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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Inhalt:
Überschrift:
Langer, gefährlicher Einsatz
Zwischenüberschrift:
Ehrung für 83 Osnabrücker Moorbrand-Bekämpfer
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Im Auftrag des Bundesverteidigungsministeriums und des Landes Niedersachsen hat die Stadt jetzt 83 Osnabrücker Feuerwehrleute geehrt. Sie hatten im vergangenen Jahr dabei geholfen, den Moorbrand im Emsland unter Kontrolle zu bekommen.

Ein Blick zurück. Es ist der 11. September 2018, als auf Bitten der Bundeswehr und nach einer ersten Sichtung der Lage vor Ort Kreisbereitschaftsführer Jan Südmersen die Alarmierung der Osnabrücker Feuerwehren auslöst. Für 83 Männer und einige Frauen der Berufsfeuerwehr plus der sieben freiwilligen Einheiten im Stadtgebiet ist es der Startschuss für die Teilnahme an einem der längsten Einsätze, die die Osnabrücker Feuerwehren je absolviert haben. Insgesamt 21 Tage sind die Brandbekämpfer vor Ort.

Bürgermeisterin Eva-Maria Westermann (CDU) hatte bei der Ehrung bemerkenswerte Zahlen parat: Das Übungsgelände der Bundeswehr es wird seit dem 19. Jahrhundert militärisch genutzt ist 19 200 Hektar groß und ist damit 1, 6-mal größer als die Osnabrücker Stadtfläche (120 Quadratkilometer).

Erschwerend kam hinzu, dass niemand sagen konnte, wo genau auf dem Areal sich etwaige Übungsmunition befand. Die Löscharbeiten fanden unter der Gefahr statt, auch auf Blindgänger zu treffen″, so die Bürgermeisterin rückblickend.

Dass die Osnabrücker Einheiten als erste angefordert wurden, lag mit am besonderen Hochleistungspumpensystem, das sie im Ausrüstungsbestand haben. Das gibt es nicht so oft in Niedersachsen″, sagte Brandoberrat Dietrich Bettenbrock am Rande der Veranstaltung. Die Pumpe war Teil einer kilometerlangen Wasserführungsstrecke von der Ems über einen Puffersee bis hin zum Brand.

Stadtbrandmeister Markus Bergen betonte, dass die Feuerwehr beim Moorbrandeinsatz auch die neue Software Command X″ nutzen konnte. Damit war es möglich, stets aktuelles Kartenmaterial zur Lage zu bekommen. Mit dieser Software war zudem das Führen eines Einsatztagebuchs möglich. Das hat uns auch geholfen, der Bundeswehr eine detaillierte Rechnung darzulegen″, ergänzte Bettenbrock mit einem Schmunzeln.

Neben Urkunden des Landes Niedersachsen bekamen die Feuerwehrkräfte aus der Hand von Sozialvorstand Katharina Pötter und Bürgermeisterin Eva-Maria Westermann Ehrenmedaillen des Bundesverteidigungsministeriums überreicht.

Bildtext:
Halfen mit, den Moorbrand im Emsland zu löschen: Osnabrücker Feuerwehrkräfte.
Foto:
André Havergo
Autor:
Stefan Buchholz


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