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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Doppelter Affennachwuchs im Zoo Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Geschlecht und Namen stehen noch nicht fest
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Gleich zweimal kann sich der Osnabrücker Zoo über Affennachwuchs freuen: In der Nacht zu Mittwoch kam bei den Schimpansen ein Jungtier zur Welt, bereits Mitte Juni wurde bei den vom Aussterben bedrohten Weißscheitelmangaben ein Junges geboren.

Noch klammert sich das bislang namenlose Schimpansenbaby fest an den Bauch von Mutter Vakanga, die bis auf ihre fünfjährige Tochter Tamika auch noch kein anderes Tier der Gruppe in die Nähe des Jungtiers lässt. Dass das Baby noch keinen Namen hat, hat einen einfachen Grund: Wir wissen noch nicht, ob es ein Junge oder ein Mädchen ist″, sagt Wolfgang Festl, Tierpfleger und Revierleiter in Takamanda″. Und auf Biegen und Brechen müsse man das auch nicht sofort herausfinden. Um es zu untersuchen, müssten wir das Jungtier von der Mutter trennen das wäre aktuell zu viel Stress für beide″, sagt Tobias Klumpe, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Biologe im Zoo Osnabrück.

Für die 24-jährige Vakanga ist es das fünfte Baby, das sie zur Welt bringt. Das ist schon eine Leistung″, sagt Tobias Klumpe. Anders als in der Natur würden Schimpansen in Zoos allerdings auch früher gedeckt: Einige Tiere bekämen bereits mit acht Jahren Kinder, in der Natur liegt das durchschnittliche Alter bei der ersten Schwangerschaft eher bei zwölf oder dreizehn Jahren. Manche Zootiere würden sogar noch im Alter von 40 Jahren Junge kriegen. Die Lebenserwartung ist in Zoos allerdings auch wesentlich höher″, sagt Stumpe. In freier Wildbahn werden Schimpansen rund 35 Jahre alt, in Zoos 50 Jahre oder mehr.

Dass das Schimpansenbaby zunächst ohne seinen Vater Tatu aufwächst, hat mit Machtkämpfen innerhalb der Gruppe zu tun: Tatu steht sozusagen zwischen zwei Frauen, nämlich der betagten Lady und Vakanga, die ja nun Mutter geworden ist. Um Streitigkeiten zu vermeiden, wurden die Gruppen getrennt.

In Absprache mit dem europäischen Zuchtprogramm versucht der Zoo das Problem nun zu lösen. Eine Lösung für das Affentheater könnte ein weiteres Männchen sein, das von außerhalb in die Gruppe kommt.

Und noch ein Äffchen

Nur wenige Schritte vom Schimpansengehege entfernt hört man aufgeregte Kinderstimmen: Die hat ja ein Baby! Ja, auch die Weißscheitelmangaben haben ein Jungtier, das am 18. Juni geboren wurde und ebenfalls noch namenlos ist, da das Geschlecht noch nicht bestimmt wurde.

Weißscheitelmangaben gelten als vom Aussterben bedroht und sind in nur vier deutschen Zoos vertreten.

Während das Schimpansenbaby noch eher zurückhaltend ist, ist dieses Affenkind weniger publikumsscheu zumal Revierleiter Wolfgang Festl gerade einen Eimer Obst und Gemüse zum Frühstück serviert hat. Mit großen Augen sitzt es auf einem Baumstumpf und blickt neugierig in die Kameras der Fotografen. Wolfgang Festl nutzt die Gelegenheit, um selbst noch einmal genauer hinzusehen, und meint dann: Es ist ein Mädchen.″ Er nickt zufrieden. Da bin ich mir ziemlich sicher.″

Bildtexte:
Auch bei den Weißscheitelmangaben gibt es Nachwuchs.
So entspannt geht es bei den Schimpansen nicht immer zu. Wegen Streitigkeiten wurde die Gruppe getrennt.
Schimpansenmutter Vakanga hält ihr Junges ganz fest im Arm.
Fotos:
David Ebener
Autor:
Cornelia Achenbach


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