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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Schüler fordern sichere Rad-Parkplätze
Zwischenüberschrift:
Demo „Friday for Fahrradkeller″ setzt sich fürs Klima ein
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Etwa 1200 Schüler der Bertha-von-Suttner-Realschule und des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums (GSG) haben am Freitag unter dem Motto Friday for Fahrradkeller″ für sichere Parkplätze demonstriert. Die Leiterin des städtischen Fachbereichs für Schule und Sport, Andrea Butke, stellte sich den Demonstranten und machte ihnen Hoffnung.

Die benachbarten Schulen haben eine neue Sporthalle bekommen. Das ist gut. Im Zuge des Umbaus wurde jedoch der ehemalige Fahrradkeller abgerissen. Das ist schlecht, finden Schüler, Lehrer und Eltern beider Schulen. Es ist aber noch ein Keller vorhanden, der ohne viel Aufwand und für wenig Geld zu einem sicheren Unterstand für 120 Fahrräder umgebaut werden könnte. Und diese Bitte trug GSG-Schülersprecher Jonas Michalowski an Andrea Butke heran.

Die versprach den Schülern, das Thema in den Sommerferien mit Fachleuten zu besprechen und sich zu Beginn des neuen Schuljahrs an die Schülervertretung zu wenden. Dafür erntete sie Applaus und zustimmendes Fahrrad-Klingeln der Realschüler und Gymnasiasten, die sich am Freitag auf dem Schulhof des GSG versammelt hatten.

Dort oder in den Außenbereichen stellen sie sonst ihre Räder ab. Der Schulhof ist als Parkplatz beliebt, weil er von den Klassenräumen einsehbar ist und die Räder so besser vor Vandalismus geschützt sind″, sagte GSG-Schulleiter Josef Krotzek. Der Vorteil eines Fahrradkellers sei auch, dass bei Regen dort nasse Kleidung aufgehängt werden könnte. Viele Eltern würden ihren Kinder Räder kaufen, wenn sie wüssten, dass sie sicher abgestellt werden können″, sagte Nicole Schnorrenberg, 2. Elternratsvorsitzende des GSG.

Den Lehrkräften, Schülerinnen und Schülern ging es bei ihrer Demonstration nicht nur um die Sicherheit ihrer Fahrräder. Sie wollen auch mit dem Rad zur Schule fahren, um etwas für das Klima zu tun. Martin Sandkämper, Schulleiter der Bertha-von-Suttner-Realschule, sagte, es sei sicher, dass mehr Schüler und mehr Lehrer mit dem Rad zur Schule kommen, wenn sie wüssten, dass sie ihre Fahrräder an einem sicheren Ort unterstellen können. So könne der Autoverkehr an den Schulen eingedämmt werden.

Unterstützung erhielten Schüler und Lehrer von Prof. Dr. Markus Große Ophoff, fachlicher Leiter und Prokurist der Deutschen Bundesstiftung Umwelt. Im Masterplan 100% Klimaschutz″ der Stadt Osnabrück, der eine Senkung der CO2-Emissionen um 95 Prozent und des Energieverbrauchs um 50 Prozent bis zum Jahr 2050 anpeilt, sei eine Stärkung des Radverkehrs vorgesehen, sagte er. Dafür müssen aber auch sichere Parkplätze geschaffen werden″, merkte Sandkämper an. Mit der Aktion Friday for Fahrradkeller″ wollen beide Schulen Vorreiter dafür sein, dass die Möglichkeiten für Fahrrad-Parkplätze in Osnabrück verbessert werden, sagte er.

Die Schülervertretung übergab eine lange Unterschriftenliste an Andrea Butke und wies in ihrer Forderung für sichere Unterstellplätze darauf hin, dass Osnabrück bis 2030 unter die Top 5 der radfreundlichsten Städte Deutschlands aufsteigen will. Dieses Ziel wollen sie im Sinne einer umweltorientierten und nachhaltigen Bildung″ unterstützen.

Bildtext:
1200 Schüler der Bertha-von-Suttner-Realschule und des Graf-Stauffenberg-Gymnasiums (GSG) demonstrieren am Freitag für sichere Fahrrad-Parkplätze.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Thomas Wübker


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