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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Münster ist deutlich weiter
Zwischenüberschrift:
Förderung von Lastenrädern: Wie läuft es bei den Nachbarn?
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Lastenräder werden immer beliebter, einige Kommunen fördern die kostspielige Anschaffung finanziell. Auch die Stadt Osnabrück plant eine Förderung. Wie werden solche Programme bei den Nachbarn in Wallenhorst, Lingen und Münster angenommen? Unsere Redaktion fragte nach.

Wallenhorst hat noch Geld übrig: Die Gemeinde Wallenhorst legte zum 1. Januar dieses Jahres ein Förderprogramm für Lastenräder auf. 10 000 Euro umfasst der Topf pro Jahr. Nach neun Monaten seien bei der Gemeinde erst fünf Anträge eingegangen, die sie allesamt genehmigt habe, sagt Stefan Sprenger, Klimaschutzmanager der Gemeinde, auf Anfrage unserer Redaktion. 2500 Euro seien ausgeschüttet worden also 500 pro Rad.

Sprenger weist aber auf die Lieferzeiten von teilweise mehr als zehn Wochen für Lastenräder hin. Gefördert würden nur Räder, für die Rechnungen vorliegen. Sprenger versichert aber, Wallenhorst würde die 500 Euro für ein Rad reservieren, sofern eine Bestellbestätigung vorliegt.

Die verhaltene Resonanz führt Sprenger auf die örtlichen Gegebenheiten zurück. Anders als größere Städte wie etwa Osnabrück habe Wallenhorst keine Probleme mit innerstädtischen Staus. Zudem sei der Anreiz, auf das Fahrrad umzusteigen, womöglich gering, wenn es überall ausreichend Parkplätze für Autos gebe und die sogar kostenlos. Hier brauchen wir einen weiteren Anreiz″, sagt Sprenger. Etwa 3000 Euro seien noch in dem Fördertopf. Woher die Differenz? Das Finanzprogramm mit seinen jährlich 10 000 Euro ist nicht nur für Radler reserviert.

Lingens Fördertopf fast leer: Auch die Stadt Lingen hat im Januar dieses Jahres ein Förderprogramm gestartet und den Topf für das laufende Jahr mit 20 000 Euro ausgestattet. 44 Anträge seien bislang bei der Stadt eingegangen, sagt deren Sprecherin Nina Kleene auf Anfrage. Fünf seien abgelehnt worden, da entweder das Fahrzeug nicht den Förderbedingungen entsprach oder der Zuschuss nicht abgerufen wurde″. Der Fördertopf ist nun fast leer. Daher gebe es derzeit Überlegungen, das Budget für 2019 noch aufzustocken″, so Kleene. Und: In 2020 soll die Förderung zudem in gleicher Höhe fortgesetzt werden.″

Bemerkenswerte Zahlen aus Münster: Im Februar dieses Jahres hat Münsters Rat beschlossen, Lastenräder ab dem 1. März finanziell zu fördern. Für E-Lastenräder wurden 1000 Euro Zuschuss beschlossen, für muskelbetriebene 500 Euro und für Lastenanhänger 100 Euro. Die maximale Förderung begrenzte der Rat auf 30 Prozent des Kaufpreises. Bemerkenswert: Für die Förderung stellte die Politik der als Fahrradstadt bekannten Kommune 200 000 Euro zur Verfügung dieselbe Summe wie das mehr als zehnmal größere Berlin. Nicht minder bemerkenswert: Nur sieben Wochen später, am 18. April, war der Topf leer. Die Stadt förderte insgesamt 204 Lastenräder und 221 Lastenanhänger. Ob und in welcher Form das Programm fortgesetzt wird, will der Rat noch 2019 entscheiden.

Osnabrück wartet auf grünes Licht aus Hannover: In Osnabrück lässt die geplante Förderung, obgleich schon im Januar vom Rat beschlossen, auf sich warten. Denn die Stadt will ein Förderprogramm aus Mitteln der sogenannten VW-Strafmilliarde finanzieren, die das Land der Stadt zur Verfügung stellt. Unklar ist noch, ob die Stadt das Geld für die Förderung privaten Eigentums ausgeben darf eine Antwort vom Umweltministerium auf diese Frage steht aus.

Bildtext:
Einige Kommunen in Deutschland fördern Lastenräder bereits. In Münster war der Fördertopf nach wenigen Wochen leer.
Foto:
www.pd-f.de/ Kay Tkatzik
Autor:
Jörg Sanders


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