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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
250 Hektar wertvolle Natur
Zwischenüberschrift:
Alle geschützten Biotope auf einen Klick
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der Steinbruch auf dem Westerberg, die Quelle am Moskaubad und die Dütemäander in Hellern haben etwas gemeinsam: Sie gehören zu den 830 gesetzlich geschützten Biotopen in Osnabrück. Die Stadt hat sie in den vergangenen Jahren alle erfasst und jetzt auf einer Internetseite der Stadt aufgelistet.

Das Bundesnaturschutzgesetz stellt Teile von Natur und Landschaft unter Schutz, wenn sie eine besondere Bedeutung als Lebensraum für Pflanzen und Tieren haben. Im Stadtgebiet sind das zum größten Teil Nass- und Feuchtwiesen, nährstoffreiche Stillgewässer, naturnahe Abschnitte der Fließgewässer mit Erlen-Eschen-Auwald oder auch Sumpfwald.

Auf der Internetseite geo.osnabrueck.de/ biotope hat die Stadt Osnabrück alle diese Flächen eingezeichnet. Mit einem Mausklick lassen sich weitere Informationen dazu abrufen. Manche der Biotope sind winzig, etwa ein Stauteich in Wischers Holz an der Ellerstraße. Der kleine Waldtümpel ist aber als Lebensraum für Amphibien geeignet, wie der Legende zu entnehmen ist. Vereinzelt sollen an seinem Ufer die Winkel-Segge und das Scharbockskraut wachsen.

Legte man die Flächen zusammen, wären sie 250 Hektar groß″, heißt es in einer Pressemitteilung der Stadt Osnabrück. Somit bestehe das Stadtgebiet zu zwei Prozent aus geschützten Lebensräumen für Tiere und Pflanzen. Beim Blick auf den Plan fällt auf, dass es im Stadtzentrum weit und breit keine Biotope gibt und dass die größte Konzentration der rot eingezeichneten Flächen entlang der Düte in Sutthausen, Hellern und Atter zu finden ist. Unabhängig vom Biotopschutz soll die Düte als europaweit bedeutendes FFH-Gebiet unter Schutz gestellt werden. Für das Verfahren ist aber der Landkreis Osnabrück zuständig.

Die Stadt weist darauf hin, wie die in ihrem Verzeichnis aufgelisteten Biotope zu behandeln sind. Naturschutz bedeute nicht, dass die Eigentümer oder Nutzungsberechtigten die Flächen komplett in Ruhe lassen müssen″. Nutzung sei erlaubt, die Naturwerte dürften aber auf keinen Fall zerstört oder geschädigt werden. Verboten ist es zum Beispiel, eine Drainage zu legen oder einen Graben zu vertiefen, wenn ein Biotop damit trockengelegt wird. Das gilt auch, wenn sich der Graben gar nicht direkt im Biotop befindet. Eine Information für die Eigentümer und Nutzungsberechtigten soll in Kürze herausgehen.

Bildtext:
Die Düte-Mäander in Hellern gehören zu den geschützten Biotopen.
Foto:
Rainer Lahmann-Lammert
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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