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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
E-Autos leisten Beitrag zum Klimaschutz
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu den Artikeln Forscher sehen Elektroauto als Klimasünder″ und Das Auto , sanft hinausbegleiten′? (Ausgabe vom 18. April).

„[. . .] Mal wieder eine (bewusste) Fehlinterpretation der Metastudie des schwedischen Umweltforschungsinstituts IVL: Das Herauspicken der ungünstigsten Annahmen bei der Akku-Herstellung und der Herkunft des eingesetzten Fahrstroms führen in Kombination mit begünstigenden Unterstellungen für den Verbrenner zum gewünschten Ergebnis.

So konnte Volker Schmidt von Niedersachsenmetall vor geraumer Zeit in einem NOZ-Interview vor der E-Mobilität warnen, und nun legt das Ifo-Institut noch nach: Diesel sind umweltfreundlicher als E-Autos. Zwischenzeitliche Verbesserungen der Akku-Technik (größere Speicherdichte, weniger Kobalteinsatz etc.) werden gerne übersehen, gleiches gilt für den Einsatz regenerativer Energien bei der Akku-Herstellung.

Die unterstellten 175 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde Kapazität als Extremwert der IVL-Studie werden schon länger als überhöht angesehen. 140 Kilogramm pro Kilowattstunde galten zum Zeitpunkt der Studie (2017) als realistischer Oberwert, weitere Studien benennen bei entsprechendem Strommix sogar nur ein Freisetzen von 50 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde. Eine Berechnung aus der Praxis ist womöglich überzeugender: Wir fahren einen Renault Zoe von 2016 mit 23-kWh-Akku älterer Technik, dessen Bau bei 140 Kilogramm CO2 pro Kilowattstunde circa 3, 2 Tonnen CO2 freigesetzt hat. Bei einem vergleichbaren Benziner mit einem Verbrauch von 6, 5 Litern Super entstehen pro 100 Kilometer 15, 1 Kilogramm CO2. Nach 21 200 Kilometern sind also die 3, 2 Tonnen kompensiert bei heutiger Technik wäre das noch viel früher der Fall.

Der Akku wird nur mit dem Strom unserer Fhotovoltaikanlage oder dem von , Ökostrom′-Anbietern geladen, was bei E-Autos üblich ist. Neben der besseren CO2-Bilanz haben E-Autos den Vorteil, keine anderen Schademissionen zu erzeugen. Die Akku-Entwicklung ist noch lange nicht abgeschlossen: Die Speicherdichte wird weiter zunehmen, der Einsatz von problematischen Metallen (die auch bei Verbrennern vorkommen) dagegen abnehmen. Im Gegensatz zu Verbrennern stellen E-Autos schon heute, vor allem im Kurz- und Mittelstreckenbereich, einen wirksamen Beitrag zum Klimaschutz dar. Natürlich kann man damit allein das Klima nicht retten dazu müssen wir lernen, unsere Maßlosigkeiten zu bändigen und bescheidener zu leben.″

Ulrich Mühlenhoff
Osnabrück

Bildtext:
Inzwischen gibt es auch Verbesserungen bei der Herstellung von Akkus, die überwiegend von Ökostrom-Anbietern geladen werden.
Foto:
dpa/ Karl-Josef Hildenbrand
Autor:
Ulrich Mühlenhoff


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