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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Waghalsige Verfolgungsrennen und Filmvorführungen in der „Brücke″
Zwischenüberschrift:
Leser erinnern sich an Kindheitserlebnisse auf dem Ledenhof
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Völlig überrascht war Reinhard Bogun, als er am vergangenen Samstag in die Zeitung schaute und sich auf einem Foto entdeckte: Er war einer der Jugendlichen auf der Wasserwand am Ledenhof, die auf dem unbekannten Foto aus dem Jahr 1981 zu sehen waren. Es war nicht ganz einfach, dort hinaufzukommen, aber gefährlich war es nicht, erzählte er uns. Reinhard Bogun erinnert sich gerne an den Platz mit den Blumenbeeten, Brunnen und Sitzecken.
Mehr als 20 Jahre vorher war S. R. oft auf dem Ledenhof anzutreffen. Auf OS-Nachbarn.de schrieb er: Mein Kumpel und ich hatten Ende der 50er-Jahre eine neue Sportart auf dem Ledenhofplatz entdeckt: Packen spielen auf dem Fahrrad. Dafür war das Gelände ausgesprochen günstig. Eingroßer Hartplatz, umrahmt von Mauern und Häusern. In unserer Spielregel bekam der Gejagte einen Vorsprung von einigen Metern. Der Jagende musste nun versuchen, den Gejagten einzuholen und am Körper abzuklatschen. Der Gejagte hingegen musste versuchen, diesem Ansinnen auszuweichen. [...] Stürzewaren keine Seltenheit, und ich erinnere mich noch genau, als ich nach einem Sturz ein großes Loch in meiner nagelneuen Nietenhose direkt auf dem Knie hatte.″
In der Bildergalerie zum Ledenhof auf OS-Nach-barn.de war auch ein Foto aus dem Jahr 1957 zu sehen, das den Abriss einer halb verfallenen Nissenhütte zeigte. Die Hinweise von zwei Mitgliedern der Internetgemeinschaft brachten uns auf die Spur einer heute fast vergessenen Kultureinrichtung.
Michael G. Arenhövel fragte: War das die Brücke, in der Filme für 10 Pfennige gezeigt wurden? Ich meine, ich habe mich dort des Öfteren reingeschmuggelt.″ Peter O. konnte diese Vermutung bestätigen: „ [...] Es ist die Brücke. Schöne Stunden habe ich dort verlebt. [...] Die Engländer waren zu uns Kindernimmer sehr freundlich.″
Im Zeitungsarchiv haben wir daraufhin nach Artikeln und Fotos zur Brücke″ recherchiert: Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs wurde die Brücke″ von der britischen Verwaltung zur Völkerverständigung und kulturellen Bildung gegründet. In den Räumen des alten Offizierskasinos am Neuen Graben und der dahinterliegenden Nissenhütte konnte man fremdsprachliche Literatur ausleihen, Zeitungen und Zeitschriften lesen, Vorträgehören oder Filme ansehen. 1956 übernahm die Stadt Osnabrück die Bildungseinrichtung, die seitdem Brücke der Nationen″ heißt. Nach mehreren Umzügen ist sie seit 1964 im Stüvehaus zu finden. Vom umfangreichen Kulturangebot ist nur die Fremdsprachenbibliothek erhalten geblieben. Erzählen Sie uns auf OS-Nachbarn.de Ihre Erinnerung an die Brücke der Nationen″. Waren oder sind Sie Nutzer der Fremdsprachenbibliothek? Erinnern Sie sich an besondere Vorträge oder Filmvorführungen?

Bildtexte:
Die Nissenhütte auf dem Ledenhof.
Eine große Auswahl an fremdsprachlicher Literatur und viel Platz zum Lesen bot die Brücke der Nationen″.
Fotos:
Kurt Löckmann, Archiv
Autor:
r.


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