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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wann ziehen Pendler den Bus vor?
Zwischenüberschrift:
Debatte zu Verkehrswegekonzept
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Ende dieses Jahres soll der vierte Nahverkehrsplan für die Region Osnabrück vorgestellt werden. Der Bürgerdialog Verkehrswende lud aus diesem Anlass Vertreter des Kreistages zur Diskussion ein im Mittelpunkt stand die Frage, wie man Pendler zum Umstieg auf den öffentlichen Nahverkehr bringen kann.

Was macht der Schledehausener, wenn er am Sonntagvormittag mit dem Bus zum Osnabrücker Hauptbahnhof fahren will? Die früheste Möglichkeit ist um 13.27 Uhr, er kann aber natürlich auch schon in der Nacht zuvor fahren und dann ein paar Stunden dort warten.″ Der Sarkasmus, den Moderator Thomas Polewsky hier vortrug, ist zum festen Begleiter in der Diskussion über den hiesigen Nahverkehr geworden. Dass die Verbindungen vom Landkreis in die Stadt vielfach katastrophal sind, bestreitet längst niemand mehr.

Für Michael Lührmann, an diesem Abend in Personalunion Vertreter der Kreistags-Fraktion der Wallenhorster CDU-Abspaltung CDW sowie der FDP, steht deshalb eines fest: Es ist keine Frage mehr, ob der ÖPNV in naher Zukunft verbessert wird. Die Frage ist jetzt: Müssen wir dazu gezwungen werden, oder machen wir es freiwillig? Zu einem verbesserten ÖPNV gehörten seiner Meinung nach jedenfalls unbedingt ein übersichtliches und preiswertes Tarifsystem, eine bessere Verbindung von Schienen- und Busverkehr sowie Innovationen wie der Wallenhorster Bürgerbus.

Lührmanns Kreistagskollege Lars Büttner aus Bohmte erklärte ebenfalls, die Kopplung von Bus- und Zugverkehr müsse eindeutig verbessert werden, wenn man Pendler dazu bringen wolle, das Auto stehen zu lassen. Allerdings muss man dann auch sicher sein können, dass das Auto oder auch das Fahrrad noch da und außerdem unbeschädigt sind, wenn man wieder zurückkommt.″ Er habe in seinem Heimatort Bohmte durchaus andere Erfahrungen gemacht. Selbst bei einer besseren Taktung sei es aber fraglich, ob immer auf das Auto verzichtet werden könne.

Monika Abendroth, Kreistagsabgeordnete der SPD aus Hilter, bezeichnete es als Problem, dass das Auto für viele eine Art erweitertes Wohnzimmer sei. Bei mir ist es nicht anders, ich habe auch immer viel dabei, Schuhe, den Computer ...″ Auch Abendroth betonte, eine bessere Anbindung von Bahn- und Busverkehr sei Voraussetzung dafür, mehr Pendler vom Nahverkehr zu überzeugen. Wir müssen die Busse allerdings auch schneller machen und die Verkehrssituation in Osnabrück muss sich verbessern.″

Dem stimmte die Grünen-Kreistagsabgeordnete Felicitas Exner aus Hagen zu. Die Verkehrssituation und gerade die Umstiegsmöglichkeiten in Osnabrück seien ein erhebliches Problem. Im Moment finde ich es wirklich gruselig.″

Die Hasbergerin Susanne Breiwe schließlich, die für die CDU im Kreistag sitzt, warb dafür, einen Bus-Schiene-Tarif einzuführen und Bus- und Bahnhaltestellen natürlich deutlich besser zu vernetzen, als es bisher geschehen ist. Es darf aber eben nicht nur bei der Vernetzung bleiben, es muss auch einen passenden Tarif dazu geben.″ Neben den motorisierten Fortbewegungsmöglichkeiten müsse man aber auch das Fahrrad in den Blick nehmen. Man sollte unbedingt prüfen, ob so ein Radschnellweg, wie er zwischen Osnabrück und Belm entstanden ist, auch noch woanders gebaut werden kann.
Autor:
Hendrik Steinkuhl


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