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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Maidorf? Für MHO-Patienten ein Schauermärchen
Zwischenüberschrift:
Leserbrief
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zum Artikel Das Maidorf kommt zurück″ und dem Kommentar Da entsteht etwas Großes″ von Wilfried Hinrichs (Ausgabe vom 12. April).

Sehr gut und schön wurden die vielen bunt schillernden positiven Aspekte des neuen Ballhauses und der damit verbundenen Möglichkeit, neben dem Maidorf auch andere große Events zu veranstalten, angepriesen.

Wie im Kommentar angesprochen, ist dieses Märchen ein Schauermärchen. Für wen? Für die vielen kranken und schwerkranken Menschen des Marienhospitals (MHO). Sie müssen teilweise in unmittelbarer Nachbarschaft des Alando die volle Dröhnung bezüglich der Lautstärke von draußen (oder auch von drinnen?) erdulden. Reicht es nicht, dass der Lärmpegel an den Wochenenden schon deutlich über das Maß hinausgeht? Meine Bettnachbarinnen erzählten, dass es erst gegen fünf Uhr morgens leise war. So leise, dass sie endlich einschlafen konnten. Hier geht es um die notwendige Ruhe, die uns Patienten verwehrt wird.

Wenn ich lese, dass während der Maiwoche die Veranstaltungen erst nach Ende der Party in der Innenstadt starten sollen, kriege ich das nackte Grausen. Oder werden die Zuwege entlang des MHOs für die Passanten hermetisch abgeriegelt? Denn immer mehr der Partygäste haben verlernt, leise zu sein und auf andere Rücksicht zu nehmen.

Während meines insgesamt als positiv empfundenen Aufenthaltes im MHO lag ich in einem Zimmer zur Straßenseite. Als ich das Pflegepersonal auf die Lautstärke ansprach, erhielt ich nur ein bedauerndes Schulterzucken und den Hinweis, dass ich froh sein sollte, dass das Wochenende vorbei sei. Aber zum Glück kann zu dem chemischen Cocktail, den vermutlich fast alle Patienten des MHO krankheitsbedingt erhalten, für die Nacht ja noch gerne ein weiteres schlafförderndes Pillchen gereicht werden. Herzlichen Dank dafür.″

Gertraud Termöllen
Osnabrück
Autor:
Gertraud Termöllen


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