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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Nachhaltigkeitspreis: Wie gut kennt die Jury die Stadt?
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Eine Leserbriefmeinung zum Thema Stadtentwicklung, u. a. zum Artikel Osnabrück , nachhaltigste Großstadt Deutschlands′″ (Ausgabe vom 9. August).

Der Preis, den Osnabrück als , nachhaltigste Großstadt Deutschlands′ erhalten hat, ist sicher eine gute Sache. Jedoch sollte man genau hinschauen und sich fragen, wie gut das Preisgericht die Stadt wirklich kennt.

Die zitierten acht strategischen Entwicklungsziele, tatsächlich von 2015, waren nicht wirklich engagiert. Hinsichtlich der beim , Masterplan Innenstadt′ aufgrund von Bürgerbeteiligung erarbeiteten Punkte ist zu fragen, wann und ob überhaupt sie umgesetzt werden.

Die Erstellung eines Solardachkatasters ist natürlich lobenswert. Tatsächlich sind jedoch nicht wirklich viele Solardächer zu sehen. Positiv ist sicher, dass bei einigen Bebauungsplänen ökologische Standards vorgeschrieben sind.

Die Einführung der Batteriebusse ist insofern grenzwertig, als dass Herstellung und Entsorgung der Batterien nicht besonders umweltfreundlich vonstatten- gehen. Die Einführung einer Stadtbahn wäre deutlich ökologischer, da hier auch erfahrungsgemäß mehr Menschen mitfahren als in jeder Art von Bus und somit nicht mehr Auto fahren. Ansonsten schlägt negativ zu Buche, dass immer noch viele Lastwagen durch die Stadt fahren.

Der viel gelobte neue Radweg fällt auch dadurch auf, als dass das entlang der Schlachthofstraße führende Stück sehr breit ist und den angrenzenden Bäumen Fläche wegnimmt. Ansonsten sollte noch mehr für Rad- und Fußverkehr getan werden. Weitere Ziele könnten sein die Einrichtung und der Schutz von Frischluftschneisen und Schaffung von mehr Grünflächen durch Entsiegelung sowie Begrünung von Fassadenflächen, damit vor allem die Temperatur erträglich bleibt.

Sinnvolle Stadtentwicklung scheint in Osnabrück generell keine einfache Sache zu sein. Wie sonst wäre unter anderem zu erklären, dass auf dem Neumarkt Betonplatten eingesetzt werden sollen, obschon bekannt wurde, dass das identische Pflaster auf dem Rosenplatz nicht funktioniert? Offensichtlich ist diese Konstruktionsart nicht ausreichend untersucht worden. Möglicherweise wäre es sinnvoll, Betonplatten auf einer dicken bewehrten Unterbetonschicht zu verlegen oder gleich auf den bewährten Asphalt zu setzen. Die Fahrbahnen für Busse könnten ja schmal gehalten werden, da der Autoverkehr ohnehin am besten ausgeschlossen wird.

Ansonsten sollte der zentrale Platz für Fußgänger gut durchlässig sein und zwei Schienenstrecken für die Stadtbahn vorgesehen werden, die ein Rasengleis erhalten könnten.

Dass das Altenheim auf dem Ledenhof abgerissen wird, sollte auch als Chance gesehen werden, könnte die gesamte Ledenhoffläche doch als zentrale Station für die Stadtbusse genutzt werden. Ein umweltfreundlich geplanter Neubau auf der Fläche des jetzigen Altenheims könnte so umgesetzt werden, dass die Busse nicht stören. Die Straßenbreite des Neuen Grabens könnte reduziert und für Fußgänger besser durchgängig zum Schlosspark hin angelegt werden.

Der vertrocknete Kirschbaum am Hauptbahnhof stimmt nachdenklich, wie umweltfreundlich unsere Stadt eigentlich ist. Der Umweltschutz sollte vor allem vor dem Hintergrund des Klimawandels durch gezielte Öffentlichkeitsarbeit noch stärker ins Bewusstsein der Osnabrücker gerückt werden.″

Stefan van Lente
Osnabrück
Autor:
Stefan van Lente


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