davon 3, 46 Millionen Euro für den Schlossgarten, wobei zwei Drittel aus dem Förderprogramm Zukunft Stadtgrün″ des Landes kommen sollen.

Nun hat die Landesregierung mitgeteilt: Brunnen, Stege und Brücken in historischen Schlossgärten und Parkanlagen fallen nicht in das Förderprogramm und werden nicht bezuschusst. Es ist eine Definitionsfrage: Das Ministerium stuft den Brunnen als Kunst am Bau″ ein, die nur mit maximal zwei Prozent gefördert werden darf. Hält die Stadt an der ursprünglichen Planung fest, muss sie rund 600 000 Euro aus eigenen Mitteln zusätzlich aufbringen.

Dem Stadtentwicklungsausschuss liegt für seine Sitzung am kommenden Donnerstag ein Vorschlag der Verwaltung vor, ein multifunktionales und begehbares Fontänenfeld″ zu schaffen. Vorbild könnte das Wasserspiel am Fuße des Bad Iburger Schlosses sein. Solche straßenbegleitenden Wasseranlagen″, wie es in der Vorlage für den Ausschuss heißt, wären nicht Kunst am Bau″, sondern eine besondere Form der Oberflächengestaltung und damit förderfähig. Für die Fontänen müsste die Stadt also nicht zusätzlich zahlen.

Der Bund Osnabrücker Bürger (BOB), der die Schlossgartenplanung von Anfang an kritisch begleitet hat, wirft die Frage auf, ob die Verantwortlichen mit den Fördervorgaben überfordert″ waren. Ein Fontänenfeld hätte eher den Charakter eines Spaßbades″ und würde nicht in den Schlossgarten passen, heißt es in einer BOB-Mitteilung. Außerdem warnt BOB vor einem weiteren Wasserspiel: Gibt es in Osnabrück nicht schon genug defekte Wasserspiele?

Stadtprecher Gerhard Meyering weist darauf hin, dass die Förderkriterein oft nicht abschließend geklärt seien und es stets der Rücksprache mit den Geldgebern bedürfe. In enger Absprache mit dem Land sei es gelungen, eine Variante zu finden, die gefördert werde, ohne die Gesamtkosten zu erhöhen.

Der BOB bekräftigt seine grundsätzliche Kritik an der Schlossgarten-Gestaltung, die eine maximale Betonwüste″ hervorbringen werde. Der Verzicht auf die zahlreichen Blumenbeete werde den Schlossgarten nicht verschönern, meint BOB, der nach eigenen Angaben 1300 Unterschriften gegen diese Planung gesammelt hat.

Bildtext:
Der neue Schlossgarten: Der Brunnen soll nach dem neuen Entwurf durch Bodenfontänen ersetzt werden.
Grafik:
Pola
Autor:
Wilfried Hinrichs


Anfang der Liste Ende der Liste