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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zusatzbrücke für Radfahrer?
Zwischenüberschrift:
Neuer Plan: Römerbrücke soll einen Bypass bekommen
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Die überlastete Römerbrücke in Eversburg soll eine Partnerin bekommen: An der Ostseite soll eine Fuß- und Radwegbrücke entstehen. Damit würde eine über zehn Jahre währende Diskussion beendet wenn es denn so kommt.

Die Römerbrücke ist eine malerische Gewölbebrücke aus dem 19. Jahrhundert, die einen Altarm der Hase zwischen Eversburg und Pye überspannt. Sie ist trotz ihrer beschränkten Möglichkeiten eine wichtige Verbindung zwischen den beiden nördlichen Stadtteilen. Pkw und Kleinlaster können die einspurige Brücke nutzen, müssen sich die schmale Passage aber mit Fußgängern und Radfahrern teilen. Vor allem am Wochenende, wenn viele Ausflügler zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs sind, kommt es zu gefährlichen Begegnungen. Seit über zehn Jahren wird über Lösungen diskutiert, die eines gemeinsam haben: den Bau einer zusätzlichen Brücke parallel zu dem alten Schätzchen.

Nach zwei Beratungen im Ausschuss für Stadtentwicklung und einer interfraktionellen Gesprächsrunde kristallisiert sich eine neue Variante heraus: Die Römerbrücke bekommt an ihrer östlichen Flanke einen vier Meter breiten Bypass nur für Fußgänger und Radfahrer. Der Autoverkehr soll weiter über die Römerbrücke rollen. Die Kosten beziffert die Verwaltung auf 400 000 Euro. Hinzu kämen rund 300 000 Euro für substanzielle statische Verbesserungen an der Römerbrücke″, die sonst dauerhaft der Verkehrslast nicht gewachsen wäre.

Vor den Osterferien gab der Stadtentwicklungsausschuss der Verwaltung grundsätzliche freie Bahn, diese Idee zu Ende zu denken und zu planen. Wir sind im elften Jahr der Diskussion und müssen nun endlich den nächsten Schritt gehen″, sagte CDU-Ratsfrau Rita Feldkamp. SPD zieht rote Linie

Auch der SPD-Verkehrsexperte Heiko Panzer will, dass es vorangeht, zog aber auch eine rote Linie: Ohne zusätzliche Querungshilfen werde die SPD dem Bau der Fußgängerbrücke nicht zustimmen können.

Auf der Eversburger Seite müssten Radfahrer und Fußgänger die Straßenseite wechseln, um die Fußgängerbrücke erreichen zu können. Panzer äußerte die Befürchtung, dass ohne Querungshilfen dadurch ein neuer Gefahrenpunkt geschaffen würde.

Die Alternative wäre der Bau einer autogerechten Brücke zwischen Süberweg und der Straße Die Eversburg″. Radler und Fußgänger würden weiter die Römerbrücke nutzen können und kämen mit dem Autoverkehr nicht in Berührung. Als aufgeständertes Bauwerk zwischen der Kanalbrücke und der Hasebrücke würde damit auch eine recht schlanke Bauweise gewählt werden können″, schreibt die Bauverwaltung in der Vorlage für den Rat. Diese große Lösung würde allerdings 1, 8 Millionen Euro kosten. Es muss etwas passieren das meinen auch die Experten in der Bauverwaltung. Aus Aspekten der Verkehrssicherheit″ scheide die Nullvariante″ also das Nichtstun aus, heißt es in der Vorlage.

Im September 2018 hatte die Verwaltung den Verkehr auf der Römerbrücken-Passage zählen lassen. Demnach befuhren am Dienstag, 11. September, mehr als 4000 Kraftfahrzeuge die Strecke, am Mittwoch, 12. September, waren es 4500. Die Durchschnittsgeschwindigkeit (von 85 Prozent der Fahrzeuge) lag bei 52 km/ h. Zum Vergleich: Die vor zehn Jahren neu gebaute Parallelbrücke im Zuge der Glückaufstraße passierten im selben Zeitraum 700 bzw. 650 Kraftfahrzeuge.

Bildtext:
Ein Nadelöhr für den Autoverkehr und gefährlich für Radfahrer und Fußgänger: die Römerbrücke in Eversburg.
Foto:
Graf
Autor:
Wilfried Hinrichs


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