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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bussteig wird mit Radweg verwechselt
Zwischenüberschrift:
FDP-Ratsherr: Lebensgefährliches Verwirrspiel auf der Lyrastraße
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Vor dem Neumarkt-Umbau steht ein dickes Fragezeichen. Doch die Vorbereitungen auf Osnabrücks brisantester Baustelle laufen davon unbenommen. Für künftig umgelenkte Busse gibt es in der Lyrastraße neue Bussteige. Viele Radfahrer halten sie allerdings für eine erhöhte Fortführung ihres Weges und wundern sich über den abrupten Abgang.

Gibt es auf der Lyrastraße in Osnabrück neue Versuchsstrecken für geschützte Radwege, neudeutsch Protected Bike Lanes″? Das mag sich der mancher Radfahrer gefragt haben.

Tatsächlich errichteten die Stadtwerke hier in der vergangenen Woche provisorische Bussteige. Die Kreuzung am Ledenhof (Schloss/ Lyrastraße/ Neuer Graben) wird einer der zentralen Knotenpunkte im Busnetz für die Zeit des Neumarktumbaus. Der steht zwar aktuell auf der Kippe, weil der verplante Beton auf dem zentralen Platz brüchig werden könnte. Die Stadt prüft derzeit, den Umbau aufzuschieben und das Sechs-Millionen-Projekt neu auszuschreiben.

Die Vorbereitungen laufen allerdings weiter sowohl aufseiten der Stadtwerke, die eine Vielzahl der Busse abseits des Neumarkts durch die Stadt lenken wollen, als auch aufseiten der städtischen Verkehrsplaner, die die Voraussetzungen dafür schaffen müssen. So auch an der Lyrastraße.

Verkehrsteilnehmer erleben dort aktuell ein Provisorium: Die neuen Bussteige wurden stadteinwärts auf der bestehenden Radspur erbaut. Eine alternative Verkehrslenkung für Radfahrer mit einem neu eingezeichneten Schutzstreifen fehlt jedoch noch.

Radfahrern bieten sich so zwei Möglichkeiten: Entweder sie wählen den Weg über das Hochboard des nicht unbedingt als solcher erkennbaren Bussteigs und müssen am Neuen Graben eine hohe Stufe hinabruckeln. Oder sie ordnen sich zwischen Bussen und Autos auf der Fahrspur ein, was nicht ungefährlich ist. Die momentane Straßenführung an der Lyrastraße ist für Radfahrer lebensgefährlich″, befand etwa der FDP-Ratsherr Oliver Hasskamp.

Es handele sich lediglich um eine Übergangslösung, erklärte Stadtsprecher Sven Jürgensen. Ein Schutzstreifen für Radfahrer werde in den kommenden Tagen markiert. Dass sich Radfahrer, Busse und Autos stadteinwärts eine Spur teilen müssen, sei dann Geschichte. Die Lyrastraße werde in Richtung Innenstadt zur Sackgasse für Autos. Sie müssen beispielsweise die Route über die Schlossstraße und den Ring wählen.

Stadtauswärts können Autos die Lyrastraße weiter befahren, eine Güterabwägung″, wie es Jürgensen formuliert. Der Verkehr aus den Parkhäusern am Ledenhof und am Kamp könne so weiter abfließen, ohne etwa die Ringkreuzung zur Martinistraße zu verstopfen. Wir müssen das Beste für alle Verkehrsteilnehmer herausholen, allerdings im Wissen, dass wir den Idealzustand nicht erreichen können″, so der Stadtsprecher. Auf Facebook sammelt sich massive Kritik. Verlierer seien wie so oft die Radfahrer. Um die Lyrastraße sicher zu passieren, sollten sie sich eine Rüstung zulegen, empfiehlt ein Kommentator.

Bildtexte:
Der Radweg der Lyrastraße mündet in den provisorischen Bussteig und endet an einer hohen Kante.
Mit dem Rad über den Bussteig: Die provisorische Verkehrsführung auf der Lyrastraße irritiert viele Radfahrer.
Wie hier der Rosenplatz soll auch der Neumarkt demnächst eine strapazierfähige Betondecke erhalten, allerdings nicht in Rot, sondern in abgestuften Grautönen. Doch der rote Beton des Rosenplatzes wird an einigen Stellen brüchig.
Fotos:
Jörn Martens
Autor:
Meike Baars


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