User Online: 1 | Timeout: 04:11Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Wie kommt die heimliche Westumgehung zur Ruhe?
Zwischenüberschrift:
Weiter Lärm um Berliner Kissen auf dem Westerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die Berliner Kissen auf den Straßen des Westerbergs haben sich als zu hart erwiesen. Wie kann jetzt der Verkehr beruhigt werden? Mit dieser Frage hatte sich der Runde Tisch Verkehr Westerberg″ schon beschäftigt und nun beriet auch das Bürgerforum darüber.

Anwohner Dierk Meyer-Pries hatte das Thema für die Tagesordnung angemeldet. Er befürchtet, dass die Akteure des Runden Tisches nicht alle Probleme berücksichtigen, und drängt darauf, dass mehr Experten einbezogen werden.

Meyer-Pries lehnt Berliner Kissen ab: Sie seien eine Gefahr für Patienten in Rettungswagen auf dem Weg zum Klinikum am Finkenhügel, sie verursachten Schmerzen bei Autofahrern, die unter Rückenbeschwerden litten, und sie führten zu Schäden an Fahrzeugen. Ein Anwohner sprach von Transporttraumata″ bei Patienten in Krankenwagen. Er hält die Berliner Kissen für eine aggressive Methode″, den Verkehr auszubremsen, und fordert stattdessen intelligentere Lösungen″. Ein anderer Besucher des Bürgerforums widersprach ihm: Die Notfallfahrzeuge müssten langsam fahren und könnten dies meist auch.

Doch ist es nicht allein der fehlende Fahrkomfort, der Unmut hervorruft. Eine Anwohnerin sprach von unzumutbarer″ Lärmbelästigung in der Nachbarschaft der Berliner Kissen: Die Buckel auf der Straße führten dazu, dass die Autofahrer vor ihnen bremsten und anschließend wieder Gas gäben. Sie rechnet daher auch mit mehr Schadstoffen in der Luft.

Wie wäre es, wenn Anwohner auf der Händelstraße und auf der Gluckstraße versetzt parken und so den Verkehr ausbremsen würden? Eine Anwohnerin brachte diese Idee ein, aber ob sie zu diesen beiden Straßen passt? Stadtbaurat Frank Otte jedenfalls meinte, das versetzte Parken sei bei Rettungsdiensten nicht beliebt, und im Busverkehr könne es zu Verspätungen kommen.

Stadtbaurat Otte versprach, die Anregungen mitzunehmen. Er berichtete, dass der Runde Tisch Verkehr Westerberg″ erste Ideen zur Verkehrsberuhigung gesammelt habe, die nun auf ihre Umsetzbarkeit geprüft würden. Das Gremium treffe sich Anfang Juli erneut. Das Ergebnis wird in den Rat gebracht.″

Ein Anwohner fragte: Warum ist die Diskussion nicht öffentlich? Otte antwortete, es gehe um die Arbeitsfähigkeit des Runden Tisches. Die Befürchtung von Dierk Meyer-Pries, dass nicht die erforderliche Bandbreite an Experten mitwirke, teilt der Stadtbaurat nicht: Auch Vertreter des Klinikums und das Behindertenforum nehmen daran teil.″

Bildtext:
Im Februar wurden die Berliner Kissen von der Gluckstraße entfernt. Sie hatten zu viele Nachteile.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Jann Weber


Anfang der Liste Ende der Liste