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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Erscheinungsdatum:
aus Zeitung:
Überschrift:
18 000 beim Ossensamstag
Zwischenüberschrift:
Osnabrücker feiern weitestgehend friedlich ihren Straßenkarneval / Platzverweise in der Altstadt
Artikel:
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Originaltext:
Rund 18 000 Menschen haben am Ossensamstag die Innenstadt mit buntem Leben erfüllt. Wegen der Sperrung der Johannisstraße verlief der Zug in diesem Jahr entlang einer neuen Route. Nach Angaben der Polizei verlief der Tag relativ friedlich.

Osnabrück Aufgrund der Bauarbeiten in der Johannisstraße mussten die Motivwagen und die Fußgruppen eine ungewohnte Route nehmen. Pünktlich um 14 startete der Zug an der Neuen Mühle, anschließend ging es weiter über den Kollegienwall, die Schlagvorder Straße, die Möserstraße und die Wittekindstraße. Zuletzt passierte der bunte Lindwurm die Kleine Domsfreiheit und den Domhof. Zielpunkt war traditionell der Markt, vor dem Rathaus, und später in den Altstadtkneipen ging die Party weiter.

Einhörner, Flamingos und Superhelden waren in diesem Jahr bei den verkleideten Narren und Närrinnen besonders hoch im Kurs. Ob Spiderman oder Mario und Luigi aus dem bekannten Videospiel, fast alle sah man an diesem Nachmittag in mehrfacher Ausführung feiernd auf den Straßen. Leute, die dazwischen noch arbeiten mussten, schauten dank der guten Stimmung fast schon etwas sehnsüchtig zerknirscht auf das bunte Treiben. So zum Beispiel ein Postbote, der sich kurz nach Beginn des Umzugs mit seinem Handwagen durch die Menge am Kollegienwall manövrieren musste.

Gut 60 Teilnehmergruppen sorgten beim Ossensamstagsumzug mit jeder Menge Kamelle, Schokolade und Gummibärchen vor allem für leuchtende Kinderaugen. Doch teilweise kamen nicht nur Süßigkeiten geflogen. Gleich mehrere Wagen sorgten anfänglich für ein wenig Verwirrung, als sie den Narren am Straßenrand unzählige Serviettenpakete zuwarfen. Hatte da ein lokaler Hersteller etwa mal das Lager gründlich aufgeräumt? Den Anschein hatte es fast. Die Päckchen wanderten schließlich dennoch beherzt in die prall gefüllten Kamellentüten.

Drei Klimazonen″

Die Stadt teilte sich während der Feierlichkeiten regelrecht in drei karnevalistische Klimazonen″. Während es in der Familienzone am Kollegienwall zwischen kleinen Prinzessinnen, Äffchen und Marienkäfern besonders entspannt und gesittet zuging, war es rund um Theater und Rathaus für ein bunt gemischtes Publikum schon deutlich ausgelassener und partyfreudig. Die komplette Alkohol-Eskalation gab es hingegen wieder rund um den Haarmannsbrunnen. Der Grundpegel der meist jugendlichen Narren dort ließ sich zum einen anhand der Scherben auf dem Boden ablesen und zum anderen allgemein auch riechen. Möglicherweise trainierten sie hier schon mal für das nächste Festival im Sommer.

Die teils aufwendig geschmückten Festwagen rollten knapp zwei Stunden durch die Stadt, bis die Narren schließlich mit viel Getöse das Rathaus eroberten und Oberbürgermeister Griesert symbolisch für die nächsten Tage die Schlüssel abnahmen. Bei bester Stimmung feierten sie die fünfte Jahreszeit weiter vor dem Rathaus und in den umliegenden Kneipen bis in den Abend.

Wie in den Vorjahren wurde der Einsatz von Feuerwehr, Rettungsdiensten und unter anderem dem Technischen Hilfswerk (THW) vom Schulhof der Domschule aus koordiniert. Nach Angaben von Einsatzleiter Jens Rademacher von der Osnabrücker Berufsfeuerwehr waren rund 350 Einsatzkräfte in der Innenstadt unterwegs. Ihre Anzahl wurde bis in die Nachtstunden sukzessive abgebaut. Alle Personen, die im Zusammenhang mit dem Ossensamstag behandelt werden mussten, kamen zunächst in die Sanitätszelte an der Domschule bis sie abgeholt oder ins Krankenhaus gebracht wurden. Übermäßiger Alkoholkonsum und Schnittverletzungen waren die Hauptgründe, warum Ossensamstagsbesucher hier landeten.

Es ist insgesamt bislang relativ ruhig geblieben″, sagte Polizeisprecherin Anke Hamker am Samstagnachmittag. Bis etwa 17 Uhr wurden elf Personen vor allem wegen überhöhten Alkoholkonsums behandelt. Am Sonntag sprach die Polizei von 15 Personen. Den traurigen Rekord knackte ein 47-jähriger Mann, der mit 2, 75 Promille Blutalkohol aufgegriffen wurde. Bei einer 16-Jährigen wurden 1, 25 Promille festgestellt.

Hamker schätzte die Besucherzahl vorsichtig auf rund 18 000 Personen. Am Abend und in der Nacht ging es laut Polizei dann in den Kneipen in der Altstadt rund. Im Laufe des Abends kam es zu Körperverletzungen, Streitigkeiten und auch zu Beleidigungen gegenüber Einsatzkräften. Die Polizei erteilte 24 Platzverweise und nahm mehrere Anzeigen wegen Körperverletzungen, Diebstahl, Beleidigungen, Verstoß gegen das Betäubungsmittelgesetz und Widerstandshandlungen auf. Direkt hinter dem Karnevalszug hatten sich die Mitarbeiter des Osnabrücker Service Betriebs (OSB) an die Arbeit gemacht. Rund die Hälfte der Belegschaft der Straßenreinigung war im Dienst, um die Hinterlassenschaften der Feiernden zu beseitigen. Der Ossensamstag ist mit die größte Veranstaltung in Osnabrück, bei der wir tätig werden″, sagte OSB-Teamleiterin Janina Niebäumer. Mit zehn Kehrmaschinen und sechs Transportern fuhren die rund drei Dutzend Mitarbeiter hinter dem Zug her. Bis in die Abendstunden reinigten sie das Straßenpflaster, am Sonntagmorgen ging es gegen 6 Uhr wieder aus den Federn. Dann wurde der Müll der Nacht beseitigt.

Bildtexte:
Rund 18 000 Besucher waren nach Schätzungen der Polizei am Samstag in Osnabrück unterwegs.
Die OSB-Mitarbeiter folgten dem Umzug auf dem Fuß.
Erste Hilfe für Betrunkene und Verletzte an der Domschule.
Fotos:
Gert Westdörp, Sebastian Philipp
Autor:
Sebastian Philipp, Katharina Leuck


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