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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Zeitenwende im Osnabrücker Busverkehr
 
Ein Stern mit zehn Strahlen
Zwischenüberschrift:
Osnabrücks neue Metrobus-Linien sind ab Ende März in Betrieb
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Pendler in Osnabrück können sich auf ein neues Busangebot freuen. Ende März nimmt die neue Metro-Buslinie M1 ihren Betrieb auf, die die beiden Stadtteile Düstrup und Haste mitteinander verbindet. Auf dieser Linie fahren keine Dieselbusse mehr, sondern ausschließlich batteriebetriebene Gelenkwagen. Weitere Metrolinien folgen. Sie sind Teil der Busnetz-Reform 2019, die sich nicht nur auf die Stadt, sondern auch auf die Umlandgemeinden Belm, Hagen und Holzhausen bezieht. Die Metrolinien sollen Fahrgäste schneller zum Ziel bringen. Vorgesehen ist eine eingebaute Vorfahrt, die Bussen gegenüber Autos eine Vorfahrt ermöglichen soll. Für die Stadtwerke Osnabrück ist die Busreform eine wichtige Basis für den ÖPNV der Zukunft. Die Verantwortlichen sprechen von einer Zeitenwende.

Ende März nimmt Deutschlands mutmaßlich längste E-Bus-Linie in Osnabrück den Betrieb auf. Als Metrobus-Linie M1 pendelt sie zwischen Düstrup und Haste. Mit der Busnetz-Reform 2019 folgen im Herbst die Linien M2 bis M5. Wir stellen die wichtigsten ÖPNV-Strecken im Detail vor.

Osnabrück Am Mittwoch, 27. März, soll die neue Metrobus-Linie M1 (Düstrup Haste) feierlich eröffnet werden, am folgenden Wochenende (30./ 31. März) dann den regulären Betrieb aufnehmen. Die heutige Linie 41 ist damit die erste bedeutende öffentliche Nahverkehrsverbindung in Osnabrück, auf der grundsätzlich keine Dieselfahrzeuge mehr zum Einsatz kommen, sondern nur noch batteriebetriebene Gelenkwagen. Eine Zeitenwende″, sagen die Stadtwerke. Sauberer und leiser

Denn nach der M1 werden in den kommenden Jahren schrittweise auch vier weitere Hauptachsen (M2 bis M5) elektrifiziert. Ziel ist ein lokal emissionsfreier ÖPNV also ein Busverkehr, der vor Ort weder Krach macht noch die Luft verpestet.

Mit Inkrafttreten der Osnabrücker Busnetz-Reform 2019 im Herbst sind alle fünf Metrobus-Linien unter ihrer neuen Bezeichnung unterwegs. Wie ein Stern mit zehn Strahlen und dem Neumarkt als Zentrum breiten sie sich künftig aus. Teilweise sogar bis ins Umland: Die Gemeinden Belm und Hagen sowie Holzhausen werden von Beginn an durch die Metrobus-Linien angebunden″, sagt Harald Schulte, bei den Stadtwerken verantwortlich für die ÖPNV-Angebotsplanung.

Im Zuge der Umstellung werden einige Linienäste neu verknüpft. Beispiel: Anstelle der heutigen Linie 71/ 473 von Belm über Osnabrück nach Hagen führt künftig die Linie M3 aus dem Stadtteil Schinkel nach Hagen. Die neue Linie M4 führt dagegen von Belm nach Hellern bzw. Ikea.

Zugleich werden Linienwege begradigt. Schulte: Hiervon profitiert unter anderem sehr stark die neue Linie M3 im Schinkel.″Eingebaute Vorfahrt

Neben möglichst geraden Linienverläufen zeichne die Metrobus-Linien eine konsequente Busbeschleunigung″ aus sprich eine eingebaute Vorfahrt vor Autos und anderem motorisierten Individualverkehr. Bei diesem Thema haben wir aber noch eine Menge Arbeit vor uns. Nicht alles lässt sich schon zum Start des neuen Netzes umsetzen″, erklärt der Abteilungsleiter im Gespräch mit unserer Redaktion. Deshalb seien Beschleunigungsmaßnahmen zentraler Bestandteil der Ziele im neuen Nahverkehrsplan.Das sind die fünf Linien

Das Osnabrücker Busnetz 2019 besteht im Einzelnen aus den Metrobus-Linien:

M1, die Haste über den Neumarkt mit Düstrup verbindet und damit auf der heutigen Strecke der Linie 41 fahren wird.

M2, die Hauptbahnhof, Neumarkt, Campus Westerberg und über die Natruper Straße und Wersener Straße auch das Landwehrviertel verbindet.

M3, die von Hagen über Sutthausen und Neumarkt bis Osnabrück-Schinkel fahren wird (alle 10 Minuten innerhalb von Osnabrück, alle 20 Minuten von/ bis Hagen).

M4, die Belm über den Neumarkt mit Osnabrück-Hellern verbindet. Der erste Linienast dieser Linie wird zunächst einen Endpunkt in Hellern bekommen, könnte aber künftig bis nach Hasbergen führen. Der zweite Linienast reicht bis ins Gewerbegebiet Hellern und möglichst bald weiter bis Ikea.

M5, die von der Dodesheide über Lerchenstraße, Hasetor, Neumarkt und Johannisstraße bis zum Kreishaus bzw. Zoo (Nahne/ Schölerberg) fahren wird. Auch bei dieser Linie wird überlegt, sie beizeiten bis nach Georgsmarienhütte zu verlängern. Stadtwerke-Chef Schulte erklärt: Die denkbaren Erweiterungen der Metrobus-Linien sollen dazu dienen, einen noch attraktiveren Verkehr bis in die Region anzubieten und entsprechend auch Fahrgäste aus dem Osnabrücker Umland zu gewinnen.″

Bevor eines Tages Metrobusse nach Hasbergen und Georgsmarienhütte fahren können, sei jedoch eine umfangreiche Veränderung des Regionalverkehrs″ nötig. Entsprechende Planungen müssten sorgfältig vorbereitet und abgewogen werden. Im neuen Nahverkehrsplan seien die Ideen als sogenannte Maßnahmen-Steckbriefe aufgeführt.

Die Linien M1 bis M5 bilden laut Schulte eine wichtige Basis für den ÖPNV der Zukunft. Darüber hinaus gebe es natürlich weitere Linien in die Region, die komplett mit städtischen Linien verbunden sind″. Das betreffe zum Beispiel Wallenhorst, Bissendorf, Melle und Georgsmarienhütte. Es handele sich dabei lediglich nicht um Metrobus-Linien. Das heißt: Auch das neue Netz bietet die bekannten integrierten Linien ohnehin an.″

Bildtext:
Die erste rein elektrisch betriebene Metrobus-Linie M1 (Düstrup–Haste) rollt ab Ende März durch Osnabrück.
Foto:
Gert Westdörp
Autor:
Sebastian Stricker, Jean-Charles Fays


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