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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Entwurf für neues Busnetz in der Kritik
Zwischenüberschrift:
Planos will nachbessern
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Der Kreisverband Osnabrück des Verkehrsclubs VCD kritisiert geplante Änderungen im Entwurf eines neuen Busnetzes für die Region Osnabrück. Laut VCD-Sprecher Jörn Keck ist in der Diskussion, durchgehende Buslinien wie etwa die 466 und 467 vom Osnabrücker Hauptbahnhof nach Bad Rothenfelde in Georgsmarienhütte zu unterbrechen und einen zusätzlichen Umstieg vorzusehen. Laut Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) wurde noch nichts festgelegt.

Was kritisiert der Verkehrsclub VCD konkret? Keck sagt als Sprecher des Verkehrsclubs: Wenn mehrere bisher kombinierte Stadtbus-Regiobuslinien umgewandelt werden zu Metrobuslinien als Elektrobus im Bereich der Stadt Osnabrück und anschließende Regionalbuslinie mit Dieselbussen in der Region, kann es zu zusätzlichen Umstiegen vor oder hinter der Stadtgrenze kommen, was nicht attraktiv ist.″ Keck verweist darauf, dass mit Inkrafttreten der Osnabrücker Busnetz-Reform 2019 im Herbst alle fünf neuen Metrobus-Linien unter ihrer neuen Bezeichnung unterwegs sind. Die sogenannte M5 soll von der Dodesheide über Lerchenstraße, Hasetor, Neumarkt und Johannisstraße bis zum Kreishaus beziehungsweise Zoo fahren. Bei dieser Linie wird aktuell überlegt, sie beizeiten bis nach Georgsmarienhütte zu verlängern.

Warum spricht der VCD von einem zusätzlichen Umstieg? Nach Informationen von Keck gibt es Planungen, dass ein Elektrobus nur bis zum Kreishaus oder zu einem späteren Zeitpunkt auch bis nach Georgsmarienhütte-Oesede fahren würde und dann nicht mehr weiter in den Südkreis fährt. Daraus ergebe sich, dass dann in Oesede ein zusätzlicher Umstieg vom Elektrobus zum Dieselbus geplant werden müsse, wenn man weiter nach Bad Iburg, Bad Laer oder Bad Rothenfelde fahren möchte. Das sei nicht attraktiv, vor allem, wenn es lange Wartezeiten bei verpassten Anschlüssen gibt″.

Was sagt die Kurverwaltung Bad Rothenfelde? Sabine Leclercq-Schulte von der Kurverwaltung Bad Rothenfelde hält einen Umstieg in Georgsmarienhütte-Oesede für keine Option″, da Gäste die durchgehende Strecke mit der Buslinie 467 nach Osnabrück sehr gerne nutzen würden. In der Regel handelt es sich um Reha-Patienten, deren Mobilität noch eingeschränkt ist. Oder es sind Gäste im fortgeschrittenen Alter, die ebenfalls nicht mehr so beweglich sind″, weiß Leclercq-Schulte. Die Umstiege und Wartezeiten stellen eine Minderung der Servicequalität dar.″ Hinzu komme, dass Gäste diese Busverbindung auch zum Hauptbahnhof Osnabrück nutzen, aber mit Gepäck sei ein zusätzlicher Umstieg unattraktiv. Viele Patienten und Gäste würden die 467 als Zubringer zum Hauptbahnhof nutzen, um von dort aus einen Tagesausflug nach Münster zu unternehmen. Leclercq-Schulte betont: Für ältere Bürger, die zum Beispiel Besuchsfahrten zu den Krankenhäusern in Osnabrück unternehmen oder Facharztbesuche erledigen müssen, sowie für Berufspendler ist ein Umstieg mit längerer Wartezeit indiskutabel.″ Es könne nicht alles über die Nordwestbahn laufen. Die Anbindungen seien nicht immer optimal, zumal der Haller Willem öfter unpünktlich sei und deshalb Anschlüsse verpasst würden. Der Nahverkehr dürfe als Fortbewegungsmittel nicht zu umständlich werden.

Was entgegnet die Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück? Harald Schulte, der bei der Planungsgesellschaft Nahverkehr Osnabrück (Planos) für die Angebotsplanung zuständig ist, weist darauf hin, dass im aktuellen Entwurf des Nahverkehrsplans für Stadt und Landkreis, der unter www.planos-info.de einsehbar ist, keinerlei Festlegungen getroffen werden, dass Buslinien wegen der Umstellung auf Metrobus-Linien getrennt werden und damit ein Umstieg erforderlich wird. Noch bis morgen können Träger öffentlicher Belange unter der E-Mail-Adresse nvp2019@ planos-info.de Stellungnahmen zum Nahverkehrsplan einreichen. Schulte sagt, dass keine bestehenden Weiterführungen in die Region geändert werden″. Im Nahverkehrsplan würden mögliche Verlängerungen von Metrobus-Linien in die Region thematisiert. Zunächst müsse aber ein Gesamtkonzept für den jeweiligen Teilraum erstellt werden, bevor über eine mögliche Verlängerung von Metrobus-Linien entschieden werden kann. Der südliche Landkreis stelle sich dabei sehr komplex dar. Für diesen Verkehrsraum mit seinen zahlreichen Verbindungen sowohl nach Osnabrück, aber auch innerhalb des Südkreises gilt es zum einen verstärkt Bus-Schiene-Verknüpfungen zu entwickeln, aber zum anderen für den Erhalt oder sogar Verbesserungen der zwischenörtlichen Verbindungen zu sorgen″, erläutert Schulte. Hierzu werde sich die Planos noch sehr intensiv mit der Verkehrsgemeinschaft Süd beraten. Eine Prognose für die künftige Linienführung könne noch nicht abgegeben werden.

Richtig sei, dass die Verlängerung der Linie M5 im Nahverkehrsplan weitergehend formuliert wurde. Schulte sagt, dass diese Formulierung nicht vollständig″ zu den für den Landkreis geplanten Maßnahmen passe. Die Planos werde da nachbessern. Genau deswegen gibt es aktuell ein Beteiligungsverfahren″, so Schulte.

Künftig soll wegen eines vorgesehenen Umstiegs am Rosenplatz zudem nicht mehr die Verbindung vom Hauptbahnhof zum Kreishaus umstiegsfrei möglich sein. Schulte kommentierte: Im Rahmen der Netzplanung kamen wir bei der Abwägung von Linienwegen zu der Überzeugung, dass eine künftige Linie M5 sinnvoller den direkten Weg zwischen Kreishaus/ Iburger Straße und Innenstadt befährt.″ Die Verbindung zwischen Kreishaus und Hauptbahnhof wird laut Schulte zwar genutzt, aber nur in vergleichsweise geringem Maße.

Bildtext:
Die erste elektrisch betriebene Metrobus-Linie fährt bereits durch Osnabrück, weitere Metrobus-Linien folgen.
Foto:
Westdörp
Autor:
Jean-Charles Fays


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