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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
„Überraschend aggressive Autofahrer″
 
Busfahrer beschimpft und bedroht
Zwischenüberschrift:
Aggressive Stimmung, aber kaum Verspätungen am ersten Tag der Busumleitung
Artikel:
Kleinbild
 
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Originaltext:
Osnabrück Am ersten Tag des Baustellen-Fahrplans am Neumarkt hat der Osnabrücker Nahverkehr weitgehend störungsfrei funktioniert. Stress gab es allerdings mit überraschend aggressiven Autofahrern″, wie Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer am Donnerstagabend sagte. Der Neumarkt ist seit gestern nicht mehr zentraler Umsteigepunkt des Nahverkehrs. Die Busse halten nun im Bereich Ledenhof/ Lyrastraße. Hintergrund ist der geplante Umbau des Neumarktes, der aber wegen technischer Probleme mit dem Beton verschoben ist. Die meisten Buskunden reagierten gelassen auf die Umleitungen. Unverständnis äußerte der Stadtwerke-Sprecher über Autofahrer, die Busfahrer beschimpft und bedroht hätten.

Osnabrück Es ist einer der tiefsten Eingriffe in den Osnabrücker Nahverkehr seit vielen Jahren. Doch über die Verlagerung des Busknotens weg vom Neumarkt regen sich die Fahrgäste gar nicht auf, es sind Autofahrer, die schimpfen und drohen.

Seit gestern Morgen 4.45 Uhr halten keine Busse mehr auf dem Neumarkt. Die Teilung des Busbahnhofs auf mehrere Umsteigepunkte östlich und westlich des Neumarktes verlief am Donnerstag weitgehend problemlos, so das Fazit der Stadtwerke am Abend.

Die Stadtwerke hatten am ersten Ferientag den Baustellen-Fahrplan in Kraft gesetzt, auch wenn es vorerst keine Baustelle auf dem Neumarkt geben wird. Die Umsteigeknoten befinden sich sich jetzt an der Kreuzung Lyrastraße/ Ledenhof/ Schloss, an der Möserstraße (Richtung Wittlager Land) und am Kollegienwall (Richtung Südkreis). Mobilitätsberater

Mancher Kunde wundere sich, wenn er sich nach dem Aussteigen am Ledenhof statt auf dem Neumarkt wiederfinde, sagte einer der acht Mobilitätsberater, die die Stadtwerke schon frühmorgens zu jedem der neuen Haltepunkte entsandt hatte. Der Beratungsbedarf sei hoch gewesen, es habe viele Fragen gegeben aber kaum Kritik. Die Kunden haben Verständnis für die Umleitungen″, sagte der Berater.

Wir sind mit dem ersten Tag sehr zufrieden″, so Stadtwerke-Sprecher Marco Hörmeyer. Die Verspätungen hätten sich in Grenzen gehalten″. 12 000 Flyer mit Fahrplan und Haltestellenplan brachten die Berater allein am Donnerstag unters Volk. Zuvor hatten die Stadtwerke dieselbe Anzahl von Infozettel an ihre Abokunden verschickt.

Irritationen traten dennoch immer wieder auf, wenn Auto- oder Radfahrer auf die veränderte Verkehrsführung trafen und sich orientieren mussten. An der Alten Münze beim Ledenhof benutzten viele Radfahrer die Busspur, was an der Ampel zu Konflikten führte. Auf dem Neuen Graben kam es im Autoverkehr Richtung Neumarkt zu Rückstaus bis in die Martinistraße. Manche Autofahrer fädelten sich nicht rechtzeitig auf die verbliebene Fahrspur ein und blockierten dadurch den Busverkehr.Schilder missachtet

Eng ist es für alle Verkehrsteilnehmer auf der Lyrastraße, wo sich Busse und Radler den knappen Raum teilen müssen. Gefährlich wurde es immer wieder, wenn Autofahrer trotz Verbots in die Lyrastraße einbogen.

Einige Autofahrer hätten sich dort nach den Worten von Stadtwerke-Sprecher Hörmeyer rücksichtslos und grob verkehrsgefährdend″ verhalten. Wir sind überrascht von der hohen Aggressivität mancher Autofahrer″, sagte Hörmeyer. Busfahrer berichteten, sie seien beschimpft und mit Gewalt bedroht worden.

Auf dem Neumarkt rollte der Verkehr dagegen ruhig und entspannt. Die Haltestellenschilder sind dort schon vor Tagen abgebaut worden, Tafeln weisen auf die veränderten Umsteigepunkte hin. Dennoch trieb die Macht der Gewohnheit viele Fahrgäste zu den ehemaligen Haltepunkten vor dem Wöhrl-Komplex. Unsere Berater sind immer wieder dorthin, um die Leute zu informieren″, sagte Hörmeyer.

Die Stadt hatte geplant, Mitte August mit der Neugestaltung des Neumarktes zu beginnen. Die Stadtwerke entwickelten deshalb in mehrwöchiger Arbeit einen Baustellen-Fahrplan, der bis zum Ende der Bauarbeiten in Kraft bleiben soll. Das Ende ist zurzeit nicht absehbar, denn: Die Stadt hat wegen Problemen mit dem geplanten Betonboden in der letzten Juniwoche entschieden, den Start der Bauarbeiten bis auf Weiteres zu verschieben. Die Fahrplan-Umstellung konnten die Stadtwerke nicht mehr stoppen, weil alle Einsatz- und Urlaubspläne darauf abgestimmt sind.

Bildtexte:
An der provisorischen Bushaltestelle an der Lyrastraße ist der Platz für Busse und Radfahrer knapp. Manche Autofahrer ignorierten gestern die Verbotsschilder und reagierten überraschend aggressiv″.
Neuer Graben: Es gab gestern Rückstau bis zur Martinistraße weil die Einfädlung vor der Busspur nicht immer klappte.
Neumarkt: Der Platz ist seit gestern kein Umsteigepunkt mehr. Die Busse halten dort nicht. Der Autoverkehr rollte störungsfrei.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Wilfried Hinrichs


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