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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Klimaschutz ernst nehmen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zur aktuellen Debatte über Klimaschutz und Elektromobilität.

Verschiedene Städte wie Hamburg erließen Fahrverbote für Diesel-Kfz, da Fein-staubgrenzen überschritten wurden. Nur wenige Meter daneben fahren Frachtschiffe, überwiegend mit Schweröl. Das wird nicht angeprangert, als Umweltsünder werden jedoch Autofahrer und auch Kreuzfahrtschiffe dargestellt, obwohl letzte nur 0, 3 Prozent des gesamten Schiffsverkehrs ausmachen und zu weiten Teilen bereits auf Gas umgestellt sind.

Zudem erklärt man uns, dass Unmengen an Feinstaub durch Verbrennungsmotoren und Abrieb von Autoreifen entstehen. Grundsätzlich nicht falsch, aber eine ungleich höhere Menge an Feinstaub produziert die Landwirtschaft, vor allem durch die Ausbringung von Gülle. Proteste dagegen? Fehlanzeige!

Seit Jahrzehnten legt mancher Landwirt zudem Felder zusammen, pflügt Rand- und Blühstreifen um und entwässert auch noch die letzten Feuchtflächen, um sie bewirtschaften zu können, jammert aber im Gegenzug über Trockenheit und sinkende Grundwasserspiegel. Außerdem wird das Aussterben von Insekten, vor allem der Bienen, betrauert. Zusammenhang erkannt?

Als Gegenmaßnahme will man privaten Hauseigentümern Steingärten verbieten. Was mag wohl schlimmer sein? Der eine oder andere Steingarten oder wenn fast jeder Grüngarten mit Grundwasser mittels eigenem Bohrbrunnen bewässert wird? Über das Internet verabredet man sich ja mal gerne zu Demos für Klimaschutz, zum Beispiel auch gegen den Flugverkehr.

Der weltweite Flugverkehr sorgt für zwei Prozent des CO2-Ausstoßes, die Nutzung des Internets hingegen für 3, 7 Prozent (um so , wichtige′ Fragen wie: , Was machst du gerade? zu versenden). Allerdings sollte sich so mancher Umweltaktivist auch die Frage stellen, ob es richtig ist, die asiatische Mango oder die neuseeländische Kiwi in seinen Joghurt zu schnibbeln.

Elektromobilität soll ein Heilmittel gegen den Klimawandel sein? Der Strom für Elektroautos muss produziert werden, das geht nicht klimaneutral. Das und die Produktion von Akkus und deren ungeklärte Entsorgung ist belastender als jeder Verbrennungsmotor.

Die EU verbietet gerade Wattestäbchen und Strohhalme aus Plastik. Hat man sich jemals über die Massen an Kunstfasertextilien Gedanken gemacht, die auch zu Mikroplastik zerfallen und quantitativ Wattestäbchen und Strohhalme um ein Vielfaches überschreiten? Und wie erklären wir das alles den Entwicklungs- und Schwellenländern, für die Umweltschutz ein Fremdwort ist, wenn wir es selbst nicht begreifen?

Gabriele Teske-Pauli und Udo Pauli
Fürstenau

Bildtext:
Grünflächen sind auch ein Beitrag zur Umwelt.
Foto:
dpa/ Andrea Warnecke
Autor:
Gabriele Teske-Pauli, Udo Pauli


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