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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Einkauf mit Hindernissen
Zwischenüberschrift:
Bürgerforum diskutiert beschwerlichen Fußweg zum Marktkauf
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Einkaufen gehen zu Fuß? Das passt offenbar nicht so ganz zum Konzept von Marktkauf im Osnabrücker Stadtteil Nahne. Und viele Kunden, die mit dem Auto vom Nahner Feld her auf den Parkplatz des großen Geschäfts einbiegen, rechnen kaum damit, dass ihnen von der Böschung her Fußgänger in die Quere kommen.

Doch spätestens seit es die Siedlung Auf dem Stadtfelde″ auf der anderen Seite der Autobahn 30 gibt, machen sich Eltern und Kinder von dort aus auf den Weg zum Einkaufen, ohne ein Auto zu benutzen erleben dabei jedoch sehr viele Autos. Das fängt beim Überqueren der schmalen Autobahnbrücke mit einem akustischen und optischen Erlebnis an. Es folgt ein Abschnitt, der von Bäumen gesäumt ist. Dann geht es links die Böschung hinunter direkt über die Zufahrt. Dieser Weg zum Marktkauf erweist sich als beschwerlich und riskant.

Jörg Tiemann, der in der neuen Siedlung lebt, erinnerte im Bürgerforum Nahne daran, dass er und seine Nachbarn spätestens mit dem Umbau des Marktkaufs vor zwei Jahren mit Verbesserungen gerechnet hatten in Form eines Fußgängerweges statt einer rutschigen Böschung und einer sicheren Überquerung zum Lebensmittelgeschäft.

Tatsächlich hatte die Stadt damals einen Teil der Böschung gerodet offenbar in der Erwartung, dass Marktkauf einen Übergang für Fußgänger schafft. Daran erinnerte sich auch Thomas Niemann, CDU-Politiker aus dem Stadtteil. Aber das Vorhaben ist offenbar in Vergessenheit geraten.

Ein leeres Versprechen?

Jörg Tiemann rief eine Begehung mit mehreren Akteuren in Erinnerung: Er ist sich sicher, dass Edeka der Betreiber von Marktkauf einen Fußweg versprochen hat: Es waren alle dabei! Und: Die Stadt habe zugesagt, dass der Antrag auf den Umbau nur genehmigt werde, wenn ein Fußgängerweg im Antrag enthalten sei. Aber Stand der Dinge sei immer noch: Eine Überquerung ist schwer möglich.″ Er fragte: Warum hat sich noch nichts getan?

Der städtische Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen″ stellte fest, es habe für die Erteilung der Baugenehmigung für den Umbau des Marktkaufgebäudes für den Betreiber keine Verpflichtung gegeben, einen Weg anzulegen. Aber: Die Stadt Osnabrück hat schon zweimalig eine entsprechende Errichtungsvereinbarung an die Edeka-Gruppe geschickt, bisher jedoch ohne positive Rückmeldung. Eine weitere Anfrage ist Anfang September 2019 erfolgt.″ Stadtbaurat Frank Otte versprach: Wir haken noch mal nach.″ Sollte auch dieses Mal nichts dabei herauskommen, sieht Otte diese Möglichkeit: Dann machen wir das selbst.″ Aber zunächst seien die Politiker gefragt: Sie müssten entscheiden, ob die Verwaltung einen Weg planen und bauen solle.

Bildtext:
Viele Autos rund um den Marktkauf Nahne: Kunden, die aus einer benachbarten Siedlung zu Fuß einkaufen wollen, klagen über einen beschwerlichen Weg.
Foto:
Archiv/ David Ebener
Autor:
Jann Weber


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