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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Stadt will Decathlon die Tür öffnen
Zwischenüberschrift:
Griesert reagiert auf Kritik des Sportartikel-Riesen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Decathlon ist nach wie vor in der Osnabrücker Innenstadt herzlich willkommen.″ Mit diesen Worten reagiert Oberbürgermeister Wolfgang Griesert auf die Kritik des Sportartikelhändlers, die Stadt wolle Decathlon nicht und sei nicht gesprächsbereit. Der Händler für Sport- und Campingartikel versucht nach eigenen Angaben seit zehn Jahren, in Osnabrück Fuß zu fassen. Eine Lösung schien nah: Decathlon wollte 2000 Quadratmeter im Einkaufszentrum am Neumarkt mieten. Nach dem Rückzug von Centerinvestor Unibail Rodamco Westfield steht der weltgrößte Sportartikelhersteller und - händler in Osnabrück wieder mit leeren Händen da.

Für Decathlon waren die Türen in Osnabrück nie verschlossen″, versichert Griesert. Vielmehr habe es in der Vergangenheit zahlreiche und intensive Gespräche″ zwischen der Wirtschaftsförderung (WFO) und Decathlon gegeben, die alle das Ziel hatten, einen Standort für Decathlon in Osnabrück anzubieten.

Wir hatten in der Vergangenheit verschiedene Ansiedlungsszenarien an unterschiedlichen Standorten und Stadtlagen mit dem Unternehmen durchgespielt und uns dabei an den planungsrechtlichen Vorgaben des Märkte- und Zentrenkonzeptes orientiert″, erklärt Marina Heuermann, Geschäftsführerin der WFO. Probleme hätten dabei insbesondere die Bestimmungen zu den innenstadtrelevanten Sortimenten bereitet, sodass letztlich nur eine Ansiedlung in der Innenstadt selbst infrage gekommen sei.

Nachdem sich Decathlon für eine Ansiedlung im Neumarkt-Center entschieden hatte, schien die Standortfrage abschließend und positiv gelöst, so Heuermann weiter. Der Standort in der Neumarkt-Mall sei am Ende ein für beide Seiten tragfähiger Kompromiss gewesen, weitere Gesprächswünsche seitens Decathlon habe es in den letzten drei Jahren nicht gegeben. Mit dem Auto

Die Stadtverwaltung und die WFO waren immer gesprächsbereit. Das gilt selbstverständlich auch heute noch. Decathlon ist wie die Modekette Sinn jederzeit im Stadtzentrum herzlich willkommen, und wir werden selbstverständlich weiterhin bei der Ansiedlung behilflich sein″, so Griesert. Die WFO habe am Montag bereits den Gesprächsfaden wieder aufgenommen. Zudem möchte ich anregen, das Thema einer Ansiedlung außerhalb des innerstädtischen Handelszentrums im Rahmen der derzeit im Stadtentwicklungsausschuss diskutierten Fortschreibung des Märkte- und Zentrenkonzeptes zu erörtern″, so Griesert.

Ludger Niemann, Sprecher der Unternehmensentwicklung bei Decathlon Deutschland, hatte in einem Gespräch mit unserer Redaktion über mangelnde Unterstützung geklagt. Osnabrück ist kein einfaches Pflaster für uns″, so Niemann. Die Stadt will uns nicht, und sie ist auch nicht gesprächsbereit.″ Am liebsten, so der Topmanager, würde Decathlon sich an der Hannoverschen Straße oder Pagenstecherstraße niederlassen, wo die Kunden bequem mit dem Auto vorfahren können. Das städtische Märkte- und Zentrenkonzept lasse das aber nicht zu.

Das Märkte- und Zentrenkonzept ist 2001 entwickelt worden, um die Einkaufsmöglichkeiten in Osnabrück besser steuern zu können. Es regelt zum Beispiel, wo sich Fachmarktzentren am Stadtrand ansiedeln und welche Sortimente dort angeboten werden dürfen, wo Nahversorger sinnvoll sind, wie die Innenstadt ihre Strahlkraft auf die Region sichern und weiter stärken kann.

Das Märkte- und Zentrenkonzept ist 2010 überarbeitet worden und wird derzeit aktualisiert.

Bildtext:
Decathlon möchte unbedingt nach Osnabrück, findet aber keine passende Immobilie. Jetzt hat sich OB Griesert in die Suche eingeschaltet.
Foto:
Roland Weihrauch/ dpa
Autor:
hin


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