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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Spannender Urlaub vor der Haustür
Zwischenüberschrift:
Basislager für Wissensdurstige, Naturfreunde, Kulturinteressierte und Abenteurer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Wer wollte nicht einmal frühmorgens um 5 Uhr am Piesberg auf die Pirsch gehen? Natürlich nicht, um auf Jägerart Wild zu erlegen, sondern um herauszufinden, ob in der Gegend rund um den Stüveschacht vielleicht ein Fuchs schnürt oder Rehe auf Nahrungssuche sind. Nicht umsonst heißt ein Ort, der früher von der Osnabrücker Steinindustrie genutzt wurde, Vosslinke″, das ist die plattdeutsche Bezeichnung für Fuchskuhle″. Heute steht an diesem Ort ein alter Eisenbahnwaggon, der jetzt für neun Tage zum zentralen Treffpunkt für Wissensdurstige, Naturfreunde, Kulturinteressierte und Abenteurer wird, wenn dort das Basislager Piesberg″ aufgeschlagen wird.

Der Piesberg ist der höchste Berg im Raum Osnabrück. Wer ihn erklimmen will, startet vom Basislager aus″, erklärt Imke Wedemeyer vom Piesberger Gesellschaftshaus, die das Konzept für die Aktion entwickelt hat. Im Grunde haben wir das Konzept zusammen mit Besuchern und interessierten Leuten gemacht. Der Eisenbahnwaggon auf der Vosslinke dient ja schon seit über einem Jahr als Ideenschmiede. Jeder der wollte, konnte mit seinen Vorschlägen dazu beitragen, dass hier spannende Sachen passieren″, erklärt Wedemeyer. So passiert es jetzt also, dass Besucher am kommenden Sonntagmorgen um 5 Uhr der Natur auf die Spur″ kommen, wenn sie mit dem Tierpräparator und Jäger Walter Galisch auf die Suche nach Fuchs und Co. gehen.

Die Pirsch ist einer von 50 Programmpunkten, die zwischen dem 3. und 11. August zum Mitmachen einladen. Mit einem Workshop, bei dem der Osnabrücker Künstler Frank Gillich den Teilnehmern die Kunst des Steinbildhauens vermittelt, starten die Aktivitäten des Basislagers am Samstag. Übrigens ist der Workshop die einzige Veranstaltung, für die eine Gebühr zu entrichten ist. Alle anderen Angebote sind frei, und es gilt das Prinzip des Pay After″: Wem es gefallen hat, der kann nach Abschluss einen Obolus in den Hut werfen.

Neben den Angeboten, die wie die Feldbahnfahrten, die Fossilienexkursionen oder die Entdeckungstouren durch den Stüveschacht regelmäßig stattfinden, hat Wedemeyer zusammen mit Claudia Schliemer von der Hochschule Osnabrück viele exklusive Programmpunkte organisiert. So wird der Sanitärinstallateur Christian Götz, der als Le Radiateur″ seine Kunden per Fahrrad bedient, am Samstag sein Klavier vom Schinkel zum Piesberg schieben. Mit einem Helfer und einem speziellen Rollwagen, den er extra für solche Aktionen gebaut hat, wird er sein Klavier zum Ideenwaggon schieben, damit Christian Rannenberg am nächsten Freitag darauf spielen kann. Denn für Musikfans gibt es auch Konzerte an der Vosslinke.

Den Anfang macht die Harfenistin Nicole Müller am jetzigen Sonntag sowie Viviane Kudo und Raffael de Florian am nächsten Wochenende. Bevor Pianist Rannenberg am Freitag, dem 9. August, zusammen mit dem Saxofonisten Tommy Schneller den Blues am Berg″ zelebriert, wird der Naturkenner und Pflanzenfreund noch einen botanischen Spaziergang″ rund um die Vosslinke anbieten. Abweichend zur im Programmfolder angegebenen Anfangszeit (19 Uhr) wird diese Spezialführung mit Rannenberg bereits um 18 Uhr starten.

Spannende Lesungen, Bauchladen-Theater, Wasserinstallationen, Landschaftsgeschichten, die einem verraten, was eine Lesesteinmauer″ ist, Vorträge über Osnabrücks Grüne Finger″, Tanzveranstaltungen im Piesberger Gesellschaftshaus, Führungen der Osnabrücker Dampflokfreunde, die in der ehemaligen Steinbrecheranlage an ihren Dampfrössern arbeiten, und Kunstausstellungen mit aktuellen Arbeiten von Frank Gillich und Caro Enax wer sich zum Basislager Piesberg begibt, wird nicht unter Langeweile leiden. Wie es sich für solch ein Camp gehört, kann man dort auch übernachten. Besucher von außerhalb oder Osnabrücker, die ein paar Tage Urlaub vor der Haustür machen wollen, können ihre Zelte im Kastaniengarten des Gesellschaftshauses aufschlagen. Das Ganze ist ein Pilotprojekt, das sich in der Praxis entwickeln soll. Daher gibt es noch keine Regeln, jeder kann zum Gelingen beitragen. Dazu gehört es, dass die Teilnehmer keine großartigen Ansprüche stellen und die Realisierung erst durch gemeinsame Absprachen möglich wird″, so Wedemeyer.

Bildtexte:
Viel los ist ab diesem Wochenende im Basislager an der Vosslinke am Fuße des Piesbergs.
Der Ideenwaggon in der Fuchskuhle″ wird zum Musiksalon.
Auch Viviane Kudo tritt mit Jo Schultz auf.
Fotos:
Imke Wedemeyer, Manfred Pollert
Autor:
Tom Bullmann


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