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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zweite Feuerwache in der Mache
Zwischenüberschrift:
Bauarbeiten haben begonnen / Das Personal wird neu sortiert
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück An der Nordstraße werden die Betonmischer bald Schlange stehen. Auf dem dreieckigen Grundstück am Kreisverkehr zur Belmer Straße entsteht die zweite Feuerwehrwache, ein V-förmiges Gebäude für 11 Millionen Euro.

Ein Baukran überragt das Gelände, Kanalschächte werden gesetzt und Fundamente gegossen. 2020 soll die zweite Wache ihrer Bestimmung übergeben werden. Mit ihrem Bau will die Stadt sicherstellen, dass die Feuerwehr bei kritischen Wohnungsbränden in allen Stadtteilen spätestens nach acht Minuten mit einer schlagkräftigen Truppe präsent ist. Bislang galt der Osten Osnabrücks als unterversorgt.

Die Einsatzkräfte für den Brandschutz sollen künftig auf zwei Standorte verteilt werden, wie Feuerwehrchef Dietrich Bettenbrock erklärt. Deshalb wird das 20-köpfige Bereitschaftsteam an der Nobbenburger Straße halbiert und die andere Hälfte an der Nordstraße stationiert. Die Wache in Gretesch soll also von Anfang an 24 Stunden lang mit zehn Mann besetzt sein, außerdem mit einem Löschfahrzeug, einer Drehleiter und einem Einsatzleitwagen. Wir sind jetzt schon dabei, das Personal neu zu sortieren″, sagt Bettenbrock.

Das 1, 1 Hektar große Grundstück liegt zwar verkehrsgünstig, grenzt aber auch direkt an das Wohngebiet Schinkeler Mark. Deshalb soll ein Teil des V-förmigen Baukörpers, der zurückliegende Flügel mit den Personalräumen, wie eine Schallschutzmauer wirken, um den Lärm der Fahrzeuge abzuschirmen. Das Hauptgebäude mit der Fahrzeughalle wird dreigeschossig ausgeführt, der östliche Teil bekommt zwei Ebenen.

Über die Notwendigkeit einer zweiten Feuerwache in Osnabrück wird schon seit Jahren diskutiert. 2010 hatte der Rat ein Gutachten bei der Lülf und Rinke Sicherheitsberatung GmbH in Auftrag gegeben, um zu klären, ob Personalstärke und Fahrzeugausstattung ausreichen, um im Stadtgebiet einen flächendeckenden Brandschutz sicherzustellen.

Die Gutachter kamen zu dem Ergebnis, dass es Sicherheitslücken im Stadtteil Darum-Gretesch-Lüstringen gibt. Aber auch bei Wohnungsbränden in Hellern, Atter, Pye und der Dodesheide könnte es knapp werden, innerhalb von acht Minuten ein Löschteam zu entsenden. Damit bekam die Forderung nach der Umstrukturierung der Feuerwehr und der Bau der zweiten Feuerwache eine neue Dynamik trotz der hohen Kosten, die damit verbunden sind.

Vor einem Jahr hatte der Kommunalberater Reinhart Richter aufgeworfen, ob die Stadt das Geld nicht besser dort einsetzen sollte, wo es häufiger zu Todesfällen kommt. Das Risiko, bei einem Wohnungsbrand zu sterben, ist in Osnabrück ziemlich gering. Sehr viel häufiger sterben Menschen im Straßenverkehr, bei Stürzen im Haus oder durch Suizid. Gezielte Präventionsarbeit könne hier mehr bewirken als eine zweite Feuerwache, lautete Richters These. Der Rat hielt aber an der Entscheidung fest. Am 20. Mai soll an der Nordstraße die Grundsteinlegung gefeiert werden.

Bildtext:
Die Fundamente nehmen Form an: Osnabrücks zweite Feuerwache entsteht an der Nordstraße in Gretesch.
Foto:
David Ebener
Autor:
Rainer Lahmann-Lammert


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