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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Warum die Busse nicht einfach weiterfahren
Zwischenüberschrift:
Trotz Neumarkt-Stillstands: Baustellen-Fahrplan tritt in Kraft / „Suchen händeringend Personal″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Es wird vorerst keine Baustelle auf dem Osnabrücker Neumarkt geben, aber die Busumleitungen treten trotzdem mit Ferienbeginn in Kraft. Warum die Stadtwerke die Umstellung nicht mehr aufhalten können.

Ursprünglich wollte die Stadt im August mit der Neugestaltung des Neumarktes beginnen. Der Baubeginn ist auf einen unbestimmten Zeitpunkt verschoben, weil es Probleme mit der geplanten Betondecke gibt. Dennoch gilt ab Donnerstag, 4. Juli: Der Neumarkt steht als Umsteigepunkt nicht mehr zur Verfügung. Diese Funktion übernehmen die Kreuzung Ledenhof/ Lyrastraße, der Kollegienwall und die Wittekindstraße/ Möserstraße. Die meisten Linien werden weiter den Neumarkt passieren, dort aber nicht mehr halten. Und viele Fahrgäste werden sich fragen: Ein Baustellenfahrplan ohne Baustelle was soll das? Warum können die Busse nicht einfach so weiterfahren wie bisher?

André Kränzke, Leiter Verkehrsbetrieb bei den Stadtwerken, ist sich bewusst: Das ist den Kunden und der Öffentlichkeit schwer zu vermitteln.″ Er erklärt: Eine derartige Umstellung sei ein komplexes Gebilde″ und erforderte eine Vorarbeit von mindestens acht Wochen. Drehen wir an einer Stellschraube, dann passen Fahr- und Umstiegszeiten nicht mehr, die Systeme spucken falsche Zeiten aus″, ergänzt Werner Linnenbrink, Leiter Mobilitätsangebot. Außerdem seien die Urlaubspläne auf den neuen Fahrplan abgestimmt. Sie können einem Familienvater doch jetzt nicht eine Woche vor den Ferien den Urlaub streichen″, sagt Linnenbrink.

Das derzeitige System über den Stichtag 4. August fortzuführen ist auch keine Alternative, wie Kränzke erklärt. Denn mit Ferienbeginn fallen die Schulbusse weg, und das System laufe in den Ferien in einem anderen Modus.

Nun könnte man auf die Idee kommen, das Schema der Sommerferien von 2018 hervorzuholen. Wäre schön, geht aber nicht, weil sich in der Zwischenzeit ganz viel verändert hat″, erklärt Kränzke. Vor einem Jahr waren zum Beispiel die Knollstraße und Bramscher Straße Baustellen. In diesem Jahr muss die Baustelle Rheiner Landstraße mit in den Plan eingewoben werden.

Linnenbrink vergleicht die Umstellung des Nahverkehrsnetzes mit einem Hausbau.

Das Fundament die Linien: Basis der Nahverkehrsumstellung ist die Linienplanung. Unter der Vorgabe, dass der Neumarkt als Umsteigeknoten nicht zur Verfügung steht, passten die Betriebsplaner den Linienverlauf an und ermittelten damit die Fahrtzeiten.

Die Mauern der interne Betrieb: Auf Grundlage der Linienplanung folgte die Betriebsplanung. Dabei wurden die Busumläufe festgelegt, also welche Busse auf welchen Strecken unterwegs sind. Parallel dazu wurden die Dienste für die Fahrer geplant eine sehr komplexe Aufgabe, weil Arbeits-, Ruhe- und Urlaubszeiten der Fahrer zu berücksichtigen sind.

Das Dach die Kunden: Im dritten Schritt müssen die Kunden umfassend über die Umleitungen informiert werden. Neue Fahrpläne sind zu drucken, die digitalen Auskunftskanäle zu aktualisieren. Die Echtzeitsysteme an den Haltestellen, die die tatsächlichen Ankunftszeiten der Busse anzeigen, sind auf den neuen Stand zu bringen.

Ein solcher Planungsprozess nimmt mindestens acht Wochen, vielleicht auch zehn oder zwölf Wochen in Anspruch. Zehn Leute sind bei den Stadtwerken permanent damit beschäftigt, die Netzplanung fortzuschreiben. Eine Daueraufgabe, für die wir Leute mit Spezialwissen und Ortskenntnis brauchen″, sagt Linnenbrink. Wir suchen händeringend Personal dafür.″

Bildtext:
Schwer zu vermitteln: Obwohl es vorerst keine Baustelle am Neumarkt gibt, werden die Busse bald umgeleitet.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Wilfried Hinrichs


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