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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Wo laufen sie denn?
 
Bedrohten Tierarten auf der Spur
 
Zwergotter: DrolligeSchwimmer in Gefahr
 
Sandkatzen Wüstentier auf leisen Pfoten
 
„Pfeifen verboten!″
 
Schimpansen in Gefahr
Zwischenüberschrift:
Gute Jäger und seltene Tiere: Die Wildhunde
 
Klasse! Kids-Reporter im Zoo
 
Zu Gast bei den Flachlandtapiren, die durch ein besonderes Projekt geschützt werden
 
Von der Zerstörung ihres Lebensraumes bedroht
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
OSNABRÜCK. Nach dem Wildhunden haben wir leider vergebens Ausschau gehalten. Denen war es wohl zu ungemütlich. Die guten Jäger sind 80 bis 90 Zen imet er groß und wiegen rund 36 Kilogramm. Wildhunde lebeneigentlich in der afrikanischen Savanne. Dort leben sie in Rudeln von 10 bis 15 Tieren. Sie fressen in freier Wildbahn kleine Antilopen, Gazellen und kleine Zebras. Sie sind sehr schlaue Jäger und kommen drei bis vier Wochen ohne Nahrung aus. Es gibt nur noch ungefähr 4000 Tiere, deswegen gehören die Wildhunde zu den bedrohten Tierarten″, sagt Tierpfleger Tobias Klumpe. Durch Krankheiten wie die Tollwut, aber auch durch den Verlust ihres Lebensraumes sind die Großsäugetiere sehr selten geworden.″

OSNABRÜCK. Wie wichtig Artenschutz ist, haben Schüler der Antoniusschule Holzhausen im Osnabrücker Zoo erfahren: als Klasse! Kids-Reporter haben sie sich auf die Spuren bedrohter Tierarten begeben und anschließend Artikel überi hre Einblicke geschrieben.

Einmal wie richtige Reporter vor Ort recherchieren, das wollten die Kinder der Schülerzeitungs-AG. Gemeinsam mit Lehrerin Andrea Ostermann, Biologin Dr. Ute Magiera vom Zoo und Redakteurin Kristina Schwarte von der Neuen OZ machten sich die Schüler an die Arbeit. Mit Stiften und Schreibblöcken bewaffnet″, statteten sie zahlreichen bedrohten Tieren einen Besuch ab. Bei den Tapiren durften sie sogar mit ins Gehege. Die fühlen sich ganz rau an″, sagte ein Schüler, nachdem er einem Tapir über den Rücken streicheln durfte. Beeindruckt vom Umfang der Tiere, erfuhren die Schüler viele Details aus dem Leben der Tapire. Gefestigt wurde das neu gewonnene Wissen anschließend im kleinen Hörsaal″ des Zoos. Ute Magiera erklärte hier unteranderem, warum Tapire in ihrer Heimat überhaupt gejagt werden. Weiter ging es im Anschluss zu den Gehegen der Sandkatzen, Otter, Wildhunde sowie der Schimpansen. Immer wieder staunten die Kinder über die Fähigkeiten der Tiere. Gleichzeitig waren sie bestürzt über das Schicksal der bedrohten Arten. Mit ihren Artikeln, die sie in der Schülerzeitungs-AG verfassten, wollen sie über die Situation der Tiere aufmerksam machen und zeigen, dass es wichtig ist, behutsam mit unserer Natur umzugehen.

OSNABRÜCK. Die Zwergotter schwimmen im Osnabrücker Zoo im Luxus. Ihre Anlage ist nämlich die größte Anage Europas. Einige Wasserfälle, eine Stromschnelle und viele Pflanzen verschönern das Gehege. Die Otter haben auch ein riesiges Haus für sich. Durch kleine Löcher können sie rein-und rausflitzen. Die 15 Osnabrücker Zwergotter fühlen sich in ihrer riesigen Anlage sehr wohl″, sagt Tierpfleger Tobias Klumpe. Auf unsere Frage, was denn die Zwergotter so fressen, antwortete Klumpe: Fisch, Schnecken und Muscheln. Am liebst fressen sie aber Fleischklößchen.″Aber so gut, wie es den Zwergottern im Zoo Osnabrück geht, geht es ihnen in der freien Natur nicht. Auch die Zwergotter stehen auf der Roten Liste der bedrohten Tierarten. Durch den Verlust ihres Lebensraums kommen sie in der Natur nur noch selten vor.

