User Online: 1 | Timeout: 19:38Uhr ⟳ | Ihre Anmerkungen | NUSO | Info | Auswahl | Ende | AAA  Mobil →
Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
Datensätze des Ergebnis
Suche: Auswahl zeigen
Treffer:1
Sortierungen:
Anfang der Liste Ende der Liste
1. 
(Korrektur)Anmerkung zu einem Zeitungsartikel per email Dieses Objekt in Ihre Merkliste aufnehmen (Cookies erlauben!)
Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
Plastik wiederverwertbar machen
Zwischenüberschrift:
Oeseder Gymnasiasten bei Landeswettbewerb „Jugend forscht″
Artikel:
Kleinbild
Originaltext:
Plastik ist ein Thema, das derzeit viel diskutiert wird. Auch Philipp Kleinheider und David Altevogt bereitete es Kopfzerbrechen. Die beiden 15-Jährigen beschäftigten sich mit der möglichen Wiederverwertbarkeit von PET. Und kamen zu erstaunlichen Erkenntnissen. Der Jury des Regionalwettbewerbs Jugend forscht″ in Lingen war das einen ersten Preis wert. Jetzt wartet der Landeswettbewerb.

Georgsmarienhütte Seit Anfang des Schuljahres haben sich die beiden Gymnasiasten für die Chemie-AG ihrer Schule entschieden. Und rasch trieb sie das Thema Plastikmüll um. Philipp hatte einen Artikel dazu gelesen″, verrät Team-Kollege David. Damit ging das Forschen zum Thema PET und seiner Recyclingfähigkeit los. Das Verfahren wurde aber nur ungenau beschrieben″, räumt David weiter ein. Der Startschuss für die beiden Nachwuchswissenschaftler aus Hagen, der Sache näher auf den Grund zu gehen.

Ihre Idee: PET besteht aus Terephtalsäure und Ethylenglycol. Was, wenn man das PET in diese Substanzen zurückverwandeln könnte? Und damit den Nutzzyklus von Neuem starten? Wir haben Natriumethylat-Pulver in Ethanol gelöst″, beschreibt Philipp die Vorgehensweise. Dann haben wir PET-Folie klein geschnitten und in einen Erlenmeyer-Kolben gegeben. Manchmal blieb ein PET-Rest übrig den haben wir filtriert.″

Das ansonsten entstandene Pulver hingegen haben sie mit Schwefelsäure reagieren lassen und erhielten Terephthalsäure. Wir sind dann zur Uni gefahren, um zu gucken, ob es wirklich die Säure ist″, erklärt Philipp weiter. Eine IR-Spektroskopie sollte Aufschluss geben. Das anschließende Ergebnis-Diagramm ließ sie aufhorchen: Zu 90 Prozent sind wir sicher, dass es wirklich Terephthalsäure ist.″

Arbeit überzeugt Jury

Die Jury beim Regionalwettbewerb hat die Arbeit der beiden Jungforscher überzeugt. Der erste Preis bedeutet für sie zugleich die Teilnahme am Landeswettbewerb. Und so werden Philipp und David vom kommenden Montag bis Mittwoch die drei freien Schultage in Kauf nehmen, um ihr Projekt auch in Clausthal-Zellerfeld vorzustellen.

Für Schulleiter Thomas Rohm ist es schon jetzt ein tolles Ergebnis: Wir haben hier einen Schwerpunkt im Fach Chemie″, erläutert er und lobt Philipp und David: Das ist eine ganz tolle Leistung, die ihr geschafft habt. Wir sind sehr stolz darauf.″

Auch AG-Leiterin und Chemie-Lehrerin Martina Möller freut sich: David und Philipp haben sich mit einem hochaktuellen Thema zur Verbesserung der Nachhaltigkeit und Ressourcenschonung beschäftigt. Die Arbeit beinhaltet eine sehr gute und wissenschaftliche Literaturrecherche sowie anspruchsvoll ausgearbeitete Analytik.″

Zwölf junge Teilnehmer der Chemie-AG sind beim Regionalwettbewerb an den Start gegangen. Strohhalme, die man essen kann, waren ebenso Thema wie umweltverträgliches Plastik aus Chitosan oder die Frage, wie sich Kristalle am besten züchten lassen. Juli Lauxtermann, Madlen Wessoly und Nadja Hehmann erhielten im Rahmen von Schüler experimentieren″ dem Jüngsten-Wettbewerb von Jugend Forscht″ einen Sonderpreis Nachwachsende Rohstoffe″ für ihre Ideen. Die Jugend-forscht-AG am Gymnasium Oesede gibt es bereits seit 2012.

Bildtext:
VERSUCHSANORDNUNG: Derzeit versuchen Philipp und David die optimale Konzentration der Schwefelsäure für ihre Bedürfnisse zu ermitteln.
Foto:
Alexander Heim
Autor:
Alexander Heim


Anfang der Liste Ende der Liste