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Nachhaltigkeit und Umweltbildung in der Stadt Osnabrück (NUSO)
Umweltgeschichtliches Zeitungsarchiv für Osnabrück
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Neues Gesicht für den Schlossgarten
Artikel:
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Originaltext:
Osnabrück Der Stadtentwicklungsausschuss hat die Neugestaltung des Schlossgartens einstimmig auf den Weg gebracht. Erster Schritt ist die Verlegung des Spielplatzes vor der Mensa in Richtung Stadthalle. Weitere werden folgen. Kostenaufstellung und Planungen des Berliner Büros Pola fanden den Beifall der Politik.

Weniger versiegelte Flächen, noch mehr Möglichkeiten zur Entspannung für die Schlossgartenbesucher der Stadtentwicklungsausschuss brachte am Donnerstag die Umgestaltung von Osnabrücks zentraler Grünanlage einstimmig auf den Weg.

Osnabrück Mal ganz entspannt vor der Kulisse des Schlosses Platz nehmen und ein wenig Pariser Weltstadtflair genießen, das ist Teil der Entwurfsplanung des Büros Pola Landschaftsarchitekten aus Berlin. Dessen Chef Jörg Michel präsentierte den Lokalpolitikern sein Konzept, das als Schmankerl unter anderem eine Bestuhlung mit schweren, aber gleichwohl tragbaren Stühlen wie in den Pariser Tuilerien vorsieht.

Einheitliches Bild

Ausgesprochen kommod soll es auch für die Studenten werden. Sie bekommen vor der Mensa eine Pergola (Säulengang) mit eingehängten Sitzhängematten. Das aber ist ein Thema, um das sich die Universität kümmern muss, der die Fläche gehört. Allerdings finden die Planungen in enger Abstimmung mit allen Flächeneigentümern Stadt, Land und Universität statt, um am Ende ein einheitliches Bild zu erreichen.

Los geht es mit der Verlagerung des Spielplatzes neben dem Erweiterungsgebäude. Er muss einem neuen Studierendenzentrum weichen. Mit der Verlagerung der Spielfläche als erstem Schritt der Umgestaltung soll im Herbst dieses Jahres begonnen werden. Die weiteren Arbeiten sind auf mehrere Bauabschnitte aufgeteilt, wobei Michel darauf hinwies, dass es sinnvoll sein könnte, hier in einem Guss zu arbeiten, um Kosten zu sparen.

Die belaufen sich nach der am Donnerstag vorgestellten Kalkulation auf etwa 3, 46 Millionen Euro für den Schlossgarten. Insgesamt werden es am Ende etwa 7, 57 Millionen Euro sein, verteilt auf die Jahre 2017 bis 2023, für das gesamte Städtebaufördergebiet Schlossgarten, Ledenhof″, von denen die Stadt ein Drittel tragen muss. Der Ausschuss verabschiedete sowohl das Finanzierungskonzept der Verwaltung als auch die Entwurfsplanung einstimmig, nachdem das Planungsbüro unter anderem mit Blick auf die Flächenversiegelung seinen ursprünglichen Wettbewerbsentwurf noch einmal überarbeitet hatte.

Laut Michel werden insgesamt 3200 Quadratmeter Fläche entsiegelt, vor allem durch neue wassergebundene Wege. Auch wurde die Grünfläche rund um den zentralen und begehbaren Brunnen noch einmal vergrößert. Zuspruch der Ausschussmitglieder fand auch der Spielplatz, der bis zum Frühjahr 2020 auf der der Stadthalle zugewandten Seite entstehen soll. Zudem werden insgesamt 30 neue Bäume den Schlossgartenbesuchern zusätzlichen Schatten spenden.

Bei der Stuhlidee sind wir noch lange nicht″, bremste Stadtbaurat Frank Otte den Ausschuss ein, dessen Mitglieder schon nach Ansichtsexemplaren fragten. Gleichwohl waren sich die Politiker quer durch alle Fraktionen einig, dass der Entwurf für den Schlossgarten eine starke Aufwertung bedeute. Das ist eine substanzielle Verbesserung für unsere Stadt″, meinte Sebastian Bracke von den Grünen, während Wulf- Siegmar Mierke lobte, dass es das Büro Pola geschafft habe, einen bemerkenswerten Konsens″ mit Universität, Land Niedersachsen und der Stadt herzustellen. Für die SPD mahnte Susanne Hambürger dos Reis zwar an, die Kosten im Auge″ zu behalten, den Entwurf finde sie aber gelungen″. Zustimmung gab es auch von CDU und FDP, wobei Oliver Hasskamp für die Liberalen die erfolgreiche Einwerbung von Fördermitteln als Voraussetzung nannte.

Bildtext:
Ein zentraler Brunnen, Sitzbänke und eine neu gestaltete Schlossterrasse, das Ganze flankiert von viel Grün, sollen den Schlossgarten aufwerten.
Entwurf:
Büro Pola

Kommentar
So kann es werden

Um die Neugestaltung des Schlossgartens hat es bereits eine Menge Trara gegeben, bis hin zu persönlichen Attacken zwischen Stadtbaurat und Mitgliedern der CDU. Schön, dass dieses Gezänk nun Schnee von gestern ist und der Ausschuss einstimmig dem Entwurf des Büros Pola zugestimmt hat.

Vor allem zwei Punkte sind es, die eine Renovierung der Gesamtfläche dringlich machen: Zum einen darf der Ist-Zustand mit Fug und Recht als wenig ansprechend bezeichnet werden. Zum anderen geht es nicht nur um den Schlossgarten, sondern vielmehr um das ganze Ensemble mit Ledenhof und Neuem Graben.

Die Stadt kann auf erhebliche Fördermittel zurückgreifen. Politik und Verwaltung wären also mit dem Klammerbeutel gepudert, wenn sie diese Chance nicht wahrnehmen würden. Insofern ist es gut, dass die Befürworter inklusive Stadtbaurat nicht klein beigegeben, sondern ihre Pläne konsequent weiterverfolgt haben.
Autor:
Dietmar Kröger


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