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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Löwen kommen mit Platz ganz gut hin
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Leserbrief von Tess Gerschler Keine artgerechte Haltung″ (Ausgabe vom 24. August) mit Bezug auf den Artikel 300 000 Euro für die Osnabrücker Löwen″ (Ausgbe vom 8. August).

Ich liebe Löwen und hatte auch schon auf zahlreichen Fotosafaris in Afrika (Serengeti, Ngorongoro Park, Krüger National Park, Etosha Pfanne und auf einer Farm in Südafrika, auf der die Tiere nicht zum Abschuss freigegeben sind) die Gelegenheit, Rudel mit über 20 Tieren über längere Zeit in freier Wildbahn zu beobachten. Dabei fiel mir auf, dass die Löwen den größten Teil des Tages schlafend im Schatten verbringen und sich nur dann bewegen, wenn die Sonne wandert und ihren Pelz wärmt. Einmal konnte ich beobachten, dass lediglich zwei Löwinnen eines Rudels ein Zebra rissen und dann der Rest des Rudels hinzukam, um das Tier zu fressen, während die Zebraherde ruhig zuschaute.

Die Zebras fühlten sich offenbar sicher, weil Löwen nicht aus reiner Mordlust wahllos Beute machen, sondern immer nur ein Tier jagen, das sie dann an Ort und Stelle verzehren. Danach ist ihr Hunger für die nächsten ein bis zwei Tage gestillt, und sie geben sich wieder ihrer Lieblingsbeschäftigung hin: dem Verdauungsschlaf.

Der Bewegungsradius dieser Tiere ist nur bei der Jagd etwas größer, wobei sich die Tiere aber auch nicht verausgaben, sondern schnell erkennen, ob die Jagd erfolgreich enden wird oder nicht. Wenn die Tiere eines Rudels satt sind, liegen sie faul auf einer Fläche zusammen, die auch für 20 Tiere nicht wesentlich größer ist als die Fläche, die den Löwen zurzeit im Zoo zur Verfügung steht. Löwen sind in der Regel faul und bewegen sich nur, wenn der Hunger sie treibt. […] Da die Löwen im Zoo regelmäßig ihr Futter bekommen, brauchen sie nicht zu jagen und kommen deshalb mit dem Platz, der ihnen schon jetzt zur Verfügung steht, ganz gut hin.

Das Löwenhaus könnte allerdings größer sein, zumal man ja wieder züchten will. Übrigens werden Zootiere so gut wie nie wieder ausgewildert. Man gibt Tiere weltweit an andere Zoos weiter, um Inzucht zu vermeiden. […] Die einzigen Tiere, die ich im Zoo nicht halten würde, sind Afrikanische Elefanten, denn die leben normalerweise in riesigen Herden und sind fast ununterbrochen auf der Wanderschaft. So große Flächen hat kein Zoo, um diese Tiere artgerecht halten zu können.

Da die meisten Menschen keine Gelegenheit haben, in Afrika, Asien oder Südamerika wilde Tiere in der freien Natur zu beobachten, sind Zoos und gerade der Osnabrücker Zoo eine gute Gelegenheit, diese Tiere kennenzulernen. […]″

Gotho Ley
Bad Rothenfelde

Bildtext:
Weil sie hier nicht jagen müssen, haben die Löwen im Zoo nach Ansicht unseres Lesers genug Platz.
Foto:
Archiv/ Ebener
Autor:
Gotho Ley


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