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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Gute Radwege kosten Geld
Zwischenüberschrift:
Leserbriefe
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Zu den Artikeln Wie teuer ist der Superradweg wirklich? (Ausgabe vom 14. März) und Die Wahrheit über den Superradweg″ (Ausgabe vom 15. März).

Die Stadt spendiert den Radfahrern für 430 000 Euro einen 150 Meter langen Radweg. Keine 500 Meter weiter, am Schlosswall, dürfen die Passanten seit Jahrzehnten am Schlossgarten entlang auf einem unbefestigten Fußweg 150 Meter durch den Dreck spazieren, während die geschützten Radfahrer einen eigens für sie abgetrennten und geteerten Radweg haben. Einige Verantwortliche scheinen zu vergessen, dass die Fußgänger noch umweltfreundlicher unterwegs sind als die Radfahrer. Mit weniger Flächenverbrauch und weniger Gummiabrieb. Trotzdem gilt für die Stadt: Lieber viel Geld für eine , Protected Bike Lane′ als wenig Geld gegen , Muddy Pavement.″

Marius Meinert Osnabrück

„[...] Die Aussagen von Herrn Fillep zeugen eindeutig von mangelnder Kenntnis der Materie. Hat der Finanzvorstand und seit der sogenannten Verwaltungsreform auch für Verkehrsanlagen zuständige Ressortchef den letzten Sommer verschlafen oder hat er wirklich nicht mitbekommen, was am Wall gebaut wurde? Jeder Bürger und Laie hat mitbekommen, dass im Zuge des Radwegebaus auch die Fahrbahndecke sowie sämtliche Ver- und Entsorgungsleitungen im Radwegebereich aufwendig erneuert wurden. Vielleicht sollte sich Herr Fillep zukünftig bei seinen Fachleuten im zuständigen Resort kundig machen, bevor er so etwas raushaut. Im Übrigen ist das Geld gut angelegt, denn das Radwegenetz ist in Osnabrück weiterhin in einem desolaten Zustand. Ein gutes und gefahrloses Radwegenetz ist die Voraussetzung für eine möglichst autofreie Innenstadt.″

Ulrich Frohns Osnabrück

Ja, gute Radwege kosten Geld. Genauso wie gute Straßen. Und Kostensteigerungen kommen immer wieder vor. Die neun Kilometer lange A 33 Nord sollte mal 85 Millionen Euro kosten. Inzwischen werden 145 Millionen Euro veranschlagt. Und das ist sicher nicht das Ende der Fahnenstange. Weil sie aber für Autos gebaut wird, wird das stillschweigend hingenommen. Wenn Osnabrück nicht im Stau ersticken will, müssen alternative Verkehrsmittel gestärkt werden. Dazu gehören sichere und komfortable Radwege. Dann steigen Menschen auch gerne um aufs Rad. Die handtuchschmalen Farbstreifen auf der Fahrbahn sind erstens ein Alibi und zweitens ein echtes Hemmnis für viele, die gerne Rad fahren würden, es sich aber noch nicht trauen. Das hat auch der ADFC-Fahrradklima-Test 2016 gezeigt. Die , Breite der Radwege′ war der Punkt mit der schlechtesten Bewertung (Note 5, 1). Insofern ist der Radweg am Heger-Tor-Wall ein sehr guter Anfang und zeigt, dass man den Radverkehr endlich ernst nimmt. Weiter so!

Daniel Doerk Osnabrück

Der neue Radweg wurde mit viel Tamtam ausgerechnet in einem Bereich gebaut, in dem sich einer der wenigen sicher befahrbaren Radwege befand! In Anbetracht der zahlreichen gefährlichen Streckenführungen für Radfahrer in Osnabrück ist diese Planung nicht im Geringsten nachvollziehbar. Hier wurde meines Erachtens leichtfertig die Chance vertan, das Radwegenetz sinnvoll zu ergänzen.″

Thomas Schlautmann Osnabrück

Bildtext:
Dieser Radweg am Osnabrücker Wall sorgt für reichlich Diskussionsstoff.
Foto:
Jörn Martens
Autor:
Marius Meinert, Ulrich Frohns, Daniel Doerk, Thomas Schlautmann


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