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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Streit um „Bottled″-Tische beigelegt
 
Lösung in der „Bottled″-Posse ist gefunden
Zwischenüberschrift:
Tische oder Radbügel? Ärger um Umgestaltung des Adolf-Reichwein-Platzes
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Im Oktober beginnt der Osnabrücker Servicebetrieb (OSB) mit der Umgestaltung des Adolf-Reichwein-Platzes im Herzen Osnabrücks. Im Zuge dessen sollte die Kneipe Bottled″ einen Teil ihrer Tische im Außenbereich verlieren der Fall wurde zum Politikum.

Gestern trafen sich nun Vertreter der Stadt und des OSB am Bottled″ mit dessen Inhaber Henrik Schrage. Stadtbaurat Frank Otte präsentierte den überarbeiteten Plan eine Lösung, die den Gastronomen besänftigte.

Auch das Problem zu schnell fahrender Radfahrer sprach ein Anlieger an. Die Osterberger Reihe ist zwar Fußgängerzone, für Radfahrer im Schritttempo aber freigegeben. In diesem Punkt gab die Stadt nicht nach: Die Straße bleibt für Radfahrer befahrbar. Auf die wichtige Verbindung könne nicht verzichtet werden.

Osnabrück Tische oder Fahrradbügel: Verliert das Bottled im Zuge der Umgestaltung des Adolf-Reichwein-Platzes nun einen Teil seiner Außengastronomie? Am Dienstag haben sich die für die Planung Verantwortlichen mit Inhaber Henrik Schrage getroffen. Eine Lösung ist nun gefunden.

15 Personen waren bei dem Ortstermin, nachdem fünf geplante Fahrradbügel zu einem regelrechten Politikum geworden waren, darunter Vertreter der Stadt und des Osnabrücker Servicebetriebs (OSB), der anliegenden Gastronomen sowie Stadtbaurat Frank Otte.

Letzterer brachte frohe Kunde für Bottled″-Chef Schrage mit: Wir werden auf die fünf Bügel verzichten.″ Der Status quo bleibe erhalten. Schrage behalte seine genehmigte Fläche und damit alle Tische. Und wir schaffen immer noch 79 Stellplätze für Räder″, ergänzte der Stadtbaurat, also etwa 40 Bügel. Der Bottled″-Chef sowie seine Nachbarn zeigten sich zufrieden. Sie hatten sich mit dem Gastronomen solidarisiert.Umgestaltung ab Herbst

Damit endet der Streit um fünf Fahrradbügel, der hohe Wellen geschlagen hatte. Ab Oktober baut der OSB den äußerst beliebten Platz im Herzen der Stadt für 300 000 Euro um. Die Pergola soll weichen, Holzbänke ersetzen die metallenen, der Platz wird mit Granit neu eingefasst, und nicht zuletzt sollen zahlreiche neue Fahrradbügel aufgestellt werden.

Allerdings sollte ein Teil der Bottled″-Tische für neue Fahrradbügel weichen, hatten Inhaber Schrage und der OSB auf Anfrage unserer Redaktion bestätigt. Schrage hat eine Sondernutzungserlaubnis für 61, 75 Quadratmeter Außengastronomie. Er hatte gesagt, 11 seiner seiner 21 Tische müssten Radbügeln weichen. Stadtbaurat Frank Otte hatte unserer Redaktion daraufhin gesagt, für viele Tische habe Schrage ohnehin keine Genehmigung, letztlich falle nur einer weg. Einige seiner Tische sind 1, 80 statt der erlaubten 1, 50 Meter breit. Überdies hat Schrage außen deutlich mehr Plätze als innen, was so nicht vorgesehen ist.

Alles kein Problem mehr, selbst die 30 Zentimeter zu langen Tische sind nun vom Tisch. Auch sie dürfen bleiben, versicherte Otte. Der OSB verlegt die Kante, an der die Tische stehen, einen halben Meter in Richtung Spielplatz, somit wird die Osterberger Reihe eine schmale Gasse für Fußgänger und freigegeben für Radfahrer etwas breiter.

Stadtbaurat Otte hatte vor dem Ortstermin ferner argumentiert: Am Ende werde der Platz mehr Plätze für Außengastronomie haben; denn die Kette Dean & David″ zieht in die ehemaligen Räume der Buchhandlung Zur Heide″, die im April in die Dielingerstraße umgezogen war. Vor dem Gebäude würden die Fahrradbügel entfernt werden, um Platz für Tische zu schaffen.Tische für Dean & David″

Doch nun meldete sich auch Heike Patzelt zu Wort, die künftig das Osnabrücker Dean & David″ betreiben wird. Sie sagt: Wir kriegen die Fläche nicht genehmigt.″ Die Stadt habe ihr die Genehmigung für Außengastronomie vor ihrem Geschäft Anfang Mai versagt. Am Freitag habe ihr die Verwaltung das auf erneute Anfrage bestätigt. Begründung: die vorhandenen Fahrradbügel.

Dem widersprach der Stadtbaurat nun bei dem Ortstermin zumindest teilweise. Eine Teilfläche habe die Stadt dem Franchise-Unternehmen bereits genehmigt. Eine zweite sei noch nicht genehmigt, denn dort stehen momentan noch Radbügel. Diese würden verschoben, und dann erhalte das Dean & David″ auch die Genehmigung für die zweite Teilfläche, versicherte Otte.

Nach dem Bekanntwerden der Pläne hatte Bottled″-Chef Schrage viel Rückhalt aus der Politik erhalten. Die Fraktionen von SPD, Grünen, CDU und Bund Osnabrücker Bürger (BOB) forderten, die Tische müssten bleiben. Und sie monierten, dass Verwaltung und OSB sie nicht über die Pläne zur Umgestaltung informiert hätten.

Stadtbaurat Otte versicherte nun, künftig zuerst die Politik über derartige Pläne zu informieren und dann die Bürger mit ins Boot zu holen. Dann dauert die Planung eben noch zwei oder drei Monate länger″, sagte er.

Morgen beschäftigt sich der Stadtentwicklungsausschuss mit dem Platz. Die Grünen sowie der Bund Osnabrücker Bürger (BOB) hatten Eilanträge nachgereicht, um über die Planungen informiert zu werden. Dann bekommen die Fraktionen den Plan zu sehen ohne die fünf umstrittenen Fahrradbügel neben der Skultpur Sitzende″ von Fritz Szalinski.

Bildtexte:
Gute Nachrichten bringt Stadtbaurat Frank Otte (2.v.l.) für Bottled″-Chef Henrik Schrage (2.v.r.) mit. All dessen Tische im Außenbereich dürfen bleiben, auch die zu breiten (unten links). Kein Tisch muss Radbügeln weichen.
Der Streit um die Tische des Bottled″ im Außenbereich war schnell zum Politikum geworden.
Die Sitzende″ von Fritz Szalinski.
Fotos:
David Ebener, Jörn Martens
Autor:
Jörg Sanders


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