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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Hausbesitzer in der Wüste genervt von Graffiti
Zwischenüberschrift:
Dicht besiedelter Stadtteil ein Schwerpunkt für Farbschmierer / Polizei rät zur sofortigen Entfernung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Wer öfter durch den Stadtteil Wüste spaziert oder dort lebt, kennt die ungezählten Graffiti an den Hauswänden. Dem einen oder anderen mögen sie schon gar nicht mehr auffallen. Für Hausbesitzer sind sie aber eine echte Belastung: zahlreich, nicht schön anzusehen und teuer, wenn man sie überstreichen lassen will.

Insbesondere in den vergangenen Monaten sollen die Sprayer im gesamten Stadtteil besonders aktiv gewesen sein. So berichtete es ein Anwohner, der nicht namentlich genannt werden möchte, unserer Redaktion.

Er ist mit seinem Unmut nicht der Einzige: Auch Wüstenbewohner Michael Mund ist von den Schmierereien betroffen. Er erzählt, er habe seine Hauswand erst vor einem Jahr für 2000 Euro streichen lassen. Nun wurde sie erneut besprüht.

Viele andere haben den Versuch mittlerweile aufgegeben, ihre Hauswände sauber zu halten: Allein bei einem Gang durch die Parkstraße finden sich mehr als 40 Graffiti auf Hauswänden, Stromkästen und Altkleidercontainern. Einige sind sichtlich schon älter. Auffällig sind vor allem die noch frischen Graffiti, da sie fast ausschließlich aus denselben Buchstabenkombinationen bestehen: ZWO″ und NLF″.

Solche Schriftzüge werden in der Szene Tags″ genannt, was sich mit Etikett″ übersetzen lässt. Für Graffitikünstler sind Tags wie ein Marken- und Erkennungzeichen.

Laut der Polizei Osnabrück sind das keine neuen Phänomene. Die Wüste sei schon immer ein Schwerpunkt von Farbschmierereien gewesen, und auch die Kürzel ZWO″ und NLF″ seien bekannt. Schmierereien gebe es im gesamten Stadtgebiet, doch da es das Ziel der Täter sei, ihre Tags möglichst öffentlichkeitswirksam zu verteilen, biete sich der dicht besiedelte Stadtteil Wüste für sie besonders an. So hat die Polizei im Jahr 2016 in der Wüste insgesamt 35 Graffiti registriert, im darauffolgenden Jahr waren es 77. 2018 wurden insgesamt 114 Schmiereien gezählt. Für das laufende Jahr ist noch keine Zahl bekannt, aber die Tendenz liegt eher unter dem Vorjahr, sagt Polizeisprecher Frank Oevermann.

In der Wüste wird aber schon seit mehr als 30 Jahren gesprayt, weiß Anwohner Michael Mund. Er habe sogar einmal einen Spiegel aufgestellt, um einen bestimmten Straßenabschnitt überwachen zu können, doch der wurde prompt abgeschlagen.

Wer selbst ein Graffito an seiner Hauswand oder seinem Briefkasten entdeckt, der soll laut Oevermann in jedem Fall die Polizei rufen und eine Strafanzeige erstatten. Als Zeichen für die Täter sollte die Schmiererei darüber hinaus schnellstmöglich wieder entfernt werden. Wir wollen vermeiden, diesen Leuten eine Bühne zu geben″, begründet der Polizeisprecher.

Bildtext:
Der Schriftzug NLF″ taucht derzeit überall im Stadtgebiet auf, vor allem aber in der Wüste. Es handelt sich um einen Tag″, also das Markenzeichen eines Sprayers.
Foto:
Finja Jaquet
Autor:
Finja Jaquet


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