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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mehr Anwohner – und mehr Autos
Zwischenüberschrift:
Welche Folgen haben Bauprojekte der Hochschule in Haste?
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Zwei neue Gebäudekomplexe sollen in einigen Jahren die nördliche Einfahrt in die Stadt prägen. Auf der linken Seite der Bramscher Straße will die Hochschule bauen, auf der rechten Seite werden überwiegend Studenten wohnen. Bei aller Vorfreude befürchten die Haster mehr Parkdruck.

Erhard Fricke vom Bürgerverein Haste fragte im Bürgerforum, wie es mit dem ehemaligen Coca-Cola-Gelände und dem bisherigen Areal des Baufachgeschäfts Nilsson weitergeht und ob es nach der Bebauung genügend Parkplätze entlang der Bramscher Straße geben werde.

Die Hochschule hatte Ende vergangenen Jahres das 16 500 Quadratmeter große Gelände der früheren Coca-Cola-Fabrik an der Ecke Bramscher Straße/ Oldenburger Landstraße gekauft, um damit den Campus Haste zu erweitern in besonders auffälliger Lage an der Einfahrt vom Norden in die Stadt. Angedacht waren unter anderem Forschungslabore, Büros, Seminarräume, Werkstätten, Studentenwohnungen und Appartements für Professoren. Hochschulpräsident Andreas Bertram erläuterte vor einem halben Jahr, dass nicht alleine die Bereiche Agrarwissenschaften und Landschaftsarchitektur profitieren sollten.

Damals hieß es, das Präsidium der Hochschule werde im Laufe des Jahres 2019 einen Plan entwerfen. Was bisher dabei herausgekommen ist, hat die Stadt Osnabrück offenbar noch nicht erfahren. Aus dem Fachbereich Städtebau heißt es: Derzeit ruht das Bauleitplanverfahren, da die zukünftige Nutzungsabsicht des Eigentümers noch nicht feststeht.″

Gegenüber, auf der anderen Seite der Bramscher Straße an der Ecke zum Fürstenauer Weg, befindet sich noch das Baufachzentrum Nilsson, das einen Umzug plant. Auf dem frei werdenden Gelände sollen Häuser vorwiegend mit Appartements für Studenten gebaut werden. Vor zwei Jahren war die Rede von 158 Wohnungen in neun Gebäuden auf dem 10 000 Quadratmeter großen Grundstück. Außerdem hieß es 2017, dass der Investor Vorgaben der Stadt zum Handlungsprogramm Bezahlbarer Wohnraum″ einhalten wolle: Demnach kann die Stadt bei 30 Prozent der Wohnungen die Miete oder den Kaufpreis festlegen. Außerdem wurde damals geschätzt, dass dort 70 bis 100 Stellplätze für Autos geschaffen werden müssen im Bürgerforum war jetzt die Zahl 80 im Umlauf.

Wie ist es derzeit um diesen Plan bestellt? Der Fachbereich Städtebau teilte mit, dass derzeit noch Untersuchungen laufen und mit einer Entwurfsoffenlegung″ nicht vor Ende 2019 zu rechnen sei. Aber wie passen überhaupt 80 Autos auf das Nilsson-Gelände, wenn es bebaut ist? Ein Anwohner meinte, das Grundstück reiche doch für diese Menge gar nicht aus. Stadtbaurat Frank Otte erläuterte, dass die Stellplätze sich zum Teil im Erdgeschoss unter den Wohnungen befinden werden.

Otte hält es für unangemessen, für die Appartements jeweils einen Stellplatz vorzusehen. Er hofft: Die Knappheit führt dazu, dass die Leute sich überlegen, ob sie sich ein Auto anschaffen.″ Es gebe Anreize für Studenten, die mit Bus und Bahn unterwegs sind.

Erhard Fricke befürchtet aber, dass die künftigen Bewohner mehr Autos mitbringen, als Parkplätze vorhanden sind: Die weichen dann dorthin aus, wo ohnehin schon alles überbelegt ist.″ In den Bürgerforen der vergangenen Jahre haben sich Anwohner aus dem Quartier zwischen Hochschule und Berufsschule am Krümpel und der Bramstraße regelmäßig über zu viele parkende Autos beklagt. Doch eine Lösung ist nicht in Sicht. Ziel der Stadt ist es, mehr Wohnungen in der Stadt zu ermöglichen. Der Fachbereich Städtebau rechnet damit, dass sich der Parkdruck mit mehr Einwohnern erfahrungsgemäß″ erhöhen wird.

Bildtexte:
Hier wurde Coca-Cola abgefüllt: Auf dem Gelände an der Ecke Oldenburger Landstraße/ Bramscher Straße wird die Hochschule Osnabrück ihren Campus erweitern.
Der Baufachmarkt will umziehen: Dann soll an der Ecke Bramscher Straße/ Fürstenauer Weg ein Gebäudekomplex mit 158 Wohnungen vor allem für Studenten entstehen.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


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