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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Das Tropenholz der Humboldtbrücke verrottet
Zwischenüberschrift:
Spielstätten im Schinkel und Radschnellweg weitere Themen in Osnabrücker Bürgerforum
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Wann kommt die neue Humboldtbrücke? Gibt es im Schinkel zu viele Spielstätten? Sind Werbemonitore zu hell? Wie geht es weiter mit dem Radschnellweg?

Osnabrück Mit diesen Fragen beschäftigte sich das Bürgerforum für die Osnabrücker Stadtteile Gartlage, Schinkel, Schinkel-Ost und Widukindland.

Humboldtbrücke: Bongossi so heißt das Tropenholz, aus dem die Humboldtbrücke seit knapp 30 Jahren besteht. In Osnabrück hat dieses Holz seinen Ruf als besonders widerstandsfähiges und haltbares Material verloren. Die Verbindung zwischen der Eisenbahnstraße und der Buerschen Straße ist in Teilen defekt″, stellte Carsten Friderici fest: Der Vorsitzende des Bürgervereins Schinkel sprach von Stolperfallen″ für die Fußgänger und fragte die Verwaltung, wann mit einer Renovierung zu rechnen ist. Doch das teils verrottete Holz wird wohl noch ein Jahr oder länger halten müssen. Der Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen teilte im Bürgerforum mit, dass eine Erneuerung frühestens 2020 ansteht. Dafür stehen 550 000 Euro zur Verfügung.

Weil die fast 100 Meter lange Brücke über die Gleise 11/ 12 und 13/ 14 des Hauptbahnhofs führt, hatten die Verkehrsverbände VCD, Pro Bahn und Initiative Haller Willem bereits vor einem Jahr gefordert, beim Neubau der Fußgängerbrücke auch Treppen zu den Gleisen auf der Strecke zwischen Amsterdam und Hannover zu bauen. Und der städtische Fachbereich Geodaten und Verkehrsanlagen″ hält die Umsetzung dieser Idee für wünschenswert″. Jedoch seien dafür noch ausführliche Gespräche″ mit der Deutschen Bahn erforderlich.

Spielstätten: Die Auswahl an Spielstätten und Wettbüros ist im Stadtteil Schinkel offenbar recht groß zu groß, wie Carsten Friderici findet: Auf der Bohmter Straße/ Bremer Straße sind allein auf circa 800 Metern vier Glücksspielstätten und ein Wettbüro ansässig.″ In einem ein Kilometer großen Umkreis befinden sich nach seiner Zählung neun Spielhallen und sechs Wettbüros. Und an der Ecke Bremer Straße/ Oststraße habe eine Spielhalle eröffnet, die sich keine 80 Meter″ von der nächsten entfernt befinde. Dass bei dieser Dichte das Niedersächsische Glücksspielgesetz eingehalten wird, kann bezweifelt werden.″ Tatsächlich stellte der städtische Fachbereich Bürger und Ordnung″ fest, dass in Niedersachsen eine 100 Meter lange Luftlinie zwischen zwei Spielhallen liegen muss. Der Abstand werde im Stadtteil Schinkel eingehalten. Dagegen stehen die Messungen von Friderici und weiteren Akteuren: Sie beharren auf der Feststellung: Es sind keine 80 Meter.″

SPD-Ratsherr und Landtagspolitiker Frank Henning, der das Bürgerforum leitete, sieht als Hauptproblem die 100-Meter-Regelung in Niedersachsen. Das ist zu wenig.″ Dieser Ansicht zeigte sich auch Stadtrat Wolfgang Beckermann, der feststellte: Daran etwas zu ändern, sei Aufgabe des Landtages″.

Werbetafeln: Friederike Lechtermann ärgert sich über den Monitor mit digitalen Anzeigen an der Ecke Buersche Straße/ Oststraße. Sie meint, dass die leuchtenden Bilder vom Verkehr ablenken, zur Lichtverschmutzung beitragen und die ohnehin hässliche Ecke″ verschandeln. Franz Schürings vom Fachbereich Städtebau berichtete, dass es im Stadtgebiet fünf dieser Werbemonitore gibt. Die Verkehrssicherheit sei überprüft worden. Die Verwaltung sei dabei, Erfahrungen mit ihnen zu sammeln. Auch die Stadt könne Informationen auf diese Monitore aufspielen. Betreiber der Monitore sei die Firma Deutsche Städte Medien″, die mit der Stadt Osnabrück einen Vertrag abgeschlossen hatte.

Walter Leineweber, Vorsitzender des Bürgervereins Schinkel-Ost, findet den Monitor an der Buerschen Straße sehr unangenehm″, für das Empfinden eines Anwohners ist er zu hell eingestellt″ auch wenn sie in der Dunkelheit gedimmt werden, wie Schürings berichtet hatte. Frank Henning berichtete jedoch auch von positiven Rückmeldungen″.

Radschnellweg: Wie geht es mit dem Radschnellweg von Osnabrück nach Belm weiter? Martin Viecenz, Anwohner der künftigen Strecke im Widukindland und offenbar kein großer Freund des Projekts, hatte erfahren, dass das Land Niedersachsen in den Haushalt 2019 kein Geld für Förderung des Baus von Radschnellwegen eingestellt hat. Im Bürgerforum erfuhr er, dass dies aber nicht das Ende der Radschnellwege ist. Der Grund für die Entscheidung des Landes lag offenbar darin, dass aus dem Haushalt für 2018 das vorgesehene Geld noch nicht ausgegeben worden war. Und Franz Schürings berichtete, dass der Osnabrücker Radweg noch aus einem Sondertopf von 2017 gezahlt wird: Wir können unseren Radschnellweg weiterbauen.″ Das geschehe aber nicht am Stück, sondern in Abschnitten. Bis Mai soll die Strecke zwischen der Liebigstraße und der Straße Am Bahndamm fertig werden. Bei dem Vorhaben handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der Stadt Osnabrück, der Gemeinde Belm und des Landkreises Osnabrück.

Bildtext:
MARODES HOLZ: Die Humboldtbrücke in Osnabrück wird frühestens im kommenden Jahr erneuert und dann vielleicht mit einem Abgang zu den darunterliegenden Gleisen.
Foto:
Archiv/ David Ebener
Autor:
Jann Weber


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