User Online: 1 | Timeout: 02:42Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Mehr Lebensqualität für kleine Fische in der Hase
Zwischenüberschrift:
Raue Gleiten und Störbuhnen: Wie die Stadt in den Naturschutz investiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Für die Mühlkoppe, die Elritze und das Bachneunauge hatte die Hase bislang nicht viel zu bieten. Aus Voxtrup kommen jetzt gute Nachrichten für kleine Fische. Gemeinsam mit dem Unterhaltungsverband hat die Stadt dem Gewässer mehr Lebensqualität eingehaucht. Auch die Insekten sollen davon profitieren.

In Voxtrup und Lüstringen ist das Flussbett der Hase weit entfernt von seinem natürlichen Zustand. Behutsame Modifizierungen sollen dazu beitragen, das Gewässer in einen guten ökologischen Zustand″ zu bringen. Dabei setzen die Fachleute vor allem auf Kiesschüttungen, grobe Steine und Totholz. Wo immer es möglich ist, werden außerdem die Ufer bepflanzt. Bei einem Ortstermin mit dem Unterhaltungsverband und dem Verein zur Revitalisierung der Haseauen informierten Christiane Balks-Lehmann und Frank Bludau über die Arbeiten.

Durch die Erweiterung des Umspannwerks am Heideweg hatte sich die Möglichkeit geboten, Teile der Haseaue naturnäher umzugestalten, weil der Netzbetreiber Amprion zu Kompensationsleistungen verpflichtet war. Anders als an den meisten Flussabschnitten mussten sich die Ökologen aus dem Fachbereich Umwelt und Klimaschutz bei der Planung nicht mit einem schmalen Randstreifen begnügen, weil auch ein großer Teil der Flächen am Nordufer der Stadt gehört.

Diese Eigentumsverhältnisse erleichterten es, das nördliche Ufer mit Erlen, Traubenkirschen und Weiden zu bepflanzen. Aber auch auf der südlichen Seite fand sich ein Weg, mit einem privaten Eigentümer zu kooperieren.

Dass die Kosten für die Schaffung neuer Lebensräume entlang der Hase auf 60 000 Euro begrenzt wurden, sei auch der tatkräftigen Mithilfe des Unterhaltungsverbandes Hase-Bever zu verdanken, erklärte Christiane Balks-Lehmann.

Auf dem gut 800 Meter langen Abschnitt zwischen der Sandforter Straße und der Autobahn A33 sind im vergangenen Sommer Störsteine, Störbuhnen und raue Gleiten im Flussbett installiert worden, um unterschiedliche Strömungsverhältnisse zu schaffen. In den geschützten Nischen von Felsen und Aufschüttungen sollen Kleinstlebewesen Schutz finden, die bei einer stärkeren Strömung sofort mitgerissen würden. Vor allem an Fische und Insektenlarven richtet sich das Angebot.

Das funktioniere aber nur, solange die Hohlräume im Kies nicht mit Sand verstopft würden, sagt Jürgen Herpin, der neue Geschäftsführer des Unterhaltungsverbandes. Zum Leidwesen der Planer führt die Hase allerdings sehr viel Sand mit sich, der die ökologischen Verbesserungen schon nach wenigen Jahren wieder aufheben könnte.

Herpin würde deshalb gern an jedem Gewässer, das in die Hase mündet, einen Sandfang anlegen. Das ist eine beckenartige Erweiterung des Flussbetts, in dem sich durch die geringere Strömung die festen Partikel im Wasser absetzen können. Doch dabei gibt es immer wieder ein Problem: Es fehlen geeignete Flächen.

Bildtext:
Steine ins Wasser geworfen: Die Felsen im Flussbett sollen kleinen Fischen Schutz bieten.
Foto:
Rainer Lahmann-Lammert
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


Anfang der Liste Ende der Liste