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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Manchmal hilft auch keine Zentimeterarbeit
Zwischenüberschrift:
Wie Falschparker Müllabfuhr und Feuerwehr behindern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Zu viele Autos auf zu wenig Raum: Wer in der Innenstadt wohnt oder jemanden dort besucht, findet oft nur mit viel Mühe und nach langem Suchen einen Parkplatz. Manche Autofahrer stellen ihr Auto dann einfach ins Parkverbot und denken oft gar nicht darüber nach, dass sie damit möglicherweise die Müllabfuhr und schlimmenfalls sogar die Feuerwehr behindern.

Vor allem in den Stadtteilen Wüste, Westerberg und Weststadt sind häufig Autos zu beobachten, die links neben einem befestigten Seitenstreifen oder einer Parkbucht stehen, weil die Parkplätze am Seitenstreifen alle belegt sind man spricht auch vom Parken in zweiter Reihe″, und das ist in Innenstadtlagen zwar weit verbreitet, aber trotzdem verboten.

Nach Angaben der Stadt Osnabrück sind bis zum 31. Juli in Osnabrück insgesamt 42 706 Verwarnungen im ruhenden Verkehr erteilt worden, 1247 davon mit dem Vorwurf Sie parkten nicht am rechten Fahrbahnrand″. 2017 wurden insgesamt 74 173 und im Jahr darauf 63 352 Verwarnungen erteilt.

Während kleine und mittelgroße Autos an solchen Falschparkern meist noch vorbeigesteuert werden können, wird es für die breiten Fahrzeuge der Müllabfuhr oder der Feuerwehr schwierig. Regelmäßig werden die Mitarbeiter des Osnabrücker Servicebetriebs (OSB) mit diesem Problem konfrontiert. Unsere Mitarbeiter von der Müllabfuhr haben es tagtäglich mit Falschparkern oder mit Autos zu tun, die zu weit in die Straße rausragen″, bestätigt OSB-Sprecherin Katrin Hofmann auf Anfrage unserer Redaktion.

Meistens könnten sie sich vorsichtig an den Autos vorbeiquetschen, manchmal gelinge das aber nicht. Handelt es sich um ein städtisches Kennzeichen, dann versuchen die Mitarbeiter über die Stadt den Fahrzeughalter ausfindig zu machen, und klingeln ihn raus″, sagt Hofmann. Nur in seltenen Fällen wenn zum Beispiel der Halter nicht erreicht werden kann und das Fahrzeug der Müllabfuhr sich festgefahren hat muss der Wagen des Falschparkers abgeschleppt werden. Ist ein Straßenbereich für die Müllabfuhr nicht zu erreichen, versuchen die Mitarbeiter in manchen Fällen zu einem späteren Zeitpunkt den Müll abzuholen in allen Fällen garantiert werden kann das aber nicht.

Der OSB appelliert an die Bürger, beim Parken immer daran zu denken, genügend Platz für die Fahrzeuge der Müllabfuhr zu lassen. Doch nicht nur falsch parkende Autos, sondern auch Gegenstände auf der Straße können die Müllabfuhr behindern von Sperrmüll bis zu Sitzmöbeln, die im Sommer ins Freie gestellt werden. Manchmal stehen am Straßenrand Tische und Bänke″, sagt Hofmann.

Auch die Feuerwehr hat mit Falschparkern zu kämpfen, allerdings nicht so häufig, wie Heiko Schnitker von der Berufsfeuerwehr berichtet. Bei uns besteht bei einem Einsatz aber natürlich eine andere Dringlichkeit″, sagt Schnitker. Ist die Fahrbahn blockiert, macht die Feuerwehr mit dem Martinshorn auf sich aufmerksam. Kommt der 2, 50 Meter breite und 16 Tonnen schwere Einsatzwagen gar nicht mehr durch, versuchen die Feuerwehrleute, den Einsatzort fußläufig zu erreichen. Ist das nicht möglich, wird die Leitstelle verständigt, der Halter des parkenden Autos ausfindig gemacht und auch schon mal die Polizei gerufen. Das kommt allerdings extrem selten vor, da die Einsatzorte selten in den besonders engen Gassen liegen″, erklärt Schnitker.

Ein größeres Problem als die in zweiter Reihe parkenden Autos stellen für die Brandbekämpfer Falschparker vor Feuerwehrzufahrten dar. Als Beispiel nennt Schnitker die Wache in der Wasastraße. Es kommt vor, dass die Fahrzeuge dort aus der Garage nicht rausfahren können, weil die Einfahrt von einem Auto blockiert wird.″ Kann der Halter nicht schnell ausfindig gemacht werden, muss eine andere Wache mit einem Fahrzeug aushelfen oder das Auto abgeschleppt werden.

Und was ist, wenn Privatfahrzeuge auf einer öffentlichen Straße zugeparkt wurden, sodass der Eigentümer nicht mehr wegfahren kann? Die Stadt rät, sich in solchen Fällen an den Verkehrsaußendienst des Fachbereichs Bürger und Ordnung zu wenden. Nach Angaben der Stadt führt dieser an allen Wochentagen zu unterschiedlichen Zeiten im gesamten Stadtgebiet Kontrollen durch insbesondere auch zu besonderen Veranstaltungen wie der Maiwoche, dem Weihnachtsmarkt oder Flohmärkten.

Übrigens: Wer sein Auto unzulässig auf Geh- und Radwegen oder in zweiter Reihe parkt, soll zukünftig bis zu 100 Euro zahlen müssen. Das sehen die Pläne von Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) vor. Bisher müssen Falschparker lediglich 15 bis 30 Euro zahlen. Die Erhöhung soll noch in diesem Jahr in den Bußgeldkatalog aufgenommen werden.

Bildtext:
In manchen Straßenzügen bleibt der Müllabfuhr nicht viel platz, um an den Autos vorbeizukommen. Ein Falschparker kann die Passage sogar unmöglich machen.
Foto:
OSB
Autor:
Olga Zudilin


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