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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Karmann-Gläubiger bekommen zum dritten Mal Geld
Zwischenüberschrift:
Insolvenzverwalter kündigt Ausschüttung von 14 Prozent an / Weiter Meinungsverschiedenheiten mit dem Finanzamt
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück Gute Nachrichten für die Gläubiger des Osnabrücker Automobilherstellers Karmann: Zehn Jahre nach dem Insolvenzantrag der Wilhelm Karmann GmbH kündigt Insolvenzverwalter Ottmar Hermann eine dritte Abschlagszahlung in Höhe von 14 Prozent an die Gläubiger an.

In einer ersten Abschlagsverteilung im Frühjahr 2016 waren zunächst 2 Prozent und im Januar 2018 weitere 15 Prozent auf die Insolvenzforderungen der Gläubiger aus der Masse gezahlt worden. Mit der nun dritten Auszahlung sind damit 31 Prozent aller Forderungen an die Gläubiger zurückgeflossen.

Der Insolvenzverwalter geht nach eigenen Angaben davon aus, zum Abschluss des Verfahrens eine weitere Quote als Schlusszahlung ausschütten zu können. Der Abschluss hängt vom Ausgang des Ringens mit dem Fiskus ab. Hermann und das Finanzamt sind unterschiedlicher Auffassung, wie viel Geld aus der Insolvenzmasse in die Steuerkasse gehört.

Hermann hat dem Amtsgericht Osnabrück Mitte Juni den verfügbaren Massebestand angezeigt. Demnach stehen aktuell 50 Millionen Euro zur Verteilung zur Verfügung. Die angezeigten Insolvenzforderungen belaufen sich auf 358 Millionen Euro. Daraus ergibt sich die Quote von 14 Prozent.

Das Geld fließt an Lieferanten, Sozialkassen oder an Ex-Mitarbeiter, deren Gehaltsbestandteile nicht insolvenzgesichert waren und im Moment des Insolvenzantrages Teil des Verfahrens wurden. Das betrifft zum Beispiel einen Großteil der Beschäftigten, die in Altersteilzeit gegangen waren. Auch einige außertariflich bezahlte Führungskräfte haben noch Ansprüche gegen Karmann.

Es war ein ausgesprochen schwieriges Verfahren, und wir freuen uns über die hohe Quote, die wir für die Gläubiger erzielen konnten. In der Rückschau sind wir aber auch stolz, dass es gelungen ist, den Autostandort Osnabrück zu erhalten, auch wenn der Name Karmann durch den Automobilhersteller Volkswagen ersetzt worden ist.″ Mit diesen Worten wird Hermann in einer Mitteilung zitiert. Der für die gesamte Region wichtige Erhalt des Automobilstandortes sei aus wirtschaftspolitischen Gründen kaum zu unterschätzen, zumal er Strahlkraft auf zahlreiche Zulieferbetriebe ausübe. Die positive Abwicklung des Insolvenzverfahrens sei das Ergebnis einer engen und vertrauensvollen Zusammenarbeit aller Beteiligten, so Hermann. Hierzu zählen die Belegschaft, die IG Metall, VW, die Arbeitsagentur und insbesondere auch der ehemalige Ministerpräsident Christian Wulff, der sich, so Hermann, erheblich für die Beschäftigten und den Standort Osnabrück eingesetzt hatte.

Foto:
Jörn Martens
Autor:
hin


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