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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Einsatz für den Tierschutz in Osnabrück
Zwischenüberschrift:
Schüler der Gesamtschule Schinkel begleiten Krötenwanderung
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Osnabrück Derzeit rüsten sich Schüler und Lehrer der Gesamtschule Schinkel täglich mit Warnwesten aus. Eine halbe Stunde vor Unterrichtsbeginn sammeln sie Kröten aus Eimern am nahe gelegenen Krötenzaun, um sie sicher zum Laichgrund dem Regenrückhaltebecken im Wäldchen auf der anderen Straßenseite zu bringen.

Wer in den vergangenen Wochen in der Nähe von Gewässern oder Wäldern unterwegs war, mag sie bereits beobachtet haben: die Krötenwanderung. Für viele Tiere endet diese Reise tödlich unter den Rädern eines Autos. Abhilfe können Krötenzäune schaffen wie in der direkten Nachbarschaft der Gesamtschule Schinkel. Relativ spontan hat sich hier im Januar das dazu passende Krötenprojekt etabliert: Rund 50 Schüler und fünf Lehrer darunter eine pensionierte Pädagogin engagieren sich montags bis freitags für den Amphibienschutz.

Jeder Wochentag ist einer Gruppe und einem Lehrer zugewiesen. Am Wochenende betreuen Anwohner den Zaun. Es ist ein zunehmend eingespieltes Team, auf dessen ehrenamtliche Unterstützung beim Absammeln der Kröten″ die Stadt Osnabrück dringend angewiesen ist. Sieben Krötenzäune wurden dieses Jahr für den Zeitraum der Wandersaison aufgestellt. Die enge Kooperation mit der Gesamtschule Schinkel gilt als Pilotprojekt″, sagt Kathrin Schneider vom Fachdienst Naturschutz und Landschaftsplanung.

Die Initiative für den Krötenzaun an der Gesamtschule hatte Carolin Kunz ergriffen, die in der Nachbarschaft der Schule wohnt. Als sie vor zwei Jahren rund 500 tote Kröten zählte, wandte sie sich an die Stadt. 2018 stand der 200 Meter lange Zaun das erste Mal. Kunz holte ihre Freundin Heide Nordmann, Lehrerin an der Gesamtschule Schinkel, mit ins Boot. Die Gespräche mit der Stadt verliefen positiv, die Resonanz bei den Schülern war es ebenfalls. Wir haben Schüler, deren Augen angesichts des Projekts nur so aufleuchten″, berichtet Nordmann von der Begeisterung der Projektteilnehmer.

Umwelt- und Tierschutz seien an der Schule ein großes Thema, sagt Schülerin Anna. Garten-AG, Imker-AG und Co seien bei den Jugendlichen äußerst beliebt, bestätigt Lehrerin Heike Bullmann.

Das Krötenprojekt zeigt, dass die Schüler auch ein Herz für Tiere haben, die nicht unbedingt niedlich sind. Es ist cool zu sehen, welche Arten hier unterwegs sind″, sagt Schülerin Malin. Jeden Morgen dokumentieren sie am Krötenzaun die Anzahl gefundener Tiere sowie das Geschlecht. Je nach Wetterlage gibt es enorme Unterschiede. Bei weniger als fünf Grad Celsius wandern die Kröten für gewöhnlich nicht″, erklärt Bullmann. So kommt es vor, dass es Tage gibt, an denen nicht ein einziges Tier in den Sammeleimern auf seine Weiterreise wartet. An anderen Tagen haben die Gruppen schon um die 100 Kröten sicher auf die andere Seite der Straße gebracht. Damit kein Tier in einem der 23 Eimer verendet, sind tägliche Kontrollgänge trotz Kälte oder Regen Pflichtprogramm für die jungen Tierschützer.

Bildtext:
Engagieren sich am Krötenzaun für den Tierschutz: Anna Marie, Fabienne, Malin, Leila (von links).
Foto:
Sina-Christin Wilk
Autor:
Sina-Christin Wilk


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