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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Dürreresistente Bäume für Osnabrück?
Zwischenüberschrift:
CDU-Fraktion fordert Anpassung / Verwaltung hat schon reagiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Angesichts der zweiten langen Dürreperiode in zwei Jahren stellt die Osnabrücker CDU-Fraktion die Forderung auf, bewährte Pflanzlisten zu prüfen und möglicherweise nicht-heimische Baumarten zu pflanzen. Was hält die Verwaltung davon?

Wir erleben in der Stadt Osnabrück in diesem Jahr zum zweiten Mal in Folge den Klimawandel hautnah″, heißt es in der Pressemitteilung. Die seit dem Frühjahr andauernde Dürre lasse jeden erkennen, wie sehr die Grünanlagen und die Stadtbäume unter dem Wassermangel leiden. Das sei ein Trauerspiel″, zitiert die Pressemitteilung Verena Kämmerling, die umweltpolitische Sprecherin der CDU-Ratsfraktion.

Kämmerling fordert nicht nur die Neuanpflanzung von Stadtbäumen, sondern möglicherweise auch einen Umbau des Stadtgrüns″. Die Verwaltung solle die altbewährten Pflanzlisten daraufhin prüfen, welche Baum- und Gehölzarten dauerhaft geeignet seien, unter schwierigen Bedingungen klarzukommen. In diesem Zusammenhang nennt sie nicht-heimische Baumarten wie den Französischen Ahorn oder die Hopfen-Buche.

Für Anpflanzungen in der Hasestadt ist der Osnabrücker Service-Betrieb zuständig. Dessen Sprecherin Katrin Hofmann reagiert gelassen. Die von der CDU-Fraktion genannten Baumarten haben wir bereits gepflanzt.″ Ein Ausschnitt aus dem Baumkataster, den Hofmann unserer Redaktion zur Verfügung stellt, zeigt zwölf Hopfen-Buchen und zwei Französische Ahornbäume im Stadtgebiet.

Konzept zum Jahresende

Die Stadt reagiert nicht erst seit dem Trockenheitsjahr 2018 auf die veränderten Umweltbedingungen zum Schutz und Erhalt des Baumbestandes″, sagt Katrin Hofmann. Beispielhaft dafür sei die Anpflanzung von Straßenbäumen, die wegen des geringen Wurzelraums und der unzureichenden Wasserzufuhr ohnehin unter Extrembedingungen leben. Daher pflanzt die Stadt Osnabrück bereits seit 1986 alle neuen Straßenbäume nur in ausreichend groß bemessenen Pflanzgruben, die ein spezielles Pflanzsubtrat enthalten, um das Wurzelwachstum dauerhaft zu unterstützen.″

Im Jahr 2017 habe der Rat der Stadt Osnabrück darüber hinaus die Umsetzung der Klimaanpassungsstrategie″ beschlossen und die Verwaltung damit beauftragt, die darin enthaltenen Schlüsselmaßnahmen umzusetzen. Eine dieser Schlüsselmaßnahmen ist die Erstellung eines Stadtbaumkonzepts und das soll laut Katrin Hofmann Ende dieses Jahres vorliegen. Die Stärkung der Vielfalt des Baumbestandes ist eine zentrale und wichtige Zielsetzung.″ Das Konzept sehe nicht nur eine Erhöhung des Baumanteils″ vor, sondern auch Maßnahmen, die zur Verbesserung der Resistenz des Stadtgrüns gegenüber Extremwettern beitragen.

Forscher: Rchtiger Weg

Der OSB weiß um die Herausforderungen und macht schon wirklich gute Arbeit″, bestätigt Jürgen Bouillon, Professor für Gehölzverwendung an der Hochschule Osnabrück. Grundsätzlich sei es richtig, das städtische Gehölz der Klimaentwickung anzupassen, denn die lasse erwarten, dass hierzulande in 50 Jahren ein Klima wie in Rom herrschen werde. Die Politik neigt zu einfachen Antworten, aber die Herausforderungen des Klimawandels sind viel komplexer, als dass sie mit ein paar neuen Baumarten bewältigbar wären″, sagt Bouillon. Der OSB ist meiner Ansicht nach auf dem richtigen Weg allerdings muss man ihn dafür auch mit ausreichend finanziellen Mitteln ausstatten.″

Bildtext:
Rüstiger Baum: Die von der CDU-Fraktion geforderte Hopfenbuche wurde schon an einigen Orten in Osnabrück gepflanzt hier drei Exemplare am Heger-Tor-Wall.
Foto:
Hendrik Steinkuhl
Autor:
Hendrik Steinkuhl


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