OSNABRÜCK. Die Sandkatzen im Zoo Osnabrück heißt Naji und Asahra. Das Männchen Naji ist sieben Jahre alt, Asahra, das Weibchen, ist fünf Jahre alt. Beide Tiere kommen aus einem Zoo in Katarin Saudi-Arabien. Das liegt auf dem asiatischen Kontinent.„Am Anfang waren die beiden Sandkatzen sehr schüchtern″, berichtet Tierpfleger Tobias Klumpe. Der Grund hierfür ist, dass sie aus einem Privatzoo stammen, in dem keine Besucher zugelassen waren. Mittlerweile haben sie sich jedoch sehr gut eingelebt″, bestätigt Klumpe. Am liebsten essen die Sandkatzen, die etwa genauso groß sind wie normale Hauskatzen, kleine Beutetiere. Tobias Klumpe sagte: Am Tag bekommen sie zwei bis drei Mäuse, eine Ratte und einige Küken.″ Bei unserem Besuch waren die beiden sehrgemütlich, und sie sahen sehrniedlich aus. Wisst Ihr, warum die Sandkatzen eigentlich stark vom Aussterben bedroht sind? Die Sandkatzen sind immer noch häufig Opfer bei der Sportjagd. Sie werden auch mit Giftködern gejagt, um ihre sandfarbenen Felle im Pelzhandel anbieten zu können. Diese Verfolgung ist in vielen Regionen illegal leider halten sich nicht alle an das Verbot.

OSNABRÜCK. Wusstet Ihr, dass das Pfeifen in einem Tapirgehege verboten ist? Die Tapire verständigen sich nämlich durch Pfeifen. Sie unterscheiden in Lautstärke, Tonhöhe und Länge. Diese wichtige Information bekamen wir gleich zu Beginn vom Tierpfleger mitgeteilt. Das ist ja spannend″, sagt Michelle, als sie erfährt, dass sie heute im Gehege der Tapire sein darf. Bei der Führung haben wir viel über die Flachlandtapire herausgefunden: Sie zählen zu den Pflanzenfressern, die vorwiegend weiche Nahrung zu sich nehmen, wie zum Beispiel Bananen, Pfirsiche, Trauben, Äpfel, Fenchel und Gurken. Pro Tag fressen die Tapireim Zoo Osnabrück circa 50 Kilogramm Futter. Die Tapire sind liebe Tiere und richtig süß!″, schwärmen die drei Autoren nach der Begegnung mit den Tieren. Besonders das Jungtier Diego hat es den Dreien angetan.Tapire sind übrigens Vegetarier. Sie rupfen mit ihrem Rüssel Blätter und Zweige von den Bäumen. Außerdem fressen sie Früchte, Gras und Sumpf- oder Wasserpflanzen. Flachlandtapire stehen auf der sogenannten Roten Liste der bedrohten Tierarten. Die Tiere werden zum einen gejagt, und zum anderen wird ihr Lebensraum vom Menschen zerstört. Der Zoo Osnabrück setzt sich seit 2003 mit dem Tayja-Saruta-Tapir-Schutzprojekt ganz besonders für die Flachlandtapire ein. Es gibt eine Zusammenarbeit mit der Gemeinde Sarayacu in Ecuador. Das Ziel des Projektes ist es, die Jagd von Flachlandtapiren zu stoppen und den Menschen beim Aufbau von Geflügel- und Fischzuchten zu helfen. Es werden Schutzgebiete eingerichtet, und Wildhüter betreuen die Gebiete.

OSNABRÜCK. Mit neugierigen Blicken begrüßten uns die Schimpansen in ihrem neuen Gehege. Es ähnelt ihrem wirklichen Lebensraum, dem Urwald in Afrika. Sie haben viel Platz zum Klettern, da sie einen großen Kletterpark″ haben. Auf dem Boden des Geheges liegen Sand und Gras. Außerdem sorgen große Baumstämme für lustigen Kletterspaß. Die Schimpansen haben ein schwarzes Fell und eine gebeugte Haltung. Sie fressen Nüsse, Blätter , Früchte und Eier. Im Notfall fressen sie auch kleine Antilopen, Buschschweine und kleine Äffchen. Bei uns bekommt jeder am Tag circa einen Fünflitereimer mit Futter zu fressen″, erklärt ein Pfleger. Ein Schimpansenbaby wiegt nach der Geburt rund ein Kilogramm. Weibchen bringen nach einer Tragezeit ein bis zwei Junge zur Welt. Der Nachwuchs bleibt in den nächsten Jahren in der Nähe seiner Mutter. Doch auch die Schimpansen sind vom Aussterben bedroht. Die Hauptursache hierfür ist die Zerstörung ihres Lebensraumes in der Heimat: zum Beispiel durch das Abholzen des tropischen Regenwaldes. Der Zoo Osnabrück versucht, das Überleben dieser Tierart mit der Teilnahme am europäischen Erhaltungszuchtprogramm″ zu sichern.

Bildtext:
Mittendrin statt nur dabei: Die Schüler-Reporter durften ganz nah an die Tiere ran und haben viel erfahren.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Steffen Kleemann, Marvin Reimann, kri, Jonas Wisniowski, Luke Westermann, Leonie Hülsmann, Lisa Hohenbrink, Mareike Bextermöller, Thien Tra Mi Van, Michelle Spohn, Madita Weiß, Gözde Cemtosun, Neele Sandkämper, Deborah Hune


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