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NUSO-Archiv - Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schon zum Start zwei Portalkräne
Zwischenüberschrift:
Hafen: Ausschreibung für Containerterminal läuft / Bund finanziert 22 Millionen Euro
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Um mehr Güter auf die Bahn zu bringen, bauen die Stadtwerke gemeinsam mit Partnern aus der Wirtschaft im Osnabrücker Hafen ein Containerterminal mit zwei großen Portalkränen. Die europaweite Ausschreibung für das 30-Millionen-Euro-Projekt ist seit einigen Tagen online. Baubeginn soll Ende dieses Jahres sein.

Die Pläne wurden noch einmal modifiziert, und der schon für 2017 angekündigte Baubeginn der Umschlaganlage für den kombinierten Verkehr (KV) musste mehrfach verschoben werden. Marcel Haselof, der Geschäftsführer der Terminalbesitzgesellschaft Osnabrück (TBOS), ist aber zuversichtlich, dass sich auf dem Gelände der ehemaligen Winkelhausenkaserne an der Elbestraße schon sehr bald etwas tun wird.

Nicht nur die Planer, auch die Juristen mussten einige Herausforderungen meistern, um die Osnabrücker KV-Anlage zu konzipieren. Inzwischen wurden zwei Gesellschaften gegründet: An der Terminalbesitzgesellschaft sind neben anderen Partnern die Stadtwerke Osnabrück und die Stadtwerke Dortmund beteiligt.

Die Betreibergesellschaft Containerterminal Osnabrück (CTO) steht zwar schon im Handelsregister, aber noch ist die Frage offen, wer Betreiber und Hauptgesellschafter wird. Das entscheidet sich im Wege eines öffentlichen Verfahrens, für das eine europaweite Ausschreibung auf den Weg gebracht wurde. Erst wenn der Betreiber feststehe, werde der Startschuss für den Bau gegeben, sagt Stadtwerke-Mobilitätsvorstand Stephan Rolfes.

Nach den Plänen wird das Terminal aus vier parallelen Gleisen unter einer 726 Meter langen Kranbahn bestehen. Die Koordinatoren von den Stadtwerken haben sich entschieden, das Containerterminal mit zwei großen Portalkränen starten zu lassen. Die Maschinen sind fast 60 Meter breit, bewegen sich auf Schienen, die 30 Meter auseinanderliegen, und können bis zu 58 Tonnen schwere Lasten heben.

Für die Bauzeit solcher Riesen müsse man schon ein Jahr einkalkulieren, sagt Haselof, und weltweit gebe es nur fünf Hersteller, die sich darauf spezialisiert hätten. Ursprünglich war vorgesehen, mit nur einem Portalkran zu starten. Der zweite wäre dann bei einem wachsenden Güteraufkommen zu einem späteren Zeitpunkt bestellt worden. Davon hätten die Berater der Duisport Consult abgeraten, heißt es bei den Stadtwerken, denn die Bauarbeiten könnten den Betrieb der Anlage beeinträchtigen. Deshalb gehen die Planer gleich in die Vollen, womit sich die Gesamtkosten erhöhen.

30 Millionen Euro werden inzwischen für den Bau der KV-Anlage kalkuliert. Den größten Teil davon zahlt der Bund. Schon im November haben die Stadtwerke den Zuwendungsbescheid vom Verkehrsministerium über 22 Millionen Euro erhalten.

Das Containerterminal liegt zwar an der Elbestraße, wird aber über den Emsweg und den Fürstenauer Weg ans Straßennetz angeschlossen. Stadtwerke-Vorstand Stephan Rolfes rechnet damit, dass Speditionen in einem Einzugsbereich von 50 bis 70 Kilometern die Einrichtung nutzen werden. KV-Anlagen ähnlicher Größenordnung gibt es auch in Bielefeld, Dörpen und Bremen, eine kleinere Anlage außerdem in Rheine.

Bildtext:
Zwei Containerbrücken bilden das Herzstück des Containerterminals, das schon bald Gestalt annehmen soll (Bildmitte). Im Bild unten rechts ist die Römereschstraße zu sehen, links der Stichkanal, rechts Kaffee Partner.
Ein Container wird umgeladen: Das Archivfoto zeigt einen Portalkran am Containerbahnhof bei Ulm.
Simulation:
Stadtwerke Osnabrück
Foto:
Stefan Puchner/ dpa
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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