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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wie der Strom durch Voxtrup fließt
Zwischenüberschrift:
Pläne für 380-kV-Leitungen in Osnabrück beschäftigen Bürgerforum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Fließen schon 380 Kilovolt durch die Höchstspannungsleitung von Westerkappeln nach Voxtrup? Wie steht es um die Pläne für neue Leitungen von Gütersloh und nach Wehrendorf? Die Stadtverwaltung brachte Antworten mit in das Bürgerforum Voxtrup.

Die Voxtruperin Claudia Hansmann hatte nach dem Stand der Dinge gefragt. Stadtplaner Franz Schürings berichtete, der Dortmunder Netzbetreiber Amprion habe der Stadt Osnabrück mitgeteilt, dass nach der Umbeseilung der Masten von Lüstringen nach Westerkappeln inzwischen ein Stromkreis von 220 Kilovolt auf 380 Kilovolt umgestellt worden sei. Wann der zweite 380-Kilovolt-Stromkreis in Betrieb genommen wird, hänge von der Umsetzung des geplanten Netzbauprojektes von Gütersloh zur Umspannanlage Lüstringen in Richtung Wehrendorf ab. Und die befindet sich derzeit im Raumordnungsverfahren. Derzeit geht es um die Frage, ob die Trasse durch Lüstringen oder durch Bissendorf führen wird. Darüber hatte das Bürgerforum für Darum/ Gretesch/ Lüstringen in der vergangenen Woche diskutiert und das Signal erhalten, dass die Chancen für die Variante außerhalb des Stadtgebietes gestiegen sind.

Was die Höchstspannungsleitung von Gütersloh nach Voxtrup angeht, hat Amprion kürzlich den zunächst geplanten Trassenkorridor über den Sandforter Berg verworfen. Den Grund beschreibt die Stadtverwaltung so: Sowohl bei einer offenen als auch bei einer geschlossenen Bauweise wird eine Erdkabelführung in der Wasserschutzzone II aufgrund des porösen Gesteins und des notwendigen Eingriffs in den Wald als zu kritisch angesehen.″Stationen brauchen Platz

Stattdessen plant Amprion nun mit zwei anderem möglichen Varianten weiter und zieht dabei wie die Stadtverwaltung weiß die kürzere vor. Die Engstelle südlich der Bauerschaft Düstrup soll demnach erdverkabelt werden. Dies bedeute, dass Amprion für den Streckenabschnitt von Lüstringen nach Melle zwischen der Bauerschaft Düstrup und dem Sandforter Berg keine Kabelübergabestation mehr plant.

Wo genau aber eine solche Anlage als Übergang zwischen Erdkabel und Freileitung stehen soll offenbar südlich der Autobahn 30 ist der Stadtverwaltung demnach noch nicht bekannt. Und: Offen sei, ob die Bauerschaft Düstrup für den Nordteil der geplanten 380-Kilovolt-Höchstspannungsleitung vom Lüstringen nach Wehrendorf als Standort für eine Kabelübergabestation dann noch infrage kommen könnte″. Die Stationen nehmen viel Platz in Anspruch.

Dass überhaupt die Erdverkabelung ins Spiel kam, war noch vor wenigen Jahren kaum absehbar. Dafür hat sich die Voxtruper Bürgerinitiative Keine 380-kV-Freileitung am Teuto″ mit Erfolg eingesetzt. Daran erinnerte Wulf-Siegmar Mierke (UWG) im Bürgerforum und hob besonders das Engagement von Christine Hoefer hervor, die ebenfalls anwesend war und großen Applaus erhielt. Bürgermeisterin Birgit Strangmann würdigte die Voxtruperin so: Vielen Dank und Respekt.″

Bildtext:
Das Trinkwasserschutzgebiet am Sandforter Berg bleibt von Höchstspannungsleitungen auch unter der Erde verschont: Netzbetreiber Amprion plant jetzt mit zwei anderen möglichen Trassen.
Foto:
David Ebener
Autor:
Jann Weber


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