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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Tausende auf den Straßen für mehr Klimaschutz
Zwischenüberschrift:
Klimastreik in der Innenstadt mobilisiert Jung und Alt
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Ob nun 4500 Teilnehmer, das war am Freitag die Auskunft der Polizei, oder 8000, wie Beobachter der Kundgebung schätzten der internationale Klimastreik hat am Freitagnachmittag Tausende Osnabrücker mobilisiert.

Bereits am Vormittag hatten sich einige Hundert von ihnen auf dem Platz der Deutschen Einheit versammelt. Die zahlreichen Workshops und Informationsangebote rund um den Klimawandel hatten vor allem Aktivisten aus der Fridays-for-Future″-Bewegung initiiert.

Parallel dazu hatte die Diesterwegschule im Stadtteil Schinkel mit rund 270 Grundschülern, Eltern und Lehrern für mehr Umweltschutz demonstriert. Ursprünglich wollte die Schulgemeinschaft an der Demonstration in der Innenstadt teilnehmen, doch wegen der Aufsichtspflicht und des späten Beginns außerhalb der Unterrichtszeiten fiel die Entscheidung für eine eigene Demonstration durch den Stadtteil.

Auf dem Theatervorplatz wurde später klar: Nicht nur die Diesterwegschule unterstützte den internationalen Generalstreik, auch andere Schulen aus Osnabrück beteiligten sich. So setzten unter anderem Schüler der Waldorfschule, der Angelaschule und der Grundschule Sutthausen mit Eltern und Lehrkräften ein Zeichen gegen den Klimawandel. Ihnen schlossen sich Osnabrücker aus allen Altersgruppen an, dazu Gewerkschaften, Parteien und Umweltverbände.

Dass das Thema mittlerweile generationenübergreifend wahrgenommen wird, macht das Beispiel Omas gegen Rechts″ deutlich. Die Gruppe freute sich über das Engagement der Jugend und war froh, für die Zukunft ihrer Enkel und weiterer Generationen auf die Straße zu gehen. Jahrelang sei die Jugend scheinbar politikverdrossen gewesen, und jetzt stehe eine Generation endlich wieder für ihre Rechte ein, meinte ein Demonstrant, der nach eigenen Angaben bereits vor 40 Jahren auf die Straße gegangen ist.

Richtig voll wurde es vor dem Theater jedoch erst nach 13 Uhr: Immer mehr Menschen strömten auf den Platz, bis sich die Teilnehmer der Kundgebung gegen 13.45 Uhr zu einem Protestmarsch quer durch die Osnabrücker Innenstadt aufmachten. Die Rufe nach climate justice″ und dem Kohleausstieg hallten innerhalb weniger Minuten über den Neumarkt und Neuen Graben.

Mit Vertretern aller Altersklassen zog die Kundgebung über den Heger-Tor-Wall und erregte das Aufsehen der Autofahrer auf der gegenüberliegenden Fahrbahn.

Erwartungsgemäß blieb die Veranstaltung friedlich. Außer den Verzögerungen im öffentlichen Nahverkehr gab es keine Zwischenfälle, während die Demonstranten lautstark in Richtung Rathaus zogen. Auf dem Markt wurde die Resolution der Fridays for Future″-Bewegung an Wolfgang Griesert übergeben. Der Oberbürgermeister musste sich während seiner kurzen Ansprache den direkten Reaktionen der Demonstranten stellen nicht alle waren positiv. Die Teilnehmer forderten vor allem den Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs und der Radwege sowie den Ausstieg aus der fossilen Energieversorgung.

Mit dem Ende der Demonstration startete am Freitagnachmittag die Osnabrücker Klimawoche. Bis zum 27. September informieren die Aktivisten der Osnabrücker Fridays for Future″-Bewegung und zahlreiche Partner in der Innenstadt in Vorträgen und interaktiven Aktionen zum Thema Umwelt- und Klimaschutz.

Bildtexte:
Allen voran ging die Schülergeneration beim Fridays for Future″-Streik in der Osnabrücker Innenstadt.
Generationenübergreifender Protest.
Der Theatervorplatz war prall gefüllt.
Musste auch mit weniger freundlichen Zwischenrufen leben: Oberbürgermeister Wolfgang Griesert.
Fotos:
Michael Gründel

Klimawoche

In den kommenden Tagen gibt es während der Klimawoche eine Reihe von Veranstaltungen:

Samstag, 21. September , 11 Uhr: Kanufahrt an der Neuen Mühle; 15 Uhr: Clean-up, Hauptbahnhof, 17 Uhr: Die-in″ zum Thema Artensterben, Theatervorplatz; Sonntag, 22. September , 12 Uhr: Fußabdruck Fleischernährung vs. Fußabdruck pflanzlicher Ernährung, Große Straße; 17.30 Uhr: Veganes Picknick und Kleidertausch, Projektgarten;

Montag, 23. September , 15 Uhr: Verkehrswende 180-Grad-Drehung, Heger Tor; 15 Uhr: Wildblumen verteilen, Neumarkt; Dienstag, 24. September , 10 Uhr: Infostände in der Großen Straße; 18 Uhr: Rollenspiel der UN-Klimaverhandlung, Juridicum; 19 Uhr: Jutta Ditfurth Capitalism kills climate, Juridicum; Mittwoch, 25. September , 15 Uhr: Infostand soziale Ungerechtigkeit und der Klimawandel, Große Straße; 16 Uhr: Lärm-Demo, Theatervorplatz; 18 Uhr: Nahverkehrsplan wie gestaltet sich die Verkehrswende?, Lortzinghaus; 19 Uhr: Podiumsdiskussion zur sozialen Frage des Klimawandels, Haus der Jugend; 19 Uhr: Carsten Felgentreff Klimaflucht und die aktuelle Situation im Mittelmeer, Lagerhalle;

Donnerstag, 26. September , 15 Uhr: Infostand Wie Banken und Konzerne den Klimawandel beeinflussen″, Große Straße; 15 Uhr: Straßentheater Spielball Erde″, Nikolaiort; 15 Uhr: Crime Scene Sparkasse, Berliner Platz; 17 Uhr: Straßentheater Konzerne″, Goethering; 18 Uhr: Workshop Energiewende, Lagerhalle

Freitag, 27. September , 10.30 Uhr: Vorbereitung der Demo am Global Earth Strike Day, Theatervorplatz; 13.30 Uhr: Demo am Global Earth Strike Day, Theatervorplatz
Autor:
Vivienne Kraus, Sebastian Philipp


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