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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Bau des Agro-Technicums rückt näher
Zwischenüberschrift:
Hochschule Osnabrück bündelt Forschungsaktivitäten am Campus Westerberg
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Am Campus Westerberg will die Hochschule Osnabrück in Kürze mit dem Bau eines neuen Laborgebäudes und einer Multifunktionshalle beginnen. Ein weiteres Objekt, das sogenannte Agro-Technicum, soll bis 2022 folgen.

Osnabrück Sieben Millionen Euro steckt die Hochschule Osnabrück nach eigenen Angaben in das dreiteilige Ensemble, welches auf dem Eckgrundstück zwischen Sedanstraße, Artilleriestraße und Nelson-Mandela-Straße entstehen soll. Die Kosten werden zum Großteil vom Land Niedersachsen getragen. Die Europäische Union steuert Mittel aus ihrem Fonds für regionale Entwicklung (Efre) bei. Den Rest schultert die FH selbst.

Zwei Jahre nach Vorstellung der Pläne und damit deutlich später als damals angekündigt steht ihre Umsetzung nun kurz bevor. Dafür müssen bestehende Gebäude auf der ungefähr ein Hektar großen Fläche hinter der Zentralbibliothek weichen. Der Abriss soll im Mai erfolgen″, sagte Hochschulsprecher Ralf Garten auf Anfrage unserer Redaktion. Ab Juni beginne dann der Neubau von Multifunktionshalle (660 Quadratmeter) und Laborgebäude (500 Quadratmeter).

Bis Ende 2020 sollen beide Objekte fertig sein. Anschließend wird der restliche Altbestand beseitigt, um Platz zu machen für das Agro-Technicum mit 3, 9 Millionen Euro teuerster Einzelposten im gesamten Projekt.

Beim Agro-Technicum handelt es sich um einen knapp 1000 Quadratmeter großen, multifunktionalen Forschungsbau einschließlich Werkhalle, in dem ab 2022 landwirtschaftliche Trägerfahrzeuge, autonome Feldroboter oder auch selbstfahrende Landmaschinen entwickelt werden sollen. Den Schwerpunkt bilden dabei die Bereiche Sensortechnologie, Datenmanagement und mechatronische Systeme. Für ausgiebige Praxistests wird zusätzlich ein Versuchsfeld eingerichtet.

Alles unter einem Dach

Nicht nur die Hochschule, die künftig bestimmte Forschungsaktivitäten unter einem Dach zusammenführen kann, sondern auch die Politik verspricht sich viel von dem Agro-Technicum. Landmaschinen verwandeln sich unabhängig von ihrer Größe zunehmend in Hightech-Produkte″, teilte der Osnabrücker Landtagsabgeordnete Burkhard Jasper (CDU) mit. Da in unserer Region viele bedeutende Landmaschinenhersteller angesiedelt sind, hat diese Forschungsausrichtung für den Standort einen hohen Stellenwert.″

Zur Neugestaltung des Campus Westerberg an seiner nordwestlichen Grenze hatte die Hochschule Osnabrück seinerzeit einen Architekturwettbewerb ausgerufen. Eine externe Expertenkommission prüfte die eingereichten Vorschläge. Den Zuschlag erhielt ein Entwurf des Kasseler Architekturbüros Atelier 30, das sich bereits am Wettbewerb für die 2015 neu gebaute Zentralbibliothek beteiligte und dort den zweiten Platz belegte.

Mit Blick auf das Agro-Technicum-Ensemble lobte die Jury vor allem die Anordnung und das gestalterische Konzept der Gebäude. Auch das in der Aufgabenstellung geforderte Versuchsfeld sei intelligent eingebettet. Physikprofessor Arno Ruckelshausen, einer der renommiertesten Forscher in der Feldrobotik, bezeichnete die Gesamtkonzeption damals als schlüssig: Wir benötigen sowohl gute Laborbedingungen als auch Testflächen, die reale Bedingungen bieten. Der Siegerentwurf bietet hervorragende Optionen für die Forschung und Entwicklung zur digitalen Transformation in der Landwirtschaft.″

Bildtexte:
SCHICK UND ZWECKMÄSSIG: So soll der dreiteilige Gebäudekomplex rund um das neue Agro-Technicum der Hochschule Osnabrück am Campus Westerberg einmal aussehen.
Einen Hektar groß ist das Grundstück zwischen Sedanstraße, Artilleriestraße und Nelson-Mandela-Straße, auf dem bestehende Gebäude weichen müssen.
Fotos:
Hermann Pentermann, Stadt Osnabrück/ Geodaten
Autor:
Sebastian Stricker


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