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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Kommando zurück am Neumarkt
 
Bald halten hier wieder die Busse
Zwischenüberschrift:
Stadtwerke heben zum Schulstart Baustellen-Fahrplan auf
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Nach den Sommerferien halten die Busse wieder auf dem Neumarkt. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat auf die Stadtwerke eingewirkt, die aktuelle Baustellen-Umleitung mit Schuljahresbeginn einzustellen und den Umsteigeknoten wieder auf den Neumarkt zu verlegen. Seit dem 4. Juli halten die Busse des Nahverkehrs nicht mehr auf dem Neumarkt, denn hier sollte eigentlich schon eine Baustelle sein. Weil die Bauarbeiten verschoben sind, bedarf es auch keiner Umleitung mehr. Die Stadtwerke arbeiteten jetzt mit Hochdruck am neuen Fahrplan, der am ersten Schultag (15. August) in Kraft treten soll, teilte die Stadt mit. Absehbar ist, dass die Umstellung nicht reibungslos ablaufen wird, denn die Fahrplananzeigen können bis dahin nicht aktualisiert werden.

Osnabrück Schluss damit: Der Neumarkt wird zum Start des neuen Schuljahres wieder der zentrale Knotenpunkt im Nahverkehr. Oberbürgermeister Wolfgang Griesert hat in Abstimmung mit den Stadtwerken″ entschieden, das derzeitige Provisorium Mitte August zu beenden.

Baustellenumleitungen ohne Baustelle sind auf Dauer nicht vermittelbar″, so wird Griesert in einer Pressemitteilung zitiert. Mit Hochdruck arbeiten alle Beteiligten daran, dass die Busse zum Start des neuen Schuljahrs wieder die altbekannten Haltestellen am Neumarkt anfahren können, sodass Unannehmlichkeiten für Fahrgäste, Autofahrer, Radfahrer und Fußgänger auf ein Minimum reduziert werden.″

Ursprünglich sollte zum Ferienstart am 4. Juli der Umbau des Neumarktes beginnen. Deshalb hatten die Nahverkehrsplaner bei den Stadtwerken in einem monatelangen Prozess einen Umleitungsplan erarbeitet, der mit Ferienbeginn in Kraft trat. Gebaut wird auf dem Neumarkt vorerst aber nicht, weil plötzlich Probleme mit dem dort geplanten Betonboden aufgetreten sind. Die Stadtwerke konnten den Baustellen-Fahrplan aber nicht so kurzfristig stoppen. Deshalb müssen die Fahrgäste zurzeit an provisorischen Bussteigen im Dreieck Ledenhof/ Schloss/ Lyrastraße umsteigen. Auf dem Neumarkt halten keine Busse.

Wir haben in den ersten Tagen nach der Umstellung registriert, dass die Auswirkungen der provisorischen Verkehrsführung nicht unerheblich sind, und sofort Maßnahmen ergriffen, sodass der Verkehr nunmehr besser rollt″, so Griesert. Einige der für den Neumarktumbau notwendigen Sondierungsarbeiten werden nach seinen Angaben nun in die Sommerferien vorgezogen. Gleichzeitig erstellen die Stadtwerke einen neuen Fahrplan, der am ersten Schultag (15. August) in Kraft treten soll. Die Lyrastraße, die aktuell für den Autoverkehr gesperrt ist, wird nach Grieserts Angaben nach der Sommerpause für Autos und Radfahrer in gewohnter Weise wieder befahrbar″ sein. Gerade die Lyrastraße ist ein Knackpunkt im Umleitungskonzept, weil sich Busse und Radfahrer hier sehr nahe kommen und viele Autofahrer das Einfahrtverbot schlicht ignorieren.

Einen Nachteil wird es für die Buskunden geben, wie der Oberbürgermeister einräumt: Die digitalen Fahrpläne und Fahrgastanzeigen werden nicht bis zum Ende der Ferien neu programmiert werden können. Griesert: Das müssen wir für eine Übergangszeit in Kauf nehmen.″

Bildtext:
Nach den Sommerferien wieder Umsteigepunkt: der Neumarkt. Die Stadtwerke rücken auf Druck des Oberbürgermeistes zügig vom derzeitigen Baustellen-Fahrplan ab.
Fotos:
hin, Nadine Sieker

Kommentar
Machtwort

Das ist doch mal eine Ansage. Der Oberbürgermeister greift als Vorsitzender des Aufsichtsrates beim Neumarkt ein und sagt den Stadtwerken, was jetzt zu tun ist.

Offiziell klingt das zwar anders, aber die wohltemperierte Mitteilung der Stadt bedarf einer Übersetzung in Klartext. Der Oberbürgermeister habe in Abstimmung mit den Stadtwerken beschlossen″, dass das Provisorium zum Schulstart beendet werde, heißt es darin. Diese Formulierung schützt die Verantwortlichen bei den Stadtwerken, lässt sie ihr Gesicht wahren. Sie hatten nämlich ausführlich erklärt, warum sich der komplexe Nahverkehr nicht binnen weniger Wochen auf links drehen lasse. Nun geht es doch und die Öffentlichkeit staunt.

Wir lernen daraus: Erstens, der Oberbürgermeister zeigt Führung und Durchsetzungsstärke. Zweitens, nicht jedes rigorose Nein, das aus der Zentrale der Stadtwerke dringt, muss das letzte Wort sein.

w.hinrichs@ noz.de
Autor:
Wilfried Hinrichs


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