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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Palastrevolte im Zoo
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu unserer Berichterstattung über den Streit in der Osnabrücker Zoogesellschaft, u. a. zu den Artikeln Machtkämpfe im Zoo gehen weiter″ (Ausgabe vom 25. September) mit dem Kommentar Arme Zoogesellschaft″ von Dietmar Kröger sowie Streit im Zoo wird wohl vor Gericht entschieden″ (Ausgabe vom 27. September).

Im Artikel und im Kommentar geht der Autor […] nicht auf die wundersame Vermehrung der Mitgliedschaften im August dieses Jahres ein, die für mich eindeutig darauf ausgelegt war, Herrn Sliwka und das Präsidium zu stürzen.

Ich habe es in meiner langjährigen beruflichen Praxis in leitender Position noch nie erlebt, dass anlässlich von Firmenjubiläen Mitgliedschaften an Mitarbeiter, Freunde, Kunden verschenkt worden sind und das rein zufällig (?) kurz vor einer entscheidenden Mitgliederversammlung.

Mitgliedschaften sind von ihrem Charakter her eher mittelfristig, möglichst aber langfristig ausgerichtet. Warum dann nicht eine Jahreskarte mit dem gleichen finanziellen Aspekt für den Zoo?

Als Außenstehender gewinne ich zunehmend den festen Eindruck, dass hier ganz bewusst etwas gestaltet worden ist, um ein Abstimmungsergebnis auf der Mitgliederversammlung im eigenen Interesse zu beeinflussen. [. . .]

Wer letztlich die Palastrevolution verantwortlich gesteuert hat, kann ich nur vermuten. Die Tatsache, dass die Zoogesellschaft das Gegengutachten zu dem Gutachten von Professor Leuschner wiederum von Dr. Athen erstellen lässt, dessen Auffassung ja bekannt war, und der sich hierzu ja bereits auf der Mitgliederversammlung geäußert hat, verwundert. Hier wäre eine neutrale Stellungnahme sicherlich sinnvoller und zweckmäßig gewesen.

Zur strittigen Frage, ob der Zoo nach dem Ausscheiden von Professor Böer einen Zoodirektor benötigt, habe ich mit besonderem Interesse das Bekenntnis des aktuellen Präsidenten aufgenommen, dass die Artenvielfalt ihm ganz besonders am Herzen liegt, ein so spezieller Bereich, der gesondertes Fachwissen erfordert und der wohl kaum von einem kaufmännischen Geschäftsführer abgedeckt werden kann.″

Hartmut Schröder
Osnabrück

„[. . .] Da arbeitet ein ehrenamtlicher Präsident viele Jahre ohne Bezahlung mit hohem Zeitaufwand für eines der wichtigsten , Highlights′ in Osnabrück. Und da gibt es eine Geschäftsführung. Diese arbeitet für entsprechendes Gehalt und will eine Person anstellen, bei der es sehr private Verbindungen gibt. Dass dieser Vorgang durch das ehemalige Präsidium hinterfragt werden muss, ist dessen Aufgabe.

Da gibt es eine Geschäftsführung, die auf ungewöhnliche Weise über eine Spende eines Unternehmens eine große Anzahl neuer Mitglieder aufnimmt. Da werden, nachdem sich die Stadt Osnabrück mit circa 25 Prozent am Zoo beteiligt hat, circa 16 Millionen Verbindlichkeiten bekannt.

Für mich ergibt sich hier das Bild, dass eine Geschäftsführung glaubt, am Präsidium vorbei agieren zu dürfen. Auch ein freiwilliges Ausscheiden des Geschäftsführers (er hatte dies nach seiner Aussage ja angeboten) scheint scheinheilig, da möglicherweise eine Weiterbezahlung notwendig ist.

Das zukünftige Präsidium hat hier besonders die Aufgabe, das Agieren der Geschäftsführung besonders kritisch zu kontrollieren.

Eine zu große Nähe dieser Kontrollinstanz zur Geschäftsführung wäre nach diesen Vorgängen fatal und würde dem Zoo in Zukunft nicht weiterhelfen, zumal auch der Zoo Osnabrück seine Tierkonzeption überdenken sollte [. . .].

Wir brauchen nicht alle 100 Kilometer entfernt in jedem Zoo Löwen, Leoparden, Giraffen etc. Diese finde ich ebenfalls in Münster oder in anderen Zoos. Der Zoo braucht ein anderes Konzept, zumal die Fläche am Schölerberg für den Zoo begrenzt ist. Ich glaube, dass nach diesen Vorgängen dies nur mit einer anderen Geschäftsführung möglich ist.″

Martin Läer
Osnabrück

Bildtext:
Löwenbabys streiten sich schon mal, wie unser Fotograf auf diesem 2008 im Osnabrücker Zoo entstandenen Foto dokumentierte. Für Menschen, die sich für den Zoo engagieren, gilt offenbar dasselbe.
Foto:
Michael Hehmann
Autor:
Hartmut Schröder, Martin Läer


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