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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Autos rasen wieder über den Westerberg
Zwischenüberschrift:
Verkehrskonzept frühestens im Herbst
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Seit die Berliner Kissen am Westerberg wieder abgebaut wurden, hat der Autoverkehr in der Osnabrücker Gluck- und Händelstraße wieder deutlich zugenommen. Auf der Tagesordnung des Stadtentwicklungsausschusses am Donnerstag war zwar ein neues Verkehrskonzept angekündigt doch das kommt frühestens im Herbst.

Zweimal hatte der Runde Tisch Westerberg in diesem Jahr zu dem Thema getagt jeweils unter Ausschluss der Öffentlichkeit. Seit die Berliner Kissen auf der Gluck- und Händelstraße Anfang des Jahres wieder abgebaut wurden, weil es Probleme mit den durchfahrenden Rettungswagen gab, rasen die meisten Autos dort wieder. Tempo-30-Zone

Michael Frehn vom Büro Planersocietät aus Dortmund stellte die Ergebnisse der Messungen vor: Mit den Berliner Kissen sei der Verkehr auf der Gluck- und Händelstraße von 8000 bis 9000 Kraftfahrzeugen täglich auf 6600 zurückgegangen. Noch deutlicher war die Geschwindigkeitsreduzierung: Im Schnitt fuhren 85 von 100 Fahrzeugen maximal 31 Stundenkilometer schnell; Planer sprechen dabei von der sogenannten v85-Geschwindigkeit.

Heute, ohne die Verkehrsbuckel, liegt die v85-Geschwindigkeit dort bei satten 49 Stundenkilometern dabei gilt in den Straßen Tempo 30. Auch das Verkehrsaufkommen hat fast wieder das alte Niveau erreicht: 7700 Autos und Laster rauschen täglich über die heimliche Westumgehung.

Der Runde Tisch war nach dem Nein in der Bürgerbefragung zur Entlastungsstraße West vor fünf Jahren ins Leben gerufen worden. Ziele waren eine Reduzierung der Lärmbelästigung für die Anwohner und der Verkehrsmengen, eine Einhaltung der Höchstgeschwindigkeit und eine Vermeidung der Verkehrsverlagerung auf das umliegende Straßennetz. Was die Stadt suche, sei eine Eier legende Wollmilchsau, so Planer Frehn. Gleichwohl hatte der Runde Tisch einige Maßnahmen diskutiert.

Zehn Tage nach der letzten Sitzung des Tisches hatte die Stadt sie Mitte Juli veröffentlicht: Auf der Gluckstraße sollen Verkehrsinseln zu einer Entschleunigung führen, und Einmündungen sollen optisch hervorgehoben werden, etwa durch Schachbrettmuster wie vor dem Theater. Außerdem sind Fahrbahnverengungen ohne Beeinträchtigungen für Radfahrer angedacht, und es soll häufiger geblitzt werden. Als aufwendigere Projekte stehen ein Umbau des Knotenpunkts Gluckstraße/ Sedanstraße im Raum und nächtliche Durchfahrtssperren, etwa durch bewegliche Poller.

Doch eine Beschlussvorlage hatte die Stadtverwaltung dem Ausschuss noch nicht mitgebracht. Das solle zur nächsten Sitzung am 19. September geschehen, kündigte Stadtbaurat Frank Otte an. Endgültig über konkrete Maßnahmen entscheiden kann der Rat dann frühestens in seiner Sitzung am 1. Oktober. Wir müssen das behutsam entwickeln, da derzeit ja auch die Rheiner Landstraße gesperrt ist″, sagte die Ausschussvorsitzende Anette Meyer zu Strohen (CDU) mit Blick auf die zweijährigen Bauarbeiten in der Reiner Landstraße.Anwohner verärgert

Anwohner hatten nach der letzten Sitzung des Runden Tisches Anfang Juli erheblichen Unmut geäußert, sie würden mit etwas Farbe auf der Fahrbahn und kleineren Einbauten abgespeist. Und der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) erklärte den Runden Tisch für gescheitert″. Die Anwohner zu entlasten, ohne die umliegenden Bereiche zu belasten, ist ein Ding der Unmöglichkeit″, sagte auch jetzt noch einmal BOB-Mitglied Steffen Grüner.

Bildtexte:
Nur noch Flecken auf der Gluckstraße erinnern an die Berliner Kissen.
Anfang des Jahres waren die Berliner Kissen in der Gluckstraße wieder demontiert worden. Seitdem rasen Autos dort wieder.
Fotos:
Martina Grothe, Archiv/ Jörn Martens
Autor:
Sandra Dorn


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