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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wie viele städtische Wohnungen sind nötig?
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker Bündnis für bezahlbaren Wohnraum findet: 80 pro Jahr sind zu wenig
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück 50 neue Wohnungen pro Jahr? Oder lieber 80? 140? Noch ist offen, mit welcher Zielvorgabe die neue kommunale Wohnungsbaugesellschaft an den Start gehen wird, die die Stadt nach dem Willen der Osnabrücker vom Bürgerentscheid gründen soll. Die Stadtwerke Osnabrück haben angeboten, die Gesellschaft unter ihrem Dach zu gründen, und trauen sich zu, 80 Wohnungen pro Jahr zu erstellen doch das reicht dem Bündnis für bezahlbaren Wohnraum nicht.

Das , Osnabrücker Bündnis für bezahlbaren Wohnraum′ erwartet bezüglich der Schaffung von Wohnraum im unteren und mittleren Preissegment deutlich höhere Zielvorgaben durch die zu gründende kommunale Wohnungsgesellschaft, als dies von der Tochtergesellschaft der Stadtwerke Osnabrück AG angestrebt wird″, schreibt die Initiative in einer Pressemitteilung. In dem von der Stadt Osnabrück in Auftrag gegebenen Wohnraumversorgungskonzept, das die Situation in den Jahren 2013/ 2014 abbildet, werden über 1530 mietpreisgünstige Wohnungen in Neubau und Bestand bis zum Jahr 2020 gefordert.″ Für Haushalte mit Niedrigeinkommen sehe die Studie eine Versorgungslücke und halte einen Wohnungsneubau für die Zeit von 2013 bis 2020 von 145 Einheiten jährlich für erforderlich.

Als die Stadtwerke kürzlich im Gespräch mit unser Redaktion ihre Ambitionen vorgestellt hatten, die Wohnungsgesellschaft unter ihrem Dach zu gründen, hat das Bündnis grundsätzlich positiv reagiert, da die Stadtwerke durch den Aufbau ihrer noch jungen Immobilienabteilung das nötige Know-how mitbringen. Jetzt schreibt das Bündnis: Die Tochtergesellschaft der Stadtwerke plant aktuell den Bau von circa 80 Wohnungen, wovon allein 50 Prozent dem hochpreisigen Segment zuzuordnen wären, 30 Prozent dem mittleren Preissegment und 20 Prozent dem niedrigen Preissegment. Eine kommunale Wohnungsgesellschaft sollte hingegen vorrangig die Schaffung von Wohnungen im niedrigen und mittleren Preissegment ins Auge fassen.″

Die Stadtwerke sagen auf Nachfrage dazu, dass sie sich derzeit noch in der Analysephase befänden, konkret geplant werde mit diesen Quoten noch nicht. Und zum Thema hochpreisig″ sagt Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer: In unserem Modell bewegt sich auch der 50-Prozent-Anteil für den ungebundenen Wohnraum in einem Bereich unter 10 Euro pro Quadratmeter und soll ebenfalls bezahlbar sein und bleiben.″ Ungebunden heißt: frei finanziert und frei vermietbar. Sozialwohnungen sind im Gegensatz dazu mit Fördermitteln finanziert und müssen zu Mieten von 5, 60 Euro an Menschen mit geringem Einkommen vermietet werden, die einen Wohnberechtigungsschein vorlegen können. Die Stadt hat außerdem je nach Lage Quoten für günstigen Wohnraum vorgegeben: Wer Mehrfamilienhäuser baut, muss 10 bis 30 Prozent der Wohnungen zu Kaltmieten bis 7 Euro pro Quadratmeter an Bezieher von Wohnberechtigungsscheinen vermieten.Grüne enttäuscht

Übrigens hatte die Stadtverwaltung kurz nach dem Bürgerentscheid selbst vorgeschlagen, dass die neue Wohnungsgesellschaft mit 40 bis 80 Wohnungen pro Jahr an den Start soll. Davon waren auch die Osnabrücker Grünen enttäuscht, wie sie am Montag in einer Pressemitteilung schreiben. Wer zudem ankündigt, nur Minimalstandards beim Klimaschutz einzuhalten, hat die Zeichen der Zeit nicht erkannt″, werden Fraktionschef Volker Bajus und die wohnungspolitische Sprecherin Anne Kura zitiert. Wichtiger als Zahlen sei den Grünen jedoch die reale Umsetzung in den nächsten zehn Jahren. Das genau macht ja die Bewerbung der Stadtwerke, den Ratsauftrag für die neue Wohnungsgesellschaft zu bekommen, so spannend″, so Anne Kura.

Für die Grünen sei es neben der Anzahl neuer Wohnungen außerdem genauso wichtig, dass diese auch gestalterische Qualität haben und dem Klimaschutz genügen.
Autor:
Sandra Dorn


